9 November 1844

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Munich: Königliches Odeon

Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 1 florin; Gallery, 35 kreuzer

Programme

*Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Part I    
Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
From Torquato Tasso: AriaMrs. HessneckerDonizetti
Suite of Etudes: a) Andante expressivo
b) Allegro vivace; c) Ernst und Frohsinn;
d) Kindermärchen; e) Allegro di Bravura
Mr. MoschelesMoscheles
Part II    
Adagio and Rondo for Clarinet Mr. BaermannBaermann
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland
with Orchestral Accompaniments
Mr. MoschelesMoscheles
From Così fan tutte: DuetMme Diez, Mrs. RadishMozart
Free Piano Fantasia, incl. themes from
Meyerbeer’s Les Huguenots and Weber’s
Aufforderung zum Tanz
Mr. Moscheles 
Overture, Der Wassertrage Cherubini
Principal Vocalists: Mme Diez, Mrs. Hessnecker, Mrs. Radish  
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles
Conductor: Mr. Franz Lachner

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Charlotte: Hier scheint ein längerer Aufenthalt unvermeidlich, denn die Füsse einer Ballett-Tänzerin, der Elsler, stehen Moscheles’ Händen störend entgegen; sie tanzt bis zum 6. November noch sechs Mal, und absorbiert Orchester und Publikum. Spricht aber Moscheles von Abreise ohne Konzert zu geben, so widersetzt sich Alles; Kapellmeister Lachner, Graf Pocci, Graf Seinsheim, Baron Poissl, Gräfin Méjean, alle diese und noch Andere wollen für ihn laufen, sprechen oder schreiben, um einen früheren Konzerttag, als den 9. November zu erlangen. [AML II, 120.]

Charlotte: Tags nach dem Konzert ist das Zimmer überfüllt von Gratulanten und an ordentliches Schreiben nicht zu denken…nur so viel in aller Kürze, dass der Abend wunderschön war—so schön, dass ich, ihn um keinen Preis hergeben möchte. Der ganze Hof war dort, der König circulirte (wie gewöhnlich sagt man)im Zwischenact im Saal, und die jungen Mädchen behaupten, er frage dann oft: wie alt?“ und bei seiner Taubheit müssten sie laut antworten, worauf es gewöhnlich heißt: „Und noch keinen Mann!“. [AML II, 122.]

Wilhelm Kuhe: I heard Moscheles again in 1844 at Munich, when, to an already very exhausting programme, he added, at the express desire of King Louis of Bavaria, who was present, his famous variations on the Alexander March. [Kuhe, My Musical Recollection, 22.]

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Playbill

Königliches Odeon.

Sonnabend den 9. November 1844.

Großes Concert

von

J. Moscheles

Professor der k. Akademie der Musik in London,

unter gefälliger Mittwirkung der königl. Hofkapelle.

[symbol]

ERSTE ABTHEILUNG

Concert (in G moll) für das Pianoforte, componirt u. vorgetragen von J. Moscheles.

Arie aus „Torquato Tasso“ von Donizetti, gesungen von    . Fräul. Hetznecker.

Suite von Etuden                                 a) Andante espressivo,

b) Allegro vivace,

c) Ernst und Frohsinn,

d) Kindermährchen.

e) Allegro di Bravura,

Componirt und vorgetragen von……………………………………… J. Moscheles.

ZWEITE ABTHEILUNG

Adagio und Rondo für das Clarinette, componirt u. vorgetr. v C. Bärmann.

Erinnerungen an Irland, grosse Fantasie für Pianoforte

     mit Orchesterbegleitung, componirt und vorgetragen von   .    .   .   J. Moscheles.

Duett aus der Oper: „Cosi fan tutte“ v. Mozart, gesungen von Mad. Dies und

                                                                                                       Fräul. Rettich.

Freie Fantasie * auf dem Pianoforte, von   .   .   .   .   .   .   .   .   .   .    .    J. Moscheles.

Ouverture zur Oper: „Der Wasserträger“ von Cherubini.

———————————

*) Diejenigen aus dem verehrten Publikum, welche dem Concertgeben Thema’s zu dieser freien Fantasie zu geben wu2nschen. Werden ersucht, dieselben aufzuschreiben und vor Anfang der zweiten Abtheilung an den Herrn Kapellmeister Lachner zur Auswahl des Concertgebers abgeben zu lassen.

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Eintritts-Preise: In den Saal 1 fl. Auf die Gallier 36 kr.

Anfang 7 Uhr, Ende halb 9 Uhr.

Billets sind in der k. Hofmusikalien-Handlung von Falter & Sohn, und Abends

An der Kasse zu haben.

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Die Kasse wird um halb 6 Uhr geöffnet.

[D-Mbs 4227321]

Münchener politische Zeitung (October 29, 1844): 1025.

München, 29. Oct. Den Freunden der Musik können wir die sichere Nachricht geben, daß Herr Moscheles im Laufe dieser Woche hier eintreffen und bald darauf ein Concert geben wird. Wir hörten diesen ausgezeichneten Virtuosen und Componisten das Leßte Mal vor einundzwanzig Jahren. Sein Wiedeterscheinen kann uns nur höchst interessant seyn. Seine Schöpfungen als Tonseßer für das Klavier gehören zu den werthvollsten unserer Zeit. Ohne Zweisel wird Hrn. Moscheles auch hier, wie in allen größeren Städten Deutschland, die ihm gebührende begeisterte Anerkennung entgegenkommen.

Münchener Tagblatt (October 29, 1844): 1337.

J. Moscheles wird auf seiner Reise auch unsere Stadt besuchen und beabsichtiget am Montag den 4. Nov. im Odeon ein Konzert zu geben.—Der Name Moscheles überhebt uns jeder weitern preisenden Erhebung und mit uns werden sich Hunderte freuen den hochgefeyerten Moscheles nach langen Jahren wieder zu sehen und seine vollendete Meisterschaft wieder genießen zu können. Wenn man den Namen Catalani nennt, so weiß Jedermann, daß es die große Sängerin ist, bei dem Namen Paganini den großen Geiger und so bei Moscheles den großen Klavier-Virtuosen.

Die Bayerische Landbötin (October 31, 1844): 1225.

Hr. Moscheles wird im Laufe dieser Woche hier eintreffen und bald darauf ein Concert geben. Dieser ausgezeichnete Virtuos und Componist befand sich das leßte Mal vor 21 Jahren in unserer Mitte. Sein Wiedererscheinen kann uns nur höchst interessant seyn.

Der Bayerische Eilbote (November 1, 1844): 1061.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Bayreuther Zeitung (November 2, 1844): 1045.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Die Bayerische Landbötin (November 2, 1844): 1236.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 2, 1844): [1].

Moscheles ist hier angekommen, und wir werden ihn in nächster Woche hören.

Neue Würzburger Zeitung (November 6, 1844): [3].

München, 3. Nov… Samstag wird Moscheles ein Concert geben.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 4, 1844): 1088.

Moscheles, heißt es im „Correspondenten für Deutschland.“ der gestern, den 29. Oct, in München war, hat uns nun wieder verlassen, da für diesen Augenblick die Zeit zul einem Concerte selbst für ihn ungünstig ist; denn Fanni Elßler (die morgen zum ersten Mal auftritt) ist nun einmal für die nächste Zeit die Königin der Abende; doch wird der große Claviervirtuose nächstens wieder hieherkommen, um Concerte zu geben.

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (November 5, 1844): 532.

(Moscheles) hat München wieder verlassen, da für diesen Augen blick die Zeit zu einem Konzerte selbst für ihn ungünstig ist.

Der Bayerische Landbote (November 5, 1844): 1364.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-koncert

zu geben.

Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Die Bayerische Landbötin (November 5, 1844): 1241.

Moscheles ist hier angekommen und wir nächsten Samstag den 9. Nov. im großen Saale des kgl. Odeon ein großes Concert geben. Die Freunde der Musik haben demnach eine neue erwünsche Gelegenheit sich zu ergößen.

Münchener politische Zeitung (November 5, 1844): 1049.

Hr. Moscheles, der seit einigen Tagen hier verweilt, wird nächsten Sonnabend ein große Concert im k. Odeon geben.

Der Bayerische Eilbote (November 6, 1844): 1083.

Münchener Liedertafel.

1416. Mittwoch den 6. November:

Zusammenkunst im Uebungslocale

Herrn J. Moscheles zu Ehren Anfang 7 12 Uhr.

Karl Kienhöfer.

Der Bayerische Landbote (November 6, 1844): 1365.

München, 2. Nov. Moscheles erstes Conzert ist auf Sonnabend den 9. D. angesagt. Möge es dem Meister gefallen, wenn nicht in diesem, doch in einem der folgenden seine große Conzertkomposition aus G-moll uns vorzutragen, unstreitig das gediegenste und phantasiereichste seiner Werke. Auch ein anderer Pianist, Hr. Schaad aus Würzburg, welcher in mancher Pariser Saison mit Liszt, Thalberg, und Döhle würdig rivalisirte, wird einer Einladung Sr. K. Hob des Hrn. Herzog Max zufolge demnächst hier eintreffen, und wohl kaum unterlassen, auch eine öffentliche Probe seines eminenten Talentes abzulegen.

Münchener politische Zeitung (November 6, 1844): 1056.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-Concert

zu geben.

Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Münchener Tagblatt (November 6, 1844): 1370.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-Concert

zu geben. Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Die Bayerische Landbötin (November 7, 1844): 1252.

Das erste große Concert des berühmten Virtuosen J. Moscheles, Professor der k. Akademie der Musik in London, wird Sonnabend den 9. Nov. Im großen Saale des k. Odeons, unter gefälliger Mitwirkung der k. Hofkapelle Stattfinden, und wird in 2 Abtheil folgendes zur Ausführung kommen:

I. Abth. Concert (in G moll) comp. u. vorgetr. von J. Moscheles.

Arie aus „Torquato Tasso“  v. Donizetti, gef. V. Frl. Heßnecker.

Suite von Etuden. a) Andante expressivo, b) Allegro vivace, c) Ernst und Frohsinn, d) Kindermährechen, e) Allegro di Bravura, componirt und vorgetragen von Moscheles.

II. Abth. Adagio und Rondo für die Clarinette, componirt und vorgetragen von Hrn. C. Bärmann.

Erinnerungen an Irland, große Fantasie für Pianoforte mit Orchesterbegleitung, componirt und vorgetragen von J. Moscheles.

Duett aus der Oper: „Cosi fan tutte“ von Mozart, gesungen von Mad. Diez und Fräul. Rettich.

Freie Fantasie *) auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

Ouverture zur Opera: „Der Wasserträger“ von Cherubini.

* Der Concertgeber ladet das Publikum ein, Themas zu dieser freien Fantasie zu geben.

Der Bayerische Landbote (November 7, 1844): 1372.

[Same as issued in Der Bayerische Landbote on November 5]

Münchener Tagblatt (November 7, 1844): 1375.

Königliches Odeon.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844.

Großes Concert

von

J. Moscheles,

Professor an der königl. Akademie der Musik in London,

unter gefälliger Mitwirkung der k. Hofkapelle.

Erste Abtheilung:

1) Concert (in g moll) komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

2) Arie aus Torquato Tasso, gesungen von Frln. Heßnecker.

3) Suite von Etuden: a) Andante expressivo, b) Allegro vivace, c) Ernst und Frohsinn, d) Kindermärchen, e) Allegro di Bravura komponirt und vorgetragen v. J. Moscheles.

Zweite Abtheilung:

4) Adagio und Rondo für die Clarinette, komponirt und vorgetragen von Hrn. C. Bärmann.

5) Erinnerungen an Irland, Fantasie für Pianoforte mit Orchester-Begleitung, komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

6) Duett aus der Mozart’s Oper cosi fan tutte, gesungen von Mad. Diez und Fräul. Rettich.

7) Freie Fantasie auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

8) Ouverture zur Opera: der Wasserträger von Cherubini.

Eintrittsbillete in den Saal à 1 fl. auf die Gallerie à 36 kr. Find zu haben in der Falterschen Hof-Musikalienhandlung und Abends an der Kassa.

Der bayerische Volksfreund Zeitung (November 8, 1844): 716.

[Same as issued in Münchener Tagblatt on November 7]

Münchener Conversationsblatt (November 8, 1844): 360.

J. Moscheles hat die Ehre, dem verehrten Publikum anzugeigen, daß er in Folge seines nur einmaligen Auftretens in München und auf Verlangen mehrerer Kunstfreunde in seinem heutigen Konzerte seinen „Alexander-Marsch“ mit Orchester-Begleitung statt der früher angezeigten ältern Etuden spielen wird.

Münchener politische Zeitung (November 8, 1844): 1062.

München, 8. Novbr, Aus verlässiger Quelle können wir die bestimmte Nachricht geben, daß das mergen statthabende Concert des Herrn Moscheles das Einzige ist, welches dieser Künstler währen seines dermaligen Aufenthalts hier geben wird.

Nürnberger Kurier (November 8, 1844): [3].

München, 5. Nov…Hr. Moscheles, der seit einigen Tagen hier verweilt, wird nächsten Sonnabend ein großes Konzert im k. Odeon geben.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 9, 1844): 1108.

(Moscheles.) nachdem er zwei Mal in Stuttgart und zwei Mal in Augsburg mit großem Beifalle sich hören ließ, gab den 4. November in München sein erstes Concert.

Der Humorist (November 9, 1844): 1082.

Moscheles, der Senior, der Altvater aller Pianisten, unser ausgezeichneter Landsmann, hat München verlassen, ohne ein Concert daselbst zu geben!

Ach!

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 9, 1844): [1].

Das Concert unsers berühmten Gastes Moscheles findet Sonnabend den 9. d. statt.

Münchener Tagblatt (November 9, 1844): 1383.

[Same as issued in Münchener Tagblatt on November 7]

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (November 12, 1844): 1816.

Moscheles ist in München, und wollte Concerte geben, konnte aber nicht dazu kommen, da Fanny Elßler jetzt die allgemeine Aufmerksamkeit ausschließlich in Anspruch nimmt. Jetzt war sein erstes Concert bereits angekündigt.

—a.

Die Warte an der Donau (November 29, 1844): 767.

Hände und Füße im Kampfe. Moscheles konnte während der Anwesenheit der Elsler in München kein Concert veranstalten, wie wäre es erst einem Manne ergangen, der ein Concert auf dem Gehirne, z. B. eine geistvolle Vorlesung hätte geben wollen? Wie kommt es endlich, daß Dichter so wenig Sensation machen, da fiel es doch stets mit Füßen zu thun haben, die sich denn doch auch rhythmisch bewegen können.

Reviews

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 11, 1844): 1111.

Unterdessen hat unsere Hofcapelle am Allerheiligentag die Reihe ihrer großen Winterconcerte in würdigster Weise begonnen. Liszt wird nicht kommen, und sohin auch nicht concertiren. Die Ankündigung seiner nahen Ankunft in unseren Zeitungen scheint auf einer Verwechslung seiner Person mit jener Moscheles beruht zu haben. Moscheles ist in der That seit acht Tagen hier, und gibt kommenden Sonnabend, den 9. November, ein großes Concert unter Mitwirkung der Hofcapelle. Wenn unser Publikum nur bis dahiu aus der Elßler-Begeisterung wieder genug herausgekommen ist, um nicht hinter den Erwartungen des berühmten Concertgebers zurückzubleiben! Eine namhafte Anzahl anderer Gäste für die Concertsaison ist bereits angekündigt. Das ist zwar sehr schön; aber es thut Einem doch leid bei dem Gedanken, daß unter den vielen Berufenen nur höchst Wenige, zu einem auch nur leidlichen Erfolg Auserwählte sich befinden werden. Unser Kunstverein ist lange nicht so besucht gewesen, als vorgestern, in welchem ein Bild Fanni Elßlers in Lebensgröße ausgestellt war. Man mag sich über das Werk des Newyorker Künstlers freuen, wenn man des lebenden Originals nie ansichtig wurde, in diesem Augenblicke wußte aber natürlich Jeder etwas an dem Bild zu tadeln, da Jedem sein Bühnen ideal vor Augenschwebte.

Allgemeine Zeitung mit allerhöchsten Privilegien (November 11, 1844): 2523

—Moscheles gab gestern im Odeon sein Concert, das durch die Anwesenheit JJ. MM. und kk. HH verherrlich ward. Die gehaltvollen Compositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meister überall die ehrenvollste Anerkennung, selbst jetzt noch, nachdem man den Virtuosität jungerer Künstler, namentlich Liszts, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.

Münchener politische Zeitung (November 11, 1844): 1069.

Hr. Moscheles es gab vorgestern ein großes Concert im Odeonsaale, welches bei dem lebhalten Andenken, in dem das vor mehr als zwanzig Jahren hier stattgefundene Auftreten des als Compositeur, wie als Virtuos gleich ausgezeichneten Meisters steht, und bei seinem in der Zwischenzeit noch erhöhten Rufe eine außergewöhnliche Anziehungskraft üble, so daß die weiten Räume des Saales und der Gellerieen sich zeitig mit Zuhörern gefüllt hatten. Auch der Allerhöchste Hof war zugegen. Hr. Moscheles wurde gelich bei seinem Erscheinen mit Beifallszeichen empfangen, und nach jedem seiner Vorträge wiederholt gerufen. Er begann mit dem Vortrag einer seiner schönsten Compositionen, dem Concert in G-Moll, spielte einige seiner trefflichen Etüden, dann die bekannten Variationen über den Alexandermarsch und schloß mit einer freien Fantasie über gegebene Thema’s. Allgemeine sprach sich die Bewunderung seines ruhigen, klaren, aller Künstelei und Effecthascherei abholden, nur dem edleren Genius der Musik zugewandten Spieles aus. Wenn zugegeben werden muß, daß Liszt eine hinreißendere Wirkung hervorbringt, weil er mit angeborenem Talent mehr dem augenblicklichen Zuge der Begeisterung folgt, und die Iyrische, leidenschaftliche Stimmung, die ihn bewegt, den Zuhörern mit magischer Kraft unwillkürlich mittheilt, wenn er, im uns eines gewagten Ausdruckes zu bedienen, vorzugswelfe sich selbst spielt, so tritt dagegen in Moscheles die objektive Richtung entschieden hervor; man vergißt den Spielenden über seinem, in zart-empfundnen reizvollen Melodieen sich ergließenden Vortrage, und freut sich seiner Technik, da sie einer innerlich gereisten Gedankenwelt dient. Hr. Moscheles wurde bei seinem Concerte durch das k. Orchester unter Franz Lachners Leitung und durch die Mitwirkung der Dem. Hetznecker, dem. Retsich, Mad. Diez und des Hrn. Bärmann aufs beste unterflützt.

Münchener Tagblatt (November 11, 1844): 1389.

Das Conzert des großen Virtuosen Moscheles war überaus glänzend in allen Theilen und er fand die seiner hohen Kunstvollendung gebührende Würdigung durch rauschenden Empfang und Applaus. Neben dem Konzertgeber glänzte besonders noch Herr C. Bärmann in seiner eigenen Composition in einem Adagio und Rondo. Die Damen Hetzneker Rettich und Dietz trugen zum Glanze des Abends bei. Die Allerhöchsten Herrschaften beehrten dieses brillante Conzert mit Allerhöchstihrer Gegenwart.

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (November 12, 1844): 544.

(Moscheles) hat seinen Aufenthalt in München verlängert und sein erstes Konzert daselbst am 9. November gegeben.

Der Bayerische Landbote (November 12, 1844): 1389.

Gestern spielte Moscheles. Moscheles hat nur menschliche Normalzahl von zehn Fingern, also etwa 90 weniger als List. Darum hat er aber um eine Seele mehr als dieser. Nicht als ob wir damit dem Moscheles zwei Seelen zuschrieben, etwa wie sie Plato an nimmt, er bescheidet sich auch in diesem Artikel mit der Normalzahl—Einer Liszt aber hat gar keine. Darum denkt und fühlt Moscheles, Liszt aber gährt nur und explodirt. Moscheles spiel ist ein freudiges, wenn auch oft kühnes Ergehen in großartiger Gebirgsnatur mit silbernen Firnen, grüner Thaleinsamkeit, schäumenden Sturzbächen und mondbeglänzter Waldesnacht. Liszt’s Spiel dagegen ist ein sabathlicher Herenreigen um den glutspienden Krater eines Vesuv. Wir erblicken in Moscheles von jedem Gesichtspunkte her einen größeren Meister als in Liszt. Liszt ist nur der Mazeppa seiner Kunst. Er liegt diesem wilden ukrainischen Rosse hülflos auf den Rücken geknebelt, und dieses braust gleich dem losgelassenen Sturmwind mit ihm hinaus durch Waldes- und Steppenwildniß, allen Grauen einer hereindämmernden Nacht entgegen. Man hört dabei das keuchende Ausgreifen, den zermalmenden Huffschlag; springende Klaviersaiten gelten auf wie die Gier der Wolsmeute, welche seine Flucht verfolgt, und, wie an den Dornen des durch jagten Gestrüpps, kleben an der Tastatur des Liszt’schen Instruments den andern Morgen Spuren von Blut. Ein Anderes ists mit Moscheles. er läßt sich nicht tummeln von seiner Kunst, erlaubt ihr nicht, mit ihm durchzugehen. Stets zügelt und beherrscht er sie mit überlegener selbstbewußter Kraft, im kühnsten verwegensten Caprioliren sowohl, als im pathetischen Paßgang der Schule und dem tändelnden Spiel des spanischen Tritts, womit die Berberrosse der Cabalero’s unter den Balconen Madrids paradieren. Doch lassen wir von dieser Parallele zweier Celebritäten! Es ist nich nöthig, vor dem Triumphwagen Moscheles, wie im alten Rom, einen überwundenen König einherzuführen. Zu seinem Ruhme genügt, ohne alle Folie, seine Eigenthümlichkeit. Und diese entfaltete sich im gestrigen Concert gleich einem Prächtigen Fächer, dessen einzelne Stäbe, jeder in anderm Mosaik, in anderm Farbenschmuck brillirt. Fuhren wir auf den majestätischen Harmonieen des „G-moll-Concerts“ wie auf hochgehender See dahin, deren Wogenspitzen vom Silberschaum der glänzendsten Passagen leuchteten und den Flügelschlag süßer Melodieen benetzen, welche die Möven darüber hinstrichen so wiegte uns das „andantino expressivo“ gleich dem milderen Schaukeln einer zwischen schattigen Bananen aufgehängten indischen Matte in einen Halbschlummer der schmeichelndsten Gefühle, in welchem uns das plötzlich, ersprühende und in den farbigsten Gluten spielende Feurwerk des „allegro vivace“ freudig überraschte. Dann wie ein frischer Born, fröhlich riefelnd in der Ebene, zornschäumend über Felfenhänge, rauschte in „Ernst und Frohsinn“ Alles an uns hin, was die Kunst des Piano Riedliches und Zierliches in wahrhaft filigraner Ausarbeitung des Einzelnen, Und Glänzendes und Gewaltiges in der Behandlung der Massen mittels vollgriffiger Passagen und kühner Sprünge vermag. Auf den G pfelpunkt künstlerischer Möglichkeit aber steigerte sich dieß in dem auf vielseitiges Verlangen an die Stelle der „Kindermährchen“ und des „Allegro di bravura“ getretenen Alexandervariationen. Welch’ ein großartigrs, seelisch belebtes Tongemälde endlich entrollte sich in den „Erinnerungen an Irland,“ welche ästhetische Größe in dem so leicht und fließend improvisirenden Spiele mit dem gegebenen Thema, das wie der goldenen Apfel eines Jongleurs in tausen wech selnden Figuren auf und nieder stieg!—Aber wir stehen an den Marken des uns hier verstatteten Raumes. Und so drücken wir dem Meister zum Abschied die so mächtige und doch so zarte Hand, die edelste, welche je über die Tasten eines Piano glitt, denn ihrem Anschlag antwortet dieses Instrument nicht etwa, wie den Andern, mit einer Grimasse, sondern mit dem vollsten Erguß seiner Seele.

Die Bayerische Landbötin (November 12, 1844): 1265.

Das von dem hochberühmten Meister Moscheles vergangenen Samstag den 9. Im großen Saale des k. Odeons unter Mitwirkung von Mitgliedern unserer k. Hofkapelle veranstaltete Concert, war in jeder Beziehung ausgezeichnet zu nennen. Daß G moll Concert, eine Composition des Meisters—im Einklange mit Orchesterbegleitung—bildete eine Art dramatisches Fantasiegemälde voll Kraft und Leben. Moscheles, ein wahrer Künstler, ergreift den Geist und erhebr das Herz. Die herrlichsten Traumgebilde entwinden sich unter keinen ruhig dahin gleitenden Fingern aus den Saiten seines Instrumentes. Die von dem Meister vorgetragenen Etuden, welche ausser den Kindermährchen Manuscript sind, entwickelten einen Reichtbum von Bravour und Kunst, welchen man bei einmaligem Hören zu fassen kaum im Stande ist. Die Alexander-Marsch-Variationen, ein wahres Ideal aller brillanten Effecte, wurden von dem Meister mit der ihm eigenen Vollkommenheit vorgetragen und konnten nur den rauschendesten Beifall erringen. Die „Erinnerungen an Irland“ waren ein charakteristisches Stück, das die Hörer in der höchsten Spannung erhielt, bis diese in dem stürmischsten Applauses sich Luft machte. Die Improvisation zeigte den Meister in aller seiner Vielseitigkeit; die ihm aufgegeben Themas waren; der „Choral aus den Hugenotten und „Webers Aufforderung“ zum Tanze. Wie der Meister seine Aufgabe gelöst, davon zeugte der außerordentliche Beifall der Versammlung. Bei Moscheles sieht und lernt man, was das Klavier leisten kann und was es leisten soll. Moscheles Spiel ist geregelt nach den Gesetzen des Schönen, er beherrscht die Töne in einer Weise, daß, ob jubelnd, ob leise klagend, immer dieselbe Harmonie die Seele durchhebt. Wir wiederholen es: Moscheles ist ein wahrer Meister der Kunst. Würdig dem Virtuosen zur Seite standen die Leistungen der k. Hofkapelle, wie auch Hr. C. Bärmann in seiner eigenen Composition in einem Adagio und Rondo glänzte, und—welcher Kunstfreund hört nicht gerne ihre Namen!—der Damen Diez, Hetzneker, Rettich; sie heilten den Triumph des Abends. Die Allerhöchsten Herrschaften verherrlichten was von einer äußerst zahlreichen Gesellschaft besuchte Concert mit Ihrer Gegenwart.

Der Bayerische Eilbote (November 13, 1844): 1103.

11. Nov. Hr. Moscheles gab vorgestern ein großes Concert im Odeonssaale, welches bei dem lebhaften Andenken, in dem das vor mehr als zwanzig Jahren hier statt gefundene Auftreten des als Compositeur, wie als Virtuos gleich ausgezeichneten Meisters steht, und bei seinem in der Zwischenzeit noch erhöhten Rufe, eine außergewöhnliche Anziehungskraft übte, so daß die weiten Räume des Saales und der Gallerieen sich zeitig mit Zuhörern gefüllt hatten. Auch der Allerhöchste Hof war zugegen. Hr. Moscheles wurde gleich bei seinem Erscheinen mit Beifallszeichen empfangen, und nach jedem seiner Vorträge wiederholt gerufen. Er begann mit dem Vortrag einer seiner schönsten Compositionen, dem Concert in G-Moll, spielte einige seiner trefflichen Etüden, dann die bekannten Variationen über den Alexandermarsch und schloß mit einer freien Fantasie über gegebene Thema’s. Allgemein sprach sich die Bewunderung seines ruhigen, klaren, aller Künstelei und Effecthascherei abholden, nur dem edlern Genius der Musik zugewandten Spieles aus. Wenn zugegeben werden muß, daß Liszt eine hinreißendere Wirkung hervorbringt, weil er mit angebornem Talent mehr dem augenblicklichen Zuge der Begeisterung folgt, und die lyrische, leidenschaftliche Stimmung, die ihn bewegt, den Zuhörern mit magischer Kraft unwillkürlich mittheilt, wenn er, um uns eines gewagten Ausdruckes zu bedienen, vorzugsweise sich selbst spielt, so tritt dagegen in Moscheles die objective Richtung entschieden hervor; man vergißt den Spielenden über seinem, in zart empfundnen reizvollen Melodieen sich ergießenden Vortrage, und freut sich seiner Technik, da sie einer innerlich gereiften Gedankenwelt dien. Hr. Moscheles wurde bei seinem Concerte durch das k. Orchester unter Franz Lachners Leitung und durch die Mitwirkung der Dem. Hetzenecker, Dem. Rettich, Mad. Diez und des Hrn. Bärmann aufs beste unterstützt.

Allgemeine Theaterzeitung Neue Würzburger Zeitung (November 13, 1844): [3].

München, 10. Nov. (Privat-Correspondenz.) Moscheles, der längst berühmte Compositeur und Clavierspieler, gab gestern im k. Odeon ein Concert, bei welchem unsere allerhöchsten und höchsten Herr schaften und ein zahlreiches Publikum zugegen waren. Moscheles Vorträge wurden, wie dies zu erwarten stand, mit großem Beifalle aufgenommen und der Meister vielmals gerufen.

Nürnberger Kurier (November 13, 1844): [3].

München, 10. Nov. Moscheles gab gestern im Odeon ein Konzert. Die gehaltvollen Kompositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meister überall die ehrenvollste Anerkennung, selbst jetzt noch, nachdem man der Virtuosen jüngerer Ku2nstler, namentlich Liszts, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 14, 1844): [1].

München, 10. Nov. Gestern Abend haben JJ. kk. Majestäten, so wie J. Maj. die Kaiserin Wittwe von Brasilien und Prinzenssin Allexandra, dem Concerte beigewohnt, welches Moscheles im k. Odeon gab. Der Berühmte Komponist und Meister des Klaviers erntete von einem zahlreichen und auserlesenen Publikum den Beifall, den seine herrlichen Kompositionen und sein meisterhaftes Spiel verdienen.

Nürnberger Kurier (November 14, 1844): [1].

München, 11. Nov…Moscheles, dem schon vor zwei Jahrzehnten berühmten Pianisten und Komponisten, wurde in seinem Konzerte vorgestern sowohl von dem allerh, und höchsten Herrschaften als von dem zahlreich anwesenden Publikum reicher Beifall zu Theil. Besonders waren es seine herrlichen Variationen über Händels Alexanders-marsch, die so sehr ansprachen.

Augsburger Postzeitung (November 15, 1844): 1258.

Moscheles hat am letzten Samstag sein Concert gegeben und großen Beifall geernet für sein weniger phantastisches, aber desto gediegeneres Spiel.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 16, 1844): 1132.

Nächste Woche wird der berühmte Pianist Moscheles aus Paris, der jetzt in München Furore macht, in Wien erwartet.

Der Wanderer im Gebiete der Kunst und Wissenschaft, Industrie und Gewerbe, Theater und Geselligkeit (November 20, 1844): 1116.

(München.) Moscheles gab am 9. Nov. im Odeon sein Concert, das durch die Angewohnheit Ihrer Majestäten und königlichen Hoheiten verherrlicht ward. Die gehaltvollen Compositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meiner überall die ehrenvollste Anerkennung selbst jeßt noch, nachdem man der Virtuosität jüngerer Künstler, namentlich Liszt’s, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.                                                                                      (A. Z.)

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 21, 1844): 1148.

Kaum hat uns Moscheles, der am letzten Sonnabend ein großes Concert gegeben hat, verlassen, so erwartet uns schon ein anderer ähnlicher Genuß.

6 November 1844

Music Festival in Honour of Moscheles by the Music Societies Neu-England and Münchener Liedertafel

 

Munich: englischen Kaffeehause

Programme

Overture, Die Zauberflöte for pianoMr. MoschelesMozart
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Reviews

Augsburger Postzeitung (November 8, 1844): 1237.

München, 7. Nov. Was Ihr verhrlicher Corresponden (D) in Nrv. 309 der Postzeitung über die Profanirung resp. Zerstückelung einer Mozart’schen Symhonie in Entreacte gemeldet, bedarf insoferne leider einer Berichtigung, indem nämlich nicht eine—sondern drei Symphonien aufgelegt, du das aus jeder ein Saß, resp. ein Theil herausgerissen und producirt wurde.  Gleichsam als wollte der edle solide Künstler Moscheles die Mozart angethane Schmach fühnen, nahm er gestern die Büste des gefeierten vor sich hin in der Production der Liedertafel, Moscheles zu Ehren veranstaltet, und im begeisternden Anblicke spielte Moscheles eine Melange aus den ausgezeichnetsten Werke Mozarts, und besonders die Ouvertüre zur Zauberflöte mit gewohnter Meisterhand.

Der Humorist (November 13, 1844): 1082.

(Moscheles in München.) Am 6. d. M., Abends, gaben die Musikvereine „Neu-England“ und „Münchener Liedertafel“ im englischen Kaffeehause zu Ehren Moscheles ein musikalisches Fest, welchem der größte Theil der Musikfreunde aus den höhern Ständen beiwohnte. Moscheles, Professor der königl. Akademie der Musik in London, ein geborner Prager, der erste Pianist, welcher es unternahm, Kunstreisen zu machen, und Concerte auf dem Fortepiano zu geben, ist durch sein wahrhaft klassisches Spiel und durch die Fertigkeit. Gewandtheit und Sicherheit seines Vertrages den ersten jetzt lebenden Virtuosen anzureihen, wie auch durch seine meisterhaften Kompositionen, welche besonders in den Adagios Ihresgleichen suchen, den größten Meistern dieses Instrumentes an die Seitezu stellen.                                                                                              („Korresp.“)

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (November 16, 1844): 552.

(Moscheles) wurde in München von dem Musikvereine „Neu England“ und „Münchner-Liedertafel“, ein musikalisches Fest veranstaltet, das außer dem Gefeierten und den Mitwirkenden von einer großen Anzahl Freunde und Verehrer des großen Künstlers besucht war.

Der Humorist (November 16, 1844): 1104.

Professor Moscheles aus London

ist bereits in Wien angekommen. Ueber sein ruhmvolles Auftreten in München und die ihm von allen Freunden wahrer, wesentlicher, innerlicher Kunstbestrebungen zu Theil gewordene Auszeichnung und Verehrung haben wir bereits Bericht gegeben! Was uns seine Concerte erwarten lassen, weiß Zeder, der kein Fremdling in der Musikwelt ist.

Sonntagsblätter (November 17, 1844): 1092.

Moscheles konnte während der Anwesenheit der Elßler in München kein Konzert veranstalten; wie wäre es erst einem Manne ergangen, der ein Konzert auf dem Gehirne, z, B., eine geistvolle Vorlesung, hätte geben wollen? Wie kommt es endlich, daß Dichter so wenig Sensazion machen, da sie es doch stets mir Füßen zu thun haben, die sich denn doch auch rhithmisch bewegen können.