19 October 1840

 Party for Ignaz Moscheles by Felix Mendelssohn

Leipzig: Gewandhaus

Time: Evening, Six o’Clock

Programme  

Part I  
Overture, Leonore No.1 Beethoven
Overture, Leonore [No.2] Beethoven
Psalm 42, ‘Wie der Hirsch schreit’Solo: Mme Frege; Full Chorus of 160 singers, OrchestraMendelssohn
Hommage à Händel,
Grand Duet for Two Pianos
Messrs. Mendelssohn, MoschelesMoscheles
Part II  
Overture, The Hebrides Mendelssohn
Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
Triple Concerto for three Pianofortes (BWV 1063)Mme Schumann, Messrs. Mendelssohn, MoschelesMoscheles
Characteristic StudiesMr. MoschelesMoscheles
Principal Vocalists: Mme Frege
Principal Instrumentalists: Mme Schumann, Messrs. Mendelssohn, Moscheles
Conductor: Mr. Felix Mendelssohn

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Moscheles [10 October]: Heute Morgen bei der Probe bin ich von Limburger, Kistner, David, Härtel, Schumann und Frau mit offenen Armen empfangen. Alle wollen wissen, ob ich leiben und spielen will, Mendelssohn sagt: „nur bleiben, hier bleiben, ein eigenes Konzert geben und im Abonnements-Konzert spielen“; doch bin ich noch ganz unentschieden. [AML II, 64.]

Moscheles [11 October]: Ich hatte eine grosse Abrechnung mit Kistner; dann kamen er und Baurath Limburger als Deputirte der Koncert-Direction; aber ich konnte ihren Antrag Donnerstag über 8 Tage im Abonnements-Concert zu spielen, wegen Zeitmangels nicht annehmen. Ein eigenes Concert gebe ich auch nicht und seitdem diese Beschlüsse feststehen, bereitet Mendelssohn eine ähnliche Fete im Gewandhaus vor, wie er sie Liszt gab. [AML II, 64.]

Moscheles [to a letter to his wife on 18 October]: Die Directoren sind wiederholt zu mir gekommen, um mich zum Spielen am 22. zu bereden, Mendelssohn that dasselbe, ich blieb standhaft; „möglich“, sagte ich, „dass ich zum Concert am 29. wieder hier bin, wenn ich über Leipzig komme“.

[AML II, 67-68.]

Moscheles: Ich werde dringend gebeten, über Leipzig zurückzukommen und im Abonnements-Konzert zu spielen; doch überlege ich noch und habe nichts versprochen. [AML II, 68-69.]

Moscheles: Bei der Fête im Gewandhaus, die mir Mendelssohn gab, waren 300 von ihm geladene Zuhörer, die zu den beiden Seiten der drei Härtel’schen Klaviere saßen, der Saal herrlich beleuchtet, das Orchester voll, der Chor 140 stark. Es war schön zu sehen, wie Mendelssohn und seine anmutige-Frau vor Anfang der Musik den Gästen die Honneurs machten, wie sie bei den in der Pause gereichten Erfrischungen für Alle sorgten. Hier das Programm:

Erster Theil.

Die zwei Leonoren-Ouvertüren, mit Eifer und Begeisterung vorgetragen.

Mendelssohn’s 42. Psalm. Ein herrliches Werk, die Soli von Mme Frege vortrefflich gesungen.

Hommage a Händel, von Felix und mir. brüderlich begeistert.

Zweiter Theil

Hebriden-Ouvertüre.

Mein G-moll-Concert.

Mit Felix’ Direction des Orchesters ging Alles vortrefflich, es misslang Nichts, ich spielte begeistert, Chorley behauptet, besser als jemals zuvor. Der Beifall rauschend. S. Bach’s TripIe-Concert von Mme. Schumann, Felix und mir—wie, kannst Du denken. Zum Schluss noch Etüden von mir. [AML II, 68.]

Clara Schumann: Sonntag d. 18 probirten wir, Moscheles, Mendelssohn und ich das D moll Concert von Bach für 3 Claviere, und noch Anderes. Moscheles scheint mir doch in der letzten Zeit bedeutende Rückschritte im Spiel wie (de) in der Composition gemacht zu haben. Es ist auch natürlich—er wird nun alt. Warum so viele Künstler es darin versehen, daß sie sich überleben! ich sollte meinen, das müßte doch ein Jeder fühlen, wenn er Rückschritte macht, und zeitig genug sich von der Oeffentlichkeit zurückziehen! der arme Moscheles, er dauert mich, er muß doch sehen wie nach und nach der Enthusiasmus für ihn erlöscht, und das muß ihn doch schmerzen.

[Robert Schumann, Robert Schumann Tagebücher: 1836-1854, ed. George Eismann, vol. 2, 3 vols (Stroemfeld/ Roter Stern, 1971), 114.]

Clara Schumann: Montag d. 19…Die Soiree von Mendelssohn im Gewandhaus war brillant, es gab aber der Musik zu viel, und es herrschte kein rechtes Anima in dem Ganzen, wie es bei Liszt’s Anwesenheit damals gewesen sein soll.

Vorgetragen wurden: Die bei den Ouvertüren von Beethoven zu Leonore, der Psalm »wie der Hirsch schreit« von Mendelssohn, die Hebriden-Ouvertüre, Hommage à HändeI von Moscheles, von ihm und Mendelssohn vorgetragen, das G moll von Moscheles und das Tripel-Concert von Bach. Die Leonoren-Ouvertüre (die Erste) war für mich die Krone des Abends; die Zweite, auch in C dur, scheint mir nicht so aus einem Guß, kommt mir mehr vor wie der Entwurf zur Großen, enthält aber auch Herrliches, und ist höchst interressant, besonders (eben) wenn man die Erste genau kent. Im Psalm sang die Doctor Frege mit schöner klangvoller Stimme, und gutem Vortrag. Ich freute mich sie nach vielen Jahren, einmal wieder zu hören. Das Hommage à Händel und das G moll Concert von Moscheles gefiel mir nicht. Die Composition bei der Pieçen ist so schön, das G moll Concert in so edlem Styl geschrieben, und wurde vom Componisten so gar nicht meisterlich vorgetragen. Es thut mir leid diesen letzten Eindruck vom Componisten zu haben!—

Das Concert von Bach ging ziemlich gut; ich war nicht animirt, das kann auch gar nicht sein, wenn man 2 Stunden hindurch durch Musik geistig so abgespannt ist, wie ich es war! an Bach muß man mit immer frischen Kräften gehen.

Jetzt wird, hoffe ich, wieder etwas mehr Ruhe in unser Lebenkomen – wir sehnen uns sehr darnach! [Schumann, Robert Schumann Tagebücher: 1836-1854, vol. 2, 115.]

Invitation enclosed to a letter sent by Moscheles to his wife in London

[Felix Moscheles continues]: The “musical evening party” turned out a most brilliant one. Moscheles describes the bright and festive scene, and the charming way in which Mr. and Mrs. Mendelssohn received their three hundred guests. The chorus of one hundred and forty voices was most effective, and the Gewandhaus orchestra was never heard to better advantage. [FM.IML, 213.]

Letter: Mendelssohn to Karl Klingemann. Leipzig, 26 October 1840.

Die Tage seines [Moscheles] hiesigen Aufenthaltes waren für uns alle sehr angenehm, und ich hoffe für ihn auch ein wenig. Er wohnte hier in meiner Eckstube, und wir lebten wie die eingefleischtesten deutschen Spiessbürger, und als wäre es seit 20 Jahren nicht anders gewesen; morgens kam Carl in seine Stube und sah zu, wie er sich anzog und rasierte, abends lasen wir abwechselnd in der Allgemeinen Zeitung, hierauf wurde musiziert, einige Male mit, einige Male ohne Gesellschaft. Moscheles spielte viel und vortrefflich; zum Schluss seines Aufenthaltes gab ich ihm eine grosse soiree von gegen 400 Personen auf dem Gewandhaus, mit Chor und Orchester, wo er sein g moll-Konzert, sein hommage à Händel mit mir, Bachs Tripelkonzert mit Clara Schumann (Wieck) und mir, und einige Etuden spielte, und wo ausserdem Beethovens Leonoren-Ouvertüren (die eine bekannte, die andere Manuskript), mein 42. Psalm von 160 Dilettanten gesungen, dann meine Hebriden-Ouvertüre vorkamen; die Leute waren alle in der vergnügtesten Stimmung und Moscheles schien an ihrem Gefallen Gefallen zu finden.

[Karl Klingemann, Felix Mendelssohn-Bartholdys Briefwechsel mit Legationsrat Karl Klingemann (Essen: G. D. Baedeker, 1909), 249]

Letter: Mendelssohn to his mother Lea Mendelssohn. Leipzig, 27 October 1840.

Ob Moscheles wieder hier durchkommt, ist noch zweifelhaft; die Zeit seines Aufenthalts hier war sehr behaglich; er wohnte in unserm Eckzimmer, und es wurde ziemlich den ganzen Tag musicirt. Carls Vortrag des Matelliedes har er sogar aufs zierlichste in Noten geschrieben, und seiner Frau brieflich zugeschickt, dafür frägt der auch jeden Morgen Onken Moschenes. Die Fête im Gewandhaus war wieder sehr hübsch und hat allen große Freude gemacht; die Musik ging gut und klappte nach Herzenslust, namentlich in meinem 42sten Psalm. Das Hauptstück war Moscheles‘ gmoll Concert, das er trefflich spielte, und von dem Orchester ohne Probe fehlerfrei begleitet wurde, außerdem spielte er noch mit Clara Schumann (Wieck) und mir das Bachsche TripelConcert, und mit mir das hommage à Händel; zum Schluß noch einige Etuden. Und mit dem Orchester spielten wir noch die beiden Ouvertüren zu Leonore von Beethoven, und meine Hebriden. Es waren gegen 350 Personen da, und alles wäre gut gewesen, aber–ein Fehler verdarb das Beste! Es waren nicht genug Spritzkuchen da! Wir hätten können die Leonorenouvertüre umwerfen, und im gmoll Concert stecken bleiben, wären nur genug Spritzkuchen da gewesen. Es standen doch 300 auf der Rechnung, und noch 100 andre Kuchen—Aber niemand will was davon bekommen haben. Wo sind sie hin? Das ist sehr hart, Mutter. Der Bischof hat uns wieder rausgebissen; der floß in Strömen, und fachte unser Feuer an, wie der Regen um Lustgarten. Es war auch Cardinal da. Hierauf kam das gmoll Concert, und wir nahmen das erste tempo des tutti viel zu langsam, offen bar weil es an Spritzkuchen gefehlt hatte. Die Thomasschüler sollen sie alle in die Tasche gesteckt haben, behauptet der Conditor; genug wir haben keine gekriegt. Von unsern beiden Sängerinnen, Mlle. List und Mlle. Schloss sage ich nichts und verweise [au]f Scleinitz, ebenso von der silbernen Hochzeit der Leipziger Liedertafel, vo[n] der ich mich noch nicht wieder ganz erholen kann. [MSB, 7, 314.]

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Neue Zeitschrift für Musik (October 14, 1840): 124.

Hr. Moscheles wird dieser Tage in Leipzig erwartet; er hat die Reise mit MD. Mendelssohn zusammen gemacht.

Reviews

Neue Zeitschrift für Musik (October 24, 1840): 136.

Hr. Prof. Moscheles war über 8 Tage in Leipzig und erfreute im kleineren Kreise seine zahlreichen Verehrer durch sein Spiel. Oeffentlich aufzutreten beabsichtigt er nicht mehr. Er reist von hier in seine Geburtsstadt Prag und dann nach England zurück. In seiner Begleitung befindet sich der geistreiche englische Literat Mr. Chorley,“ von dessen Musik briefen früher einmal die Pariser Gazette musicale mit theilte.

Zeitung für die elegante Welt (October 24, 1840): 836

[Moscheles in Leipzig.]

Seinem Gaste aus England zu Ehren veranstaltete Mendelssohn-Bartholdy im leipziger Gewandhause eine Soirée, wo es den Freunden der Kunst vergönnt war, den Vater des heutigen Clavierspiels zu hören. Der glänzenden Leistungen des Orchesters, welches zwei Leonoren-Ouvertüren (Nr. 3 u. 2.) ohne Probe ausführte, werde hier nicht weiter gedacht; da aber Moscheles nicht mehr öffentlich spielt, so sei es gestattet, ihm bei dieser Gelegenheit die Huldigung zu bringen, die der Veteran in Anspruch zu nehmen hat. Er spielte mit Mendelssohn sein allgemein beliebtes Duett Hommage à Händel, sein G-moll-Concert (Satz 1 u. 2.) und mit Mendelssohn und Fr. Dr. Schumann (Clara Wiek) Bach‘s Triple; zum Dessert gab der Ehrengast noch allerlei liebliche, pikante Kleinigkeiten. Das G-moll-Concert hörten wir schon früher in Leipzig von ihm. Das Urtheil über Moscheles’ Spiel ist längst festgestellt, nur scheint es, als verwende er auf Vortrag und Ausdruck noch mehr Aufmerksamkeit, seit dem er in der Technik abgeschlossen. Somit stände der Altmeister nicht still, während freilich ein jüngeres Virtuosenthum rasch an ihm vorüberstürmte, ohne ihm die Palme zu entreißen, aber doch nach neuen Palmen eroberungslustig.

Revue et Gazette Musicale de Paris (November 1, 1840): 517.

 *** Leipsig,—Moschelès a passé ici il y a quelque temps en allant à Prague pour voir et embrasser encore sa vieille mère. Son intention n’était pas de se faire entendre une seule fois pendant ce voyage, mais lors de son arrivée ici. Il s’est trouvé tellement circonvenu par les heureuses importunités de Mendelsohn, qu’il lui a fallu paraître dans une fêle musicale organisée eu sou honneur dans la salle de Gewandhaus, fêle qui n’a été d’ailleurs que pour les intimes de ces deux grands artistes. Il y a joué son concerto en ut mineur, sou hommage à Haendel, exécuté avec Mendelsohn, et le triple concerto de Bach, avec Mendelsohn et madame Schumann, née Clara Wiek. En revenant de Prague à Londres, Moschelès ne s’arrêtera nulle part. Voici ce que nous apprenons sur les voyages d’autres artistes.

Jahrbücher des deutschen National-Vereins für Musik und ihre Wissenschaft (November 19, 1840): 375-376.

Leipzig am 23. Okt. Seinem Gaste Moscheles zu Ehren veranstaltete Mendelssohn-Bartholdy im Gewandhause eine musikalische Abendunterhaltung, bei welcher es uns auch vergönnt seyn sollte, jenen Altmeister, den man wohl den Vater des heutigen Klavierspiels nennen dürfte, zu hören und zu bewundern. Mit Mendelssohn zusammen trug er sein beliebtes Duo Hommage à Händel, dann den ersten und zweiten Satz aus seinem G-moll-Concert und mit Mendelssohn und der Wieck (jetzt Mad. Schumann) gemeinschaftlich endlich Bach’s Triple vor. Einige Kleinigkeiten weiter mochten als Dessert gelten sollen, welches uns der Ehrengast schenkte. Hinsichtlich der Technik hat Moscheles längst abgeschlossen, aber was Ausdruck, was die Wahrheit und den Ernst des Vortrags anbelangt, möchte es scheinen, als verwende er darauf ungleich mehr Aufmerksamkeit denn ehedem, und so—will es mich bedünken—ist der Altmeister doch nicht stille gestanden, obschon er nicht mehr öffentlich aufzutreten pflegt und obschon ein jüngeres Virtuosenthum rasch an ihm vorbeistürmte, nach neuen Palmen begierig, ohne ihm die wohl erworbenen zu entreißen. Unser Orchester spielte in jener Unterhaltung Nr. 2 und 3 der bekannten Leonoren-Ouverturen, und zwar ohne Probe, was, ihren Berichten zufolge, den hiesigen unmusikalischen Journalisten ein gewaltiges Staunen abgezwungen zu haben scheint, aber doch wohl eine ganz gewöhnliche Erscheinung ist, wenn man bedenkt, daß die beiden Ouverturen schon oft genug executirt wurden.

Allgemeine Musikalische Zeitung (November 25, 1840): 988-989.

Leipzig, den 20. November 1840. Bevor wir in der Besprechung der öffentlichen hiesigen Musikleistungen fortfahren, wollen wir diesmal mit wenigen Worten zweier Künstler, der Herren Prof. J. Moscheles und Oberst Alexis Lvoff, Adjutant des Kaisers von Russland, gedenken, deren Anwesenheit in Leipzig wir aus gezeichnete Kunstgenüsse verdanken. Leider hatte Herr Moscheles, den an ihn ergangenen dringenden Aufforderungen, in einem unserer Gewandhaus-Konzerte zu spielen, aus Mangel an Zeit nicht entsprechen können, und es entging somit unserm musikliebenden Publikum ein Genuss, auf den es sich lange schon Hoffnung gemacht und gefreut hatte. Um diesen Verlust soviel wie möglich auszugleichen, war Herr Dr. Mendelssohn-Bartholdy so gütig, eine bedeutende Zahl hiesiger Kunst freunde am 19. Oktober dieses Jahres zu einer grösseren musikalischen Privatunterhaltung im Saale des Gewandhauses einzuladen, an welcher Theil zu nehmen auch uns freundlichst gestattet wurde. Wir hörten darin: Ouverture No. 1. und 2. zu Leonore von Beethoven; den 42sten Psalm von Mendelssohn-Bartholdy; Hommage à Hände von Moscheles, gespielt von ihm und Mendelssohn; Ouverture zu den Hebriden von Mendelssohn-Bartholdy; Konzert für Pianoforte (G moll) von Moscheles, von ihm meisterhaft vorgetragen; Konzert für 3 Pianoforte von Seb. Bach, vortrefflich gespielt von Moscheles, Mendelssohn und Frau Dr. Klara Schumann geb. Wieck.—Man kann sich wohl denken, welch hohen Genuss der Vortrag so vortrefflicher Stücke und die Leistungen solcher Künstler bieten mussten.

The Musical World (April 8, 1854): 222.

…on the 19th of this month [October], in the large concert room of the Gewandhaus, Bach’s triple concerto was given by Schumann, Moscheles, and Mendelssohn

15 October 1840

Clara Schumann’s First Soiree

Leipzig: Robert Schumann’s Residence

Programme  

LiederFräulein ListMendelssohn
LiederFräulein ListSchumann
Piano TrioMme Schumann, Messrs. 
Mendelssohn, Moscheles
Moscheles & Mendelssohn
StudiesMr. MoschelesMoscheles
Principal Vocalists: Fräulein List
Principal Instrumentalists: Mme Schumann, Messrs. David, Mendelssohn, Moscheles

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Robert Schumann: Donnerstag…»Erste Soiree bei Mad. Schuman« – Klara sah ganz fein in ihrem Häubchen. An 20 Gäste, auch ein Fürst. Klara spielte die Trio’s, die ich vorher nannte; Eliste [List] sang ein Paar Lieder von mir, u. eines von Mendelssohn, keines aber ganz gut. Klara badete dafür die ganze Gesellschaft in schöner Musik, daß sie auch ordentlich wie gebadet und frisch und heiter war. So war auch der Abschied um Mitternacht.

[Robert Schumann, Robert Schumann Tagebücher: 1836-1854, ed. George Eismann, vol. 2, 3 vols (Stroemfeld/ Roter Stern, 1971), 113.]

Robert Schumann: So spielte sie [Clara] vorigen Sonntag früh die C Dur Sonate von Beethoven, wie ich es noch nicht gehört; so vor Moscheles einige der Kreislerstücke, u. Donnerstag Abend in einer Soiree, die wir gaben, die Trio’s von Moscheles und Mendelssohn.

[Robert Schumann, Robert Schumann Tagebücher: 1836-1854, ed. George Eismann, vol. 2, 3 vols (Stroemfeld/ Roter Stern, 1971), 113.]

Moscheles [on 18 October]: Gestern waren wir zusammen bei Schumann’s, die ihre Soiree im eigenen Hausstand gaben. Sie spielte mein Trio und das von Mendelssohn meisterlich schön und kräftig; David accompagnirte, zum Schluss musste ich noch Etüden spielen. Fräule in List sang einige Lieder niedlich. [AML II, 64.]


Notes: It seems that Charlotte got the date wrong.

13 October 1840

Soiree

Leipzig: Felix Mendelssohn’s Residence

Programme  

Free Piano FantasiaMessrs. Mendelssohn, Moscheles 
Piano Concerto No.4 in E majorMr. MoschelesMoscheles
StudiesMr. MoschelesMoscheles
Quartet David
Principal Instrumentalists: Messrs. David, Mendelssohn, Moscheles

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Moscheles: …the Mendelssohns’ gave an evening party, when David’s quartet playing was admirable. I played my E major Concerto and Studies. To end up, Felix called for my repertoire of tricks on the piano, and we extemporized together as a finale, a production quite as good as our last effort in London. [RMM, 272.]

11 October 1840

Dinner

Leipzig: Ferdinand David’s Residence

Programme  

Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Violin Concerto in D majorMr. David; Piano Accomp.: Mr. MendelssohnDavid
Principal Instrumentalists: Messrs. David, Mendelssohn, Moscheles

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Moscheles: At 2.30 we dined at David’s, where we met Cecile’s sister, Madame Schunck, and her husband; she is a bright, clever woman. Madame David too was a new and very agreeable acquaintance; her manners are very refined. David played us after dinner his new violin Concerto in D major, which is certain to create a general sensation; Mendelssohn accompanied, then I had to extemporize, and I hope tolerably well. [RMM, 271-272]