22 August 1820

Ignaz Moscheles’ Fourth Concert

 

Amsterdam: Deutsches Theater

Programme

*Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
Part I  
Overture Miller
AriaMme Kitzler;
Oboe Accompaniment: Mr. Thurner
Himmel
Piano and Violin ConcertanteMr. Moscheles, Mr. HabenekMoscheles
Part II  
Overture Freubel
Piano Fantasia with Vocals and
Orch. Accomp. [Choral Fantasy Op.80]
Messrs. Moscheles, Lavigne, HabenekBeethoven
Aria (new)Mr. J. MillerMiller
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mme Kitzler; Messrs. J. Miller, Lavigne
Principal Instrumentalists: Messrs. Habenek, Moscheles, Thurner

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (September 30, 1820): 625-627.

Musikalischer Bericht aus Amsterdam.

Unsere reiche und kunstliebende Stadt wird von Virtuosen jeder Art recht fleissig besucht, und wahres Verdienst hat dabey immer seine Rechnung gefunden. So kamen die grüssten Künstler aus Paris und London zu uns, so gaben viele Deutsche und französische Sänger und Schauspieler mit einem, ihren Talenten angemessenen, Erfolge auf unserer deutschen wie auf der Französischen Bühne Gastrollen, und erfreueten sich stets billiger Zuhörer und reichlicher Belohnung. Selten ward uns jedoch ein musikalischer Genuss zu Theile, wie ihn Herr Ignaz Moscheles aus Wien uns diesen Sommer über verschafft hat. Ihm war ein grosser und überaus vorteilhafter Ruf, besonders von dem uns nähern Frankfurt, vorausgeeilt, und was man in der Kunstwelt von den Leistungen des Virtuosen sprach, erregte gespannte Erwartungen, die auf den später Erscheinenden, und auf sein wirkliches Verdienst einen oft sehr nachtheiligen Einfluss behaupten. Doch diessmahl ging es ganz anders; schon die Jugend und die liebenswürdige Bescheidenheit des Herrn Moscheles gewannen ihm alle Herzen, und sein Spiel vollendete den Eindruck, den früher seine Werke, und später seine Persönlichkeit gemacht hatten. Herr Moscheles ist Tonsetzer und Virtuose. Als ersterer zeigte er eine blühende, jugendliche Einbildungskraft, welche, von tüchtigen technischen Kenntnissen unterstützt, sich in Glanz und Freudigkeit gefällt, durch Schwierigkeit imponirt, und durch Melodie schmeichelt. Wir bemerkten auch mit Vergnügen, dass der verdienstvolle Compositeur in seinen spätern Werken immer gediegener wird, und gründlich darnach strebt, sich ein unvergängliches Denkmahl der Phantasie und Kunst zu setzen. Besonders zeigte sich diese Richtung in dem letzten grossen Fortepiano-Concerte aus G-moll, was der Künstler hier geschrieben, und bey Gelegenheit seines vierten und letzten Concertes mit dem glänzendsten Erfolge producirt hat. Es über schritte den mir gegönnten Raum, wollte ich die Einzelnheiten dieses herrlichen Werkes zergliedern; daher genüge es zu sagen, dass alle hiesigen Künstler, Musikkenner und Freunde dieses Concert seiner Gediegenheit, seines Glänzes und seines Reichthumes an Phantasie wegen, würdig befunden haben, den besten Productionen in dieser Gattung mit Vorzug angereiht zu werden. So weit über Herrn Moscheles als Tonsetzer; als Spieler hat er fast noch mehr Verdienst, und was Glanz, elegante Kraft, imponirende Fertigkeit und Präcision betrifft, mag er in Europa so ziemlich allein da stehen. Auch wurden seine Leistungen stets mit ungeheuerem Enthusiasmus vom zahlreicherscheinenden Publicum aufgenommen, und das Angenehme war immer mit dem Nützlichen vereint, was ein Phänomen und wahres Wunderwerk der Kunst genannt werden kann, da die schöne Jahrszeit so eben ein getreten war, und die Freunde der Natur auf das Land rief. Herr Moscheles gab hier vier Concerte, alle im deutschen Theater, und bey immer vollem Hause. Die drey ersten folgten ziemlich schnell auf einander, sie hatten am 4. und 16. May, dann am 5. Juny Statt; das letzte wurde am 22. August gegeben. Der hiesige sehr geschätzte Künstlerverein: Eruditio música, unterstützte den Virtuosen bey jeder seiner Productionen mit wahrer Liebe, feuerigem Eifer und der liberalsten, uneigennützigsten Bereitwilligkeit, eine Auszeichnung, die noch keinem Fremden in diesem Masse zu Theil wurde. Wenn sonst dieser Verein zum Vortheile dieses und jenes Künstlers seine Kräfte aufbiethet, was meistens nur im Winter geschieht, wo dann die Gesellschaft selbst in Felix meritis, dem Institute der schönen Künste, mehrere musikalische Abend-Unterhaltungen zu ihrem eigenen Vortheile veranstaltet, muss der Künstler auch hinwieder in den Gesellschafts-Concerten sich hören lassen, und, den Abend verherrlichend, die Einnahme verdoppeln; doch in der schönen Jahrszeit bleibt dieser Gegendienst weg, und um so schöner glänzt die Bereitwilligkeit der verehrten Vereinsmitglieder. Ebenso wirkten die ausgezeichnetsten Talente unserer Stadt bey jeder Gelegenheit mit, und erhöhten den Genuss der Productionen des Herrn Moscheles. Doch wir beschränken uns hier auf die Leistungen des Künstlers, der sich nebst freyen Phantasien in zwey von ihm selbst gesetzten Concerten aus Es-dur und G-moll, in Beethoven’s Concert aus C-moll und in dessen Phantasie mit Orchester und Chor, dann in einem Rondeau brillant und Variationen von seiner eigenen Composition hören liess.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (February 28, 1821): 133.

Brüsseler Blätter melden uns über den Aufenthalt des Virtuosen Moscheles in Amsterdam und Brüssel viel Rühmliches. Er machte durch sein brillantes Fortepiano-Spiel viel Aufsehen, und erntete besonders in einem Concerte, in welchem Herr Habenek, ein ausgezeichneter Violinspieler, und Herr Lavigne, erster Kammersänger Sr. Maj. des Königs von Frankreich, sich zugleich mit ihm hören liessen—grossen Beyfall.

24 November 1835

Ignaz Moscheles’ Second Concert

 

Amsterdam: Hoogduitse Schouwburg

Time: Evening, Half Past Eight o’Clock

Tickets: Balcony, 3 Gulden; Stalls in Gallery, 2 Gulden

Programme

Part I  
Overture Carafa
Piano Concerto No.5 in C majorMr. MoschelesMoscheles
AriaMr. WeberMozart
Piano Concerto No.7 in C minor, Pathétique (MS), Mov. IMr. MoschelesMoscheles
 EtudesMr. MoschelesMoscheles
Part II  
Overture  
Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Swedish Songs for the VioloncelloMr. MendesB. Romberg
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mr. Weber  
Principal Instrumentalists: Messrs. Mendes, Moscheles

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Nieuwe Amsterdamsche courant en algemeen handelsblad (November 23, 1835): 4.

CONCERT. De Ondergeteekende maakt aan het geëerd Publiek bekend, dat hij voornemens is op Dingsdag den 24sten November 1835, in de Zaal van den Hoogduitschen Schouwburg, te geven: EEN TWEEDE EN LAATSTE CONCERT, in hetwelk hij de volgende stukken zijner laatste Compositien zal voordragen, als: 1o. Het vijfde Concert; 2o. Erste Deel van eeu niew Concert Pathetique M. S.; gevolgd door eeinige zijner Eindres voor Piano-Forte; 3o. Op verzoek: De Alexander-Marsch; 4o. Vrije Fantaisie.

IG. MOSCHELES.

Professor der Koninklijke Muzijk -Academie te Londen.

Aanvang ten Half Act Ure.

Balcons en Loges f 3. Parterre en Galerij f 2.

Entrée-Biljetten zijn te bekomen bij de Heeren THRUNE & COMP., in de Kalverstraat en aan bovengenoemden Schouwburg, op Maandag den 23sten en op den dag van het Concert, van des morgens 10 tot des middags ten 2 ure.

Nieuwe Amsterdamsche courant en algemeen handelsblad (November 24, 1835): 4.

CONCERT. De Ondergeteekende maakt aan het geëerd Publiek bekend, dat hij voornemens is op Dingsdag den 24sten November 1835, in de Zaal van den Hoogduitschen Schouwburg, te geven: EEN TWEEDE EN LAATSTE CONCERT.

PROGRAMMA.

Eerste Deel. 1.)Ouverture. 2.) Nieuw Concert (No.5 in C) gecomponeerd en uitgevoerd door J. Moscheles. 3.) Aria van Mozart, gezongen door den Heer Weber. 4.) Concert Pathétique (M —S.) eerste deel, gevolgd door eenige Etudes, gecomponeerd en uitgevoerd door J. Moscheles.

Tweede Deel. 1.) Ouverture. 2.) Op verzoek: Variatiën op den Alexandermarsch, gecomponeerd en uitgevoerd door J. Moscheles. 3.) Zweedsche Liederen voor de Violoncel van B. Romberg, door den Heer Franco Mendes. 4.) Vrije Fantaisie, door J. Moscheles.

IG. MOSCHELES,

Professor der Koninklijke Muzijk -Academie te Londen.

Aanvang ten Half Act Ure.

Balcons en Loges f 3. Parterre en Galerij f 2.

Entrée-Biljetten zijn te bekomen bij de Heeren THRUNE&COMP., in de Kalverstraat en aan bovengenoemden Schouwburg.

Review

Neue Zeitschrift für Musik (May 20, 1836): 171-172.

Aus Amsterdam.

 Ende Avril.

(Concerte der einheimischen Künstler.—Hr. Moscheles.—Mad. Belleville.—)

Seit November sandte ich Ihnen keine Berichte über das musikalische Treiben in dieser Stadt, und fand auch eben keine besondere Veranlassung dazu. Gegenwärtiges gibt Ihnen einen summarischen Abriß musikalischer Erlebnisse dieses Zeitraumes.

…Unter den fremden Tonkünstlem fand Hr. Moscheles als der vollendetste und geschmackvollste Pianofortespieler in zwei Concerten ansehnlichen Zuspruch und den ungetheiltesten, allgemeinsten Beisall; dahingegen Mad. de Belleville-Oury nur wenig Zuspruch und getheilten Beifall erhielt. Enthusiasten des Classischen glaubten aber ihr, die nur meistens Sachen von Beethoven, Hummel, Mendelssohn-Bartholdi und ähnlichen Meistern vortrug, den Vorrang geben zu müssen. Sie nannten ihren Vortrag den tragisch-dramatischen, der nur den Ausdruck des Ganzen bezwecke, und jenen des Hrn. Moscheles den  declamatorisich-romantischen, der die Ausbildung und Vollendung jeder einzelnen Stelle, ja jeder Note zu erreichen suche. Von diesem Letzteren hörten wir Concerte, Phantasieen, Etudes u. s. w., alles von seiner eignen Composition.

17 November 1835

First Vocal and Instrumental Concert by Ignaz Moscheles

 

Amsterdam: Hoogduitse Schouwburg

Time: Evening, Half Past Eight o’Clock

Tickets: Balcony, 3 Gulden; Stalls in Gallery, 2 Gulden

Programme

Part I  
Overture  
Piano Concerto No.2 in E flat major  Mr. MoschelesMoscheles
From De Mensch: AriaM. de VrugtVan Bree
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland
with Orchestral Accompaniments
Mr. Moscheles  Moscheles
Part II  
Overture to Schiller’s Tragedy, Joan of Arc Moscheles
Seventh Air VariationMr. C. FischerDe Bériot
Piano Concerto No.6 in B flat major, Fantastique (MS)Mr. MoschelesMoscheles
Air VariationM. de VrugtRode
Free Piano Fantasia, incl. themes from Weber’s EuryantheMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Messrs. C. Fischer, M. de Vrugt  
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles
Conductor: Mr. Johannes Bernardus van Bree

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Moscheles: Damals [1820] schrieb ich dort mein G-moll-Concert, jetzt sehe ich meine neueren Compositionen mit nicht geringerer Wärme aufgenommen, muss in Felix Meritis u. a. musikalischen Gesellschaften spielen und überall ein zweites Mal improvisiren. Auch das pecuniäre Resultat ist ein vortreffliches. [AML I, 313-314.]

Charlotte: Komisch aber…bleiben doch, trotz aller musikalischen Ehren, die mein Mann geniesst, einige althergebrachte Sitten der Holländer, ich nenne Euch nur die des Abonnement-Concerts, da sie uns zunächst berühren. Der erste Theil ist kaum zu Ende, so verschwinden sämmtliche Herren; wo sind sie? Die Geruchsnerven verkünden es bald; sie rauchen in einem angrenzenden Saale. Aber die Damen haben nicht Zeit, die Nase darüber zu rümpfen; denn ihnen wird alsbald Chocolade und Limonade gereicht; indem sie sie geniessen, unterhalten sie sich miteinander. Ich sass, wie gewöhnlich, wenn Moscheles öffentlich spielt, allein in einem Winkel, und hatte Zeit, mir die nüchterne Einfachheit der vier weissen Saalwände anzusehen, die ich nicht bewundern konnte. Dann aber dachte ich wieder, wie ich es seit fünfzehn Jahren mit Nutzen in England thue: Ländlich, sittlich. Die Chocolade mundete, und der Rauch genirte mich nicht mehr. [AML I, 313-314.]

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Nieuwe Amsterdamsche courant en algemeen handelsblad (November 14, 1835): 4.

CONCERT. J. MOSCHELES, Professor aan de Koninklijke Muzijk-Academie te Londen, zal de eer hebben op Dingsdag den 17den November 1835, in de Zaal van den Hoogduitschen Schouwburg, in de Amstelstraat, te geven: Een GROOT VOCAAL en INSTRUMENTAAL-CONCERT.

PROGRAMMA.

Eerste Deel. 1.) Ouverture. 2.) Groot Concert (in E dur) voer Piano-Forte, gecomponeerd en voorgedragen door den Concertgever. 3.) Aria uit het D. clamatorium: De Mensch, woorden van H. J. Foppe, muzijk van J. B. van Bree, gezongen door W. P. de C. Vrught. 4) Souvenir d’Irlands, Groote Fantaisie voor Piano Forte, met Orkest, gecomponeerd door [*] Concertgever.

Tweede Deel. 1.) Ouverture tot Schiller’s Treurspel Jeanne d’Arc, gecomponeerd door J. Moscheles. 2.) 7de Air Varié van C. de Beriot, uitgevoerd door den Heer C. C. Fischer. 3.) Concerto Fantastique (M. S.), voor Piano-Forte, voorgedragen door den Concertgever. 4.) Variatie, van Rode, gezongen door den Heer W. P. de C. Vrugt. 5.) Vrije Fantaisie, uitgevoerd door den Concertgever. Aanvang ten Half Acht Ure.

Balcons en Loges f 3. Parterre en Galerij f 2.

Entrée-Biljetten zijn te bekomen bij de Heeren THEUNE&COMP., in de Kalverstraat en aan bovengenoemden Schouwburg, op Maandag den 16Jen en op den dag van het Concert, van des morgens 10 tot des middags ten 2 ure.

Nieuwe Amsterdamsche courant en algemeen handelsblad (November 17, 1835): 4.

CONCERT. Heden avond zal het aangekondigde Concert van den Heer J. MOSCHELES, Professor aan de Koninklijk Muzijk-Academie te Londen, volgens Programma in de Amsterdamsche Courant van 14 en 16 en in het Handelsblad van 14 dezer aangekondigd, in den Hoogduitschen Schouwburg plaats hebben. Aanvang ton half acht ure.

The Evening Chronicle (December 20, 1835): 3.

MR. MOSCHELES…He is now we believe, at Amsterdam, from whence he return by the way of the Hague, Rotterdam, Antwerp, and Brussels, and is expected in London about the middle of December.

Reviews

Nieuwe Amsterdamsche courant en algemeen handelsblad (November 24, 1835): 4.

Concert.

Van den Heer. J. MOSCHELES.

Dingsdag 17 November 1835.

Bohemen, sedert vele eeuwen een klassiek land der toonkunst, heeft bijzonder in de laatete helft der vorige eeuw vele en uitmuntende Virtuozen en Componisten voortgebragt, en is ook het vaderland van een der beroemdste thans levende Pianisten, van den Heer J. Moscheles. Deze werd te Praag in 1794 geboren, toonde reeds vroegtijdig zulk eenen grooten aauleg tot de muzijk, dat zijn vader, een Israëlitisch koopman, besloot, hemaan de kunst toe te wijden. Van Dionisins Weber, den Directeur van het Conservatoire te Praag, ontving hij voornamelijk zijns muzijkale opvoeding, en wel zoo gelukkig, dat de leerling zich met ziju twaalfde jaar in openbare Concerten met den meesten bijval op de Piano Forte liet hooren. 14 jaren oud zijnde ging hij naar Weenen, en zette aldaar zijne muzijkale studiën voort, wedijverde met de toenmalige grootste Pianisten, componeerde de geliefkoosde variatien op den Alexandermarsch, doorreisde van tijd tot tijd het noorden van Duitschland, en ondernam in 1820 zijne eerste groote kunstreis over Holland en Frankrijk naar Londen, alwaar hij zich, gestreeld door het luisterrijkste onthaal, met der woon vestigde, en alwaar hij naderhand als Professor aan de Koninklijke Muzijk-Akademie aangesteld werd. Sedert heeft hij onderscheidene reizen naar het vaste land gedaan, en ook eindelijk thans eens weder Holland bezocht, alwaar hij met niet minder geestdrift ontvangen werd, dan voor vijftien jaren.

De Heer J. Moscheles behoort, zoo als algemeen erkend is tot de beroemdste Pianisten van den voorlaatsten tijd, zoo als ook Hummel, Kalkbrenner, Pixis, Tield en anderen. In den tegenwoordigen tijd zijn weder oreuwe gesternten aan den muzijkalen hemel verschenen, die bizondere oplettendheid verwekken, veelvuldige bewonderaars hebben, en de bestaande te verduisteren dreigen. Men noemt onder deze Chopin, Liszt, Schubert en anderen. Daar intusschen de lichtstralen van dezen nog niet tot ons zijn doorgedrongen, kunnen wij ons nog geheel en al in den gians der ouderen verblijden, en nog ongestoord genieten, hetgeen deze ons aanbieden. Wat nu het gehoorde van dezen meester der toonkunst op het onderhavige Concert betreft, zoo weren wij niet, wat wij het meest zullen bewonderen, of zijne geestige, vernuftige en onderhoudende compositien of zijne [*] muntende voordragt. De hoogst mogelijke zuiverheid en vlugheid, een bescheidene, sierlijke aanslag, gepaard met de bevalligste en tevens krachtigste uitdrukking kenschetsten zijn spel. De gewaarwordingen, die hij te weeg brengt, zijn gelijk aan die, welke man gevoelt, wanneer men een geestig Dichter zijne balladen en andere verhalende gedichten hoort voordragen. Is een groot Concert (E-dur, of mi-majeur) schren hij ons eene levensschels, rijk aan ernstige en aangename wisselingen, in eene Fantaisie Souvenir d’Irlande eene belaugrijke reis, en in een Concert fantastique een avontuurlijk droomveerschijnsel te verhalen; terwijl zijne vrije fantaisie naar het geestig onderhoud van een man van smaak geleek. De hoofdthema’s van deze vrije fantaisie, eenige bevallige motiven uit de Opera Euryanthe, waren hem, zoo als men verzekert, kort voor het begin van het Concert door een der toehoorders opgegeven geworden, zoodat hij er zich niet op had kunnen prepareren, gelijk men ander bij zulk een fantaiseren wel eens veronderstelt. Es te meer [*] das de vlugheid, waarmede zijne gedachten zich ontwikkelden, de bevallige aaneenschakeling van dezelven, en de bravour, waarmede hij dezelve uitvoerde, te bewonderen. De Ouverture tot Schillers Treurspel Jeanne d’Arc, van de concert geven, is en rijk tafereel; maar niet genoegzaam te verstaan en te [*] voelen voor hem, die dezelve slechts eenmaal hoort, en [*] tevens niet bekend is met het genoemde treurspel. Deze Ouverture zoo wel als eene andere van Lindpaintner en mede de accompagnementen van verschillende solostukken werden door het voortreffelijk bezette Orkest en onder de leiding van onzen verdienstelijken Toonkunstenaar, der Heer J. B. van Bree, uitmuntend uitgevoerd.—De Heer Vrugt, die mede dezen avond eene Aria van den Heer van Bree, en Variatiön van Rode zong, scheen wegens eenige ongesteldheid niet van zijn gewoon kunstvermogen meester te zijn, en konde zich dus niet in zijnen vollen glans vertoonen. De Heer C. C. Fischer daarentegen droeg het 7de Air Varié van C. de Beriot met zulk eene inspanning, met zulk eene bevallige uitdrukking en met zulk een gelukkig gevolg op de viool voor, dat hem de levendigste toejuiching te beurt viel.—Overigens was de Concertzaal met eene luisterrijke en talrijke schaar van toehoorders bezet, en du opgewekte geest derzelven betoonde den Concertgever de groots belangstelling.

The Morning Post (January 8, 1836): 4.

Extract from the Constitutionnel of December 29, 1835.— “The celebrated pianist, Mr. Moschelles, who was expected at Paris, on his return from Germany, left Brussels some days ago to proceed to London. He has given concerts in the principal towns in Holland, at Antwerp, and Brussels. At most of these concerts he has played on pianofortes of the new construction of M. Paper, of Paris. All amateurs of that instrument have observed with pleasure that the first pianoforte players of England, as Mr. Moschelles, Cramer, and Mrs. Anderson, appreciate the important improvements made by M. Pape.

The Greenwich, Woolwich and Deptford Gazette, and West Kent Advertiser (January 9, 1836): 3.

M. Moscheles, the celebrated composer and pianiste, has been recently giving concerts at Amsterdam, the Hague, and Rotterdam, and latterly at Brussels, with great success.

Bell’s Life in London and Sporting Chronicle (January 10, 1836): 1. 

Moscheles has been recently giving concerts at Amsterdam, the Hague, and Rotterdam, and Brussels, with great success.

Caledonian Mercury (January 11, 1836): 2. 

Moscheles has been recently giving concerts at Amsterdam, the Hague, and Rotterdam, and Brussels, with great success.

Revue et Gazette Musicale de Paris (January 24, 1836): 29-31.

Bruxelles, le 20 janvier 1836.

MOSCHELÈS.

Le célèbre pianiste Moschelès, retournant de Hambourg à Londres, a pris, avec toute sa famille, sa route par la Hollande et la Belgique. Ses pas n’ont été marqués que par les succès de son immense talent. A Amsterdam, à Rotterdam, à La Haie, il a donné des concerts, où les nombreux amateurs de bonne musique, que renferme la Neerlande, s’étaient réunis pour admirer et applaudir le virtuose et le compositeur.

Neue Zeitschrift für Musik (May 20, 1836): 171-172.

Aus Amsterdam.

 Ende Avril.

(Concerte der einheimischen Künstler.—Hr. Moscheles.—Mad. Belleville.—)

Seit November sandte ich Ihnen keine Berichte über das musikalische Treiben in dieser Stadt, und fand auch eben keine besondere Veranlassung dazu. Gegenwärtiges gibt Ihnen einen summarischen Abriß musikalischer Erlebnisse dieses Zeitraumes.

…Unter den fremden Tonkünstlem fand Hr. Moscheles als der vollendetste und geschmackvollste Pianofortespieler in zwei Concerten ansehnlichen Zuspruch und den ungetheiltesten, allgemeinsten Beisall; dahingegen Mad. de Belleville-Oury nur wenig Zuspruch und getheilten Beifall erhielt. Enthusiasten des Classischen glaubten aber ihr, die nur meistens Sachen von Beethoven, Hummel, Mendelssohn-Bartholdi und ähnlichen Meistern vortrug, den Vorrang geben zu müssen. Sie nannten ihren Vortrag den tragisch-dramatischen, der nur den Ausdruck des Ganzen bezwecke, und jenen des Hrn. Moscheles den  declamatorisich-romantischen, der die Ausbildung und Vollendung jeder einzelnen Stelle, ja jeder Note zu erreichen suche. Von diesem Letzteren hörten wir Concerte, Phantasieen, Etudes u. s. w., alles von seiner eignen Composition.

5 June 1820

Ignaz Moscheles’ Third Concert

 

Amsterdam: Deutsches Theater

Programme

Part I  
Symphony in C minor, Mov. I Wilms
CavatinaMr. J. Miller 
Piano Concerto No.3 in C minorMr. MoschelesBeethoven
Piano and Violin ConcertanteMr. Moscheles, [Mr. Habenek]Moscheles
Part II  
Overture Wilms
SceneMr. J. Miller  Beethoven
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mr.  J. Miller
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles, [Mr. Habenek]

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (September 30, 1820): 625-627.

Musikalischer Bericht aus Amsterdam.

Unsere reiche und kunstliebende Stadt wird von Virtuosen jeder Art recht fleissig besucht, und wahres Verdienst hat dabey immer seine Rechnung gefunden. So kamen die grüssten Künstler aus Paris und London zu uns, so gaben viele Deutsche und französische Sänger und Schauspieler mit einem, ihren Talenten angemessenen, Erfolge auf unserer deutschen wie auf der Französischen Bühne Gastrollen, und erfreueten sich stets billiger Zuhörer und reichlicher Belohnung. Selten ward uns jedoch ein musikalischer Genuss zu Theile, wie ihn Herr Ignaz Moscheles aus Wien uns diesen Sommer über verschafft hat. Ihm war ein grosser und überaus vorteilhafter Ruf, besonders von dem uns nähern Frankfurt, vorausgeeilt, und was man in der Kunstwelt von den Leistungen des Virtuosen sprach, erregte gespannte Erwartungen, die auf den später Erscheinenden, und auf sein wirkliches Verdienst einen oft sehr nachtheiligen Einfluss behaupten. Doch diessmahl ging es ganz anders; schon die Jugend und die liebenswürdige Bescheidenheit des Herrn Moscheles gewannen ihm alle Herzen, und sein Spiel vollendete den Eindruck, den früher seine Werke, und später seine Persönlichkeit gemacht hatten. Herr Moscheles ist Tonsetzer und Virtuose. Als ersterer zeigte er eine blühende, jugendliche Einbildungskraft, welche, von tüchtigen technischen Kenntnissen unterstützt, sich in Glanz und Freudigkeit gefällt, durch Schwierigkeit imponirt, und durch Melodie schmeichelt. Wir bemerkten auch mit Vergnügen, dass der verdienstvolle Compositeur in seinen spätern Werken immer gediegener wird, und gründlich darnach strebt, sich ein unvergängliches Denkmahl der Phantasie und Kunst zu setzen. Besonders zeigte sich diese Richtung in dem letzten grossen Fortepiano-Concerte aus G-moll, was der Künstler hier geschrieben, und bey Gelegenheit seines vierten und letzten Concertes mit dem glänzendsten Erfolge producirt hat. Es über schritte den mir gegönnten Raum, wollte ich die Einzelnheiten dieses herrlichen Werkes zergliedern; daher genüge es zu sagen, dass alle hiesigen Künstler, Musikkenner und Freunde dieses Concert seiner Gediegenheit, seines Glänzes und seines Reichthumes an Phantasie wegen, würdig befunden haben, den besten Productionen in dieser Gattung mit Vorzug angereiht zu werden. So weit über Herrn Moscheles als Tonsetzer; als Spieler hat er fast noch mehr Verdienst, und was Glanz, elegante Kraft, imponirende Fertigkeit und Präcision betrifft, mag er in Europa so ziemlich allein da stehen. Auch wurden seine Leistungen stets mit ungeheuerem Enthusiasmus vom zahlreicherscheinenden Publicum aufgenommen, und das Angenehme war immer mit dem Nützlichen vereint, was ein Phänomen und wahres Wunderwerk der Kunst genannt werden kann, da die schöne Jahrszeit so eben ein getreten war, und die Freunde der Natur auf das Land rief. Herr Moscheles gab hier vier Concerte, alle im deutschen Theater, und bey immer vollem Hause. Die drey ersten folgten ziemlich schnell auf einander, sie hatten am 4. und 16. May, dann am 5. Juny Statt; das letzte wurde am 22. August gegeben. Der hiesige sehr geschätzte Künstlerverein: Eruditio música, unterstützte den Virtuosen bey jeder seiner Productionen mit wahrer Liebe, feuerigem Eifer und der liberalsten, uneigennützigsten Bereitwilligkeit, eine Auszeichnung, die noch keinem Fremden in diesem Masse zu Theil wurde. Wenn sonst dieser Verein zum Vortheile dieses und jenes Künstlers seine Kräfte aufbiethet, was meistens nur im Winter geschieht, wo dann die Gesellschaft selbst in Felix meritis, dem Institute der schönen Künste, mehrere musikalische Abend-Unterhaltungen zu ihrem eigenen Vortheile veranstaltet, muss der Künstler auch hinwieder in den Gesellschafts-Concerten sich hören lassen, und, den Abend verherrlichend, die Einnahme verdoppeln; doch in der schönen Jahrszeit bleibt dieser Gegendienst weg, und um so schöner glänzt die Bereitwilligkeit der verehrten Vereinsmitglieder. Ebenso wirkten die ausgezeichnetsten Talente unserer Stadt bey jeder Gelegenheit mit, und erhöhten den Genuss der Productionen des Herrn Moscheles. Doch wir beschränken uns hier auf die Leistungen des Künstlers, der sich nebst freyen Phantasien in zwey von ihm selbst gesetzten Concerten aus Es-dur und G-moll, in Beethoven’s Concert aus C-moll und in dessen Phantasie mit Orchester und Chor, dann in einem Rondeau brillant und Variationen von seiner eigenen Composition hören liess.

Allgemeine musikalische Zeitung (October 18, 1820): 709-710.

Amsterdam…Sein drittes Concert (am 5. Juny) bestand aus dem 1sten Satz der Cb Sinfonie von Wilms, die hier immer gern gehört wird, einer Cavatine, gesungen von Hrn. JuliusMiller, Beethovens herrlichem Klavierconcert aus Cb, einer Ouverture für’s Orchester von Wilms, einem Concertino für’s Pianoforte und Violin vom Concertgeber, worin unser Hr. Kleine die schwierige Violinpartie ganz vortrefflich ausführte; einer Scene von Beethoven, welche Hr. Jul. Miller sehr gelungen vortrug, wiewohl die Scene an sich etwas zu gedehnt gefunden wurde, und endlich wieder einer freien Fantasie, die das zahlreich versammelte Publikum abermals ungemein erfreuete

16 May 1820

Ignaz Moscheles’ Second Concert

 

Amsterdam: Deutsches Theater

Programme

Part I  
Grand Piano Variations on a Military March with
Orch. Accomp. (Alexander Variations) (upon request)
Mr. MoschelesMoscheles
Piano ConcertoMr. MoschelesMoscheles
Symphony, Andante  
Symphony in C minor, Part I Fodor
Part II  
Allegro on a three-part harmony Wilms
Overture Moscheles
Piano Variations on an Austrian National Melody [Op.42]Mr. Moscheles 
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (September 30, 1820): 625-627.

Musikalischer Bericht aus Amsterdam.

Unsere reiche und kunstliebende Stadt wird von Virtuosen jeder Art recht fleissig besucht, und wahres Verdienst hat dabey immer seine Rechnung gefunden. So kamen die grüssten Künstler aus Paris und London zu uns, so gaben viele Deutsche und französische Sänger und Schauspieler mit einem, ihren Talenten angemessenen, Erfolge auf unserer deutschen wie auf der Französischen Bühne Gastrollen, und erfreueten sich stets billiger Zuhörer und reichlicher Belohnung. Selten ward uns jedoch ein musikalischer Genuss zu Theile, wie ihn Herr Ignaz Moscheles aus Wien uns diesen Sommer über verschafft hat. Ihm war ein grosser und überaus vorteilhafter Ruf, besonders von dem uns nähern Frankfurt, vorausgeeilt, und was man in der Kunstwelt von den Leistungen des Virtuosen sprach, erregte gespannte Erwartungen, die auf den später Erscheinenden, und auf sein wirkliches Verdienst einen oft sehr nachtheiligen Einfluss behaupten. Doch diessmahl ging es ganz anders; schon die Jugend und die liebenswürdige Bescheidenheit des Herrn Moscheles gewannen ihm alle Herzen, und sein Spiel vollendete den Eindruck, den früher seine Werke, und später seine Persönlichkeit gemacht hatten. Herr Moscheles ist Tonsetzer und Virtuose. Als ersterer zeigte er eine blühende, jugendliche Einbildungskraft, welche, von tüchtigen technischen Kenntnissen unterstützt, sich in Glanz und Freudigkeit gefällt, durch Schwierigkeit imponirt, und durch Melodie schmeichelt. Wir bemerkten auch mit Vergnügen, dass der verdienstvolle Compositeur in seinen spätern Werken immer gediegener wird, und gründlich darnach strebt, sich ein unvergängliches Denkmahl der Phantasie und Kunst zu setzen. Besonders zeigte sich diese Richtung in dem letzten grossen Fortepiano-Concerte aus G-moll, was der Künstler hier geschrieben, und bey Gelegenheit seines vierten und letzten Concertes mit dem glänzendsten Erfolge producirt hat. Es über schritte den mir gegönnten Raum, wollte ich die Einzelnheiten dieses herrlichen Werkes zergliedern; daher genüge es zu sagen, dass alle hiesigen Künstler, Musikkenner und Freunde dieses Concert seiner Gediegenheit, seines Glänzes und seines Reichthumes an Phantasie wegen, würdig befunden haben, den besten Productionen in dieser Gattung mit Vorzug angereiht zu werden. So weit über Herrn Moscheles als Tonsetzer; als Spieler hat er fast noch mehr Verdienst, und was Glanz, elegante Kraft, imponirende Fertigkeit und Präcision betrifft, mag er in Europa so ziemlich allein da stehen. Auch wurden seine Leistungen stets mit ungeheuerem Enthusiasmus vom zahlreicherscheinenden Publicum aufgenommen, und das Angenehme war immer mit dem Nützlichen vereint, was ein Phänomen und wahres Wunderwerk der Kunst genannt werden kann, da die schöne Jahrszeit so eben ein getreten war, und die Freunde der Natur auf das Land rief. Herr Moscheles gab hier vier Concerte, alle im deutschen Theater, und bey immer vollem Hause. Die drey ersten folgten ziemlich schnell auf einander, sie hatten am 4. und 16. May, dann am 5. Juny Statt; das letzte wurde am 22. August gegeben. Der hiesige sehr geschätzte Künstlerverein: Eruditio música, unterstützte den Virtuosen bey jeder seiner Productionen mit wahrer Liebe, feuerigem Eifer und der liberalsten., uneigennützigsten Bereitwilligkeit, eine Auszeichnung, die noch keinem Fremden in diesem Masse zu Theil wurde. Wenn sonst dieser Verein zum Vortheile dieses und jenes Künstlers seine Kräfte aufbiethet, was meistens nur im Winter geschieht, wo dann die Gesellschaft selbst in Felix meritis, dem Institute der schönen Künste, mehrere musikalische Abend-Unterhaltungen zu ihrem eigenen Vortheile veranstaltet, muss der Künstler auch hinwieder in den Gesellschafts-Concerten sich hören lassen, und, den Abend verherrlichend, die Einnahme verdoppeln; doch in der schönen Jahrszeit bleibt dieser Gegendienst weg, und um so schöner glänzt die Bereitwilligkeit der verehrten Vereinsmitglieder. Eben so wirkten die ausgezeichnetsten Talente unserer Stadt bey jeder Gelegenheit mit, und erhöhten den Genuss der Productionen des Herrn Moscheles. Doch wir beschränken uns hier auf die Leistungen des Künstlers, der sich nebst freyen Phantasien in zwey von ihm selbst gesetzten Concerten aus Es-dur und G-moll, in Beethoven’s Concert aus C-moll und in dessen Phantasie mit Orchester und Chor, dann in einem Rondeau brillant und Variationen von seiner eigenen Composition hören liess.

Allgemeine musikalische Zeitung (October 18, 1820): 709-710.

Amsterdam…Am 16ten May gab Hr. M. [Moscheles] ein zweytes Concert, dem später noch ein drittes und viertes folgte. Im zweyten hörten wir: den ersten Satz einer Sinfonie von Fodor aus Cb, ein Concertino für’s Pianoforte, vom Concertgeber, das Andante gedachter Sinfonie und auf Verlangen nochmals die brillanten Variationen über den Alexandermarsch, die, so vortrefflich ausgeführt, überall gefallen müssen; im zweyten Theile eine seiner Ouverturen für’s Orchester und Variationen für’s Pianoforte über ein beliebtes österreichisches Liedchen, ein Allegro einer drey zehnstimmigen Harmonie von Wilms und am Schluss abermals eine freie Fantasie. Hr. Moscheles erwarb sich auch diessmal den rauschend sten Beyfall, und wurde am Schlusse hervorgerufen, welche Auszeichnung ihm auch in den folgenden Concerten zu Theil wurde

4 May 1820

Ignaz Moscheles’ First Concert

 

Amsterdam: Deutsches Theater

Programme

Part I    
AriaMme SchirmerPaër
Overture  
Piano Concerto [No.2 in E flat major]Mr. MoschelesMoscheles
Part II  
DuetMme Schirmer, Mr. Haberkorn 
Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Overture    
Free Piano Fantasia, incl. Dutch folk melodiesMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mme Schirmer; Mr. Haberkorn
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: Nachdem er in Augsburg bei der Exkönigin Hortense gespielt, macht er einen Abstecher nach HoIland. In Amsterdam giebt er vier Concerte, im Haag eins. Dort sah er zuerst die herrliche Nordsee und verzeichnete in sein Tagebuch die gewaltigen Eindrücke, die ihm dieser grossartige Anblick erweckt. Dort war es auch, wo er sein G-moIl-Concert in Angriff nahm und glücklich beendete…Die erste Probe des Concerts fand in der „Liebhaber-GeseIlschaft“ statt, und es gefiel; aber gewiss hat keiner der damals Anwesenden dieser Composition das lange Leben prophezeiht, dem sie entgegenging, ohne dass der Autor selbst es zu hoffen wagte. [AML I, 38.]

Moscheles: Da ich täglich das melancholische Glockengeläute des nahen Kirchthurms hörte, so war esnatürlich, dass ich die Moll-Tonart wählte und das erste Stück als Malinconia bezeichnete. [AML I, 38.]

Moscheles [Writing from Amsterdam in 1835]: ‚Sie haben mich vom Jahre 1820 an, wo ich die Gastfreundschaft der Familie Königswarter genoss, mit offenen Armen, meine Kunstleistungen mit offenen Ohren aufgenommen. Damals schrieb ich dort mein G-moll-Concert, jetzt sehe ich meine neueren Compositionen mit nicht geringerer Wärme aufgenommen‘.[*] [AML I, 313-314.]


[*] Coleridge wrote in RMM, 24.: ‘It was at Amsterdam that he began his concerto in G minor, which he finished on the 4th of August, 1817.’ The date is incorrect. Moscheles did not travel at Amsterdam in 1817.

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Oesterreichischer Beobachter (April 9, 1820): 462.

Der berühmte Tonkünstler Hr. J. Moscheles, welcher in München von der königlichen Familie mit Gnadenbezeugungen überhäuft, und vom Publicum mit dem lebhaftesten Beifall aufgenommen wurde, seßte seine Kunstpreise durch Deutschland fort, und hat seinen Plan dahin abgeändert, daß derselbe erst in den Herst-Monaten zu Paris einzutreffen, und inzwischen mehrere der berühmtesten Städte Deutschlands, besonders in den Rhein – Gegenden, und dann die Niederlande zu besuchen gedenkt.

Allgemeine musikalische Zeitung (May 17, 1820): 625-627.

[Amsterdam in April]….Der bekannte treffliche Pianist, Herr Ignaz Moschelles aus Wien ist hier angekommen, und wird wahrscheinlich Concert geben. Vielleicht über ihn, und sonst das eine und andere, nächstems mehres.

Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (September 30, 1820): 625-627.

Musikalischer Bericht aus Amsterdam.

Unsere reiche und kunstliebende Stadt wird von Virtuosen jeder Art recht fleissig besucht, und wahres Verdienst hat dabey immer seine Rechnung gefunden. So kamen die grüssten Künstler aus Paris und London zu uns, so gaben viele Deutsche und französische Sänger und Schauspieler mit einem, ihren Talenten angemessenen, Erfolge auf unserer deutschen wie auf der Französischen Bühne Gastrollen, und erfreueten sich stets billiger Zuhörer und reichlicher Belohnung. Selten ward uns jedoch ein musikalischer Genuss zu Theile, wie ihn Herr Ignaz Moscheles aus Wien uns diesen Sommer über verschafft hat. Ihm war ein grosser und überaus vorteilhafter Ruf, besonders von dem uns nähern Frankfurt, vorausgeeilt, und was man in der Kunstwelt von den Leistungen des Virtuosen sprach, erregte gespannte Erwartungen, die auf den später Erscheinenden, und auf sein wirkliches Verdienst einen oft sehr nachtheiligen Einfluss behaupten. Doch diessmahl ging es ganz anders; schon die Jugend und die liebenswürdige Bescheidenheit des Herrn Moscheles gewannen ihm alle Herzen, und sein Spiel vollendete den Eindruck, den früher seine Werke, und später seine Persönlichkeit gemacht hatten. Herr Moscheles ist Tonsetzer und Virtuose. Als ersterer zeigte er eine blühende, jugendliche Einbildungskraft, welche, von tüchtigen technischen Kenntnissen unterstützt, sich in Glanz und Freudigkeit gefällt, durch Schwierigkeit imponirt, und durch Melodie schmeichelt. Wir bemerkten auch mit Vergnügen, dass der verdienstvolle Compositeur in seinen spätern Werken immer gediegener wird, und gründlich darnach strebt, sich ein unvergängliches Denkmahl der Phantasie und Kunst zu setzen. Besonders zeigte sich diese Richtung in dem letzten grossen Fortepiano-Concerte aus G-moll, was der Künstler hier geschrieben, und bey Gelegenheit seines vierten und letzten Concertes mit dem glänzendsten Erfolge producirt hat. Es über schritte den mir gegönnten Raum, wollte ich die Einzelnheiten dieses herrlichen Werkes zergliedern; daher genüge es zu sagen, dass alle hiesigen Künstler, Musikkenner und Freunde dieses Concert seiner Gediegenheit, seines Glänzes und seines Reichthumes an Phantasie wegen, würdig befunden haben, den besten Productionen in dieser Gattung mit Vorzug angereiht zu werden. So weit über Herrn Moscheles als Tonsetzer; als Spieler hat er fast noch mehr Verdienst, und was Glanz, elegante Kraft, imponirende Fertigkeit und Präcision betrifft, mag er in Europa so ziemlich allein da stehen. Auch wurden seine Leistungen stets mit ungeheuerem Enthusiasmus vom zahlreicherscheinenden Publicum aufgenommen, und das Angenehme war immer mit dem Nützlichen vereint, was ein Phänomen und wahres Wunderwerk der Kunst genannt werden kann, da die schöne Jahrszeit so eben ein getreten war, und die Freunde der Natur auf das Land rief. Herr Moscheles gab hier vier Concerte, alle im deutschen Theater, und bey immer vollem Hause. Die drey ersten folgten ziemlich schnell auf einander, sie hatten am 4. und 16. May, dann am 5. Juny Statt; das letzte wurde am 22. August gegeben. Der hiesige sehr geschätzte Künstlerverein: Eruditio música, unterstützte den Virtuosen bey jeder seiner Productionen mit wahrer Liebe, feuerigem Eifer und der liberalsten., uneigennützigsten Bereitwilligkeit, eine Auszeichnung, die noch keinem Fremden in diesem Masse zu Theil wurde. Wenn sonst dieser Verein zum Vortheile dieses und jenes Künstlers seine Kräfte aufbiethet, was meistens nur im Winter geschieht, wo dann die Gesellschaft selbst in Felix meritis, dem Institute der schönen Künste, mehrere musikalische Abend-Unterhaltungen zu ihrem eigenen Vortheile veranstaltet, muss der Künstler auch hinwieder in den Gesellschafts-Concerten sich hören lassen, und, den Abend verherrlichend, die Einnahme verdoppeln; doch in der schönen Jahrszeit bleibt dieser Gegendienst weg, und um so schöner glänzt die Bereitwilligkeit der verehrten Vereinsmitglieder. Eben so wirkten die ausgezeichnetsten Talente unserer Stadt bey jeder Gelegenheit mit, und erhöhten den Genuss der Productionen des Herrn Moscheles. Doch wir beschränken uns hier auf die Leistungen des Künstlers, der sich nebst freyen Phantasien in zwey von ihm selbst gesetzten Concerten aus Es-dur und G-moll, in Beethoven’s Concert aus C-moll und in dessen Phantasie mit Orchester und Chor, dann in einem Rondeau brillant und Variationen von seiner eigenen Composition hören liess.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (October 7, 1820): 644-646

Musikalischer Bericht aus Amsterdam.

(Sсhluss.)

Den Berichterstatter so wie das Publicum entzückten am meisten die beyden Concerte, besonders das schon besprochene in G-moll, was der Verfasser nach seiner eigenen Äusserung mit besonderer Liebe und Fleiss gearbeitet hat, und seinen frühern Producten gänzlich vorzieht; zunächst aber die Variationen über den Alexander-Marsch, deren Wiederhohlung in den nächstfolgenden Concerten immer verlangt wurde, deren Vortrag stets den lautesten Enthusiasmus erregte. Sie sind aber auch der Triumph des Glanzes und des effectvollen Clavierspieles. Mehr aber noch als diese durch die Notenschrift schon gefesselten Eingebungen des schöpferischen Geistes, sprachen die in jedem Concerte Statt gehabten freyen Phantasien das Publicum an; hier entfaltete der Künstler seinen ganzen Ideenreichthum, seine ausserordentliche Kunstfertigkeit in ihrer vollen, blendenden Kraft. Melodie und Harmonie, Gesang und Schwierigkeit, neuester Geschmack und contrapunctische Wendungen, wechselten ab, erfreueten und imponirten zugleich. Geschickt flocht der Künstlerin seine Schöpfungen echt nationale Melodien der Holländer ein, welche Aufmerksamkeit bey dem empfänglichen Publicum ihre Wirkung um so weniger verfehlte, als Herr Moscheles, um zugleich auch die Kunstkenner zu befriedigen, diese Volksmelodien contrapunctisch ausarbeitete, und ihnen meistens ein eigenes Contrathema beygesellte. So stieg die Freude der hingerissenen Zuhörer auf das Höchste, und sie riefen jedes Mahl den seltenen Künstler hervor, um ihm nochmals für den gehabten Genuss ihren Dank zu bezeigen. Man wünschte allgemein einen so ausgezeichneten Tonsetzer und Virtuosen, der zugleich auch als Mensch liebenswürdig ist, hier zu behalten, und der Berichterstatter weiss, dass ihm von den ersten Häusern dieser Stadt sehr annehmbare Anträge gemacht wurden, wenn er sich bey uns niederlassen wollte; doch Herr Moscheles, seinen Reiseplan vor Augen habend, lehnte dieses schmeichelhafte Ansinnen standhaft ab, und wird nächstens über den Haag, Antwerpen, Brüssel und Aachen abreisen, nochmahls Frankfurt, wo man ihn mit Ungeduld erwartet, besuchen, und dann in der günstigen Zeit nach Paris reisen. Möge Segen und Freude den Spender so süsser Augenblicke überall begleiten!

….

E. T. Hermann.

Allgemeine musikalische Zeitung (October 18, 1820): 709-710.

Amsterdam. Hr. Moscheles, der rühmlich bekannte Klavierspieler und Tonsetzer aus Wien, erfreute uns am 4ten May durch ein Concert im hiesigen deutschen Theater, worin wir folgende seiner Compositionen hörten; im ersten Theile: eine Ouverture, und ein brillantes Klavier-Concert; im zweyten noch eine Ouverture, die bekaynten Variationen über den Alexandermarsch und zum Schluss eine freie Fantasie fürs Pianoforte. Hr. Moscheles erwarb sich durch seinen vortrefflichen Vortrag lauten Beyfall und wurde was hier sonst nicht üblich ist, am Schlusse des Concertes, von dem sehr zahlreich versammelten Publikum hervorgerufen. Hr. Moscheles verdiente diese Auszeichnung in jeder Hinsicht; denn was er uns zu hören gab und wie er es ausführte, sichert ihm aller Achtung. Mad. Schirmer sang im ersten Theile eine Arie von Paer sehr brav, im zweyten ein Duett mit Hry. Haberkorn.