1 October 1832

Benefit Concert for the Pension Fund of the Theater Orchestra

Hamburg

Programme

Piano Concerto No.5 in C majorMr. MoschelesMoscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Reviews

Allgemeiner Musikalischer Anzeiger (October 18, 1832): 168.

Moscheles befindet sich gegenwärtig in Hamburg. Er hat zu seinem Vortheile daselbst kein Concert gegeben, aber am 1. October einen wohlthätigen Zweck befördern geholfen, und in einem Concerte zum Besten des Pensionsfondes des dortigen Theaterorchesters sein neuestes C-dur-Concert…gespielt. Daß man über sein Spiel entzückt war, versteht sich von selbst. Dem Vernehmen nach gedenkt dieser große Virtuose von Hamburg nach Berlin zu gehen, um daselbst ein Concert zu geben. Von Berlin will er eine Rheinreise zu seinem Vergnügen unter nehmen, und dann über Calais nach London zurückkehren

30 November 1829

Ignaz Moscheles’ Concert

Hamburg


Note: I did not locate any reviews to support that the concert did take place. It may have been a private soiree.

Advertisements

Kiøbenhavnsposten (November 19, 1829): 750.

Moscheles befindet sich gegenwärtig in Hamburg. Er hat zu seinem Vortheile daselbst kein Concert gegeben, aber am 1. October einen wohlthätigen Zweck befördern geholfen, und in einem Concerte zum Besten des Pensionsfondes des dortigen Theaterorchesters sein neuestes C-dur-Concert…gespielt. Daß man über sein Spiel entzückt war, versteht sich von selbst. Dem Vernehmen nach gedenkt dieser große Virtuose von Hamburg nach Berlin zu gehen, um daselbst ein Concert zu geben. Von Berlin will er eine Rheinreise zu seinem Vergnügen unter nehmen, und dann über Calais nach London zurückkehren

Ifølge derom allerede tidligere skeet Indbydelse og hans Løfte derom, vil Moscheles lade sig hore i Schlesvig og Flensborg, førinden han tager til Hamborg, hvor hans Concert er ansat til den 30te dennes. Uagtet den fordobblede Entreepriis af 2 Rbd. pr. Billet, vare igaar næsten alle Billetter til Concerten imorgen udsolgte.

Dagen (November 21, 1829): [2].

Den 25des dennes agter Hr. Professoren allerede at give Concert i Flensborg, den 26de i Slesvig, og den 30te i Hamborg.

Kiøbenhavnsposten (November 23, 1829): 758.

I Løverdags reiste Moscheles allerede herfra, for paa Torsdag og Fredag at give de bestemte Concerter i Flensborg hvorfra og Slesvig; han tager til Hamborg, for der paa Mandag at give en Concert. Hs. Majestæt Kongen har hærdet den berømte Kunstner ved Overrækningen af en kostbar Gulddaase.

Den til Forsendelse med Brevposterne Kongelig allernaadigst (alene) privilegerede Aarhuus Stifts-Tidende (November 28, 1829): [4].

(Af Kiøbenhavnsposten, den 23de November.)

I Løverdags reiste Moscheles allerede herfra, for paa Torsdag og Fredag at give de bestemte Concerter i Flensborg hvorfra og Slesvig; han tager til Hamborg, for der paa Mandag at give en Concert. Hs. Majestæt Kongen har hærdet den berømte Kunstner ved Overrækningen af en kostbar Gulddaase.

n.d. February/March 1825

[Concert]

Hamburg: Freimaurerloge

✗Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …in der Freimaurerloge, für verschiedene Künstle. [AML I, 98.]

24 February 1825

Ignaz Moscheles’ Concert

Hamburg: Apollosaal

↓Programme

Free Piano Fantasia  
Romance, ‘Der Abschied der Troubadours’ for Voice, Piano, Violin and Guitar (words by Castelli)Miss Pohlmann, Messrs. Moscheles, Petersen, RudersdorfΜοscheles & Mayseder & Giuliani
Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
Principal Vocalists: MissPohlmann
Principal Instrumentalists: Messrs. Moscheles, Petersen, Rudersdorf

———————————

Charlotte: …[Moscheles] spielte drei Mal im Theater…[Moscheles] gab zwei eigene Concerte in Hamburg, im Apollosaal, spielte drei Mal im Theater, dann in Lüneburg und Altona. [AML I, 98.]

Review

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (March 26, 1825): 147.

Aus Hamburg, am 25. Feb. 1825…Der allgeseyerte, und allen öffentlichen Blättern mit verdienter Ausezeichnung gennante Musikheros, J. Moscheles, den wir bereits in sechs glänzenden Concerten zu bewundern das Glück hatten, veranstaltete ebenfalls am 24. Febr. d. J. im Apollo-Saale eine große musikalische Akademia, und midmete mit edler Menschenfreundlichkeit die gessamte Einnahme, den armen durch die Sturmfluthen schwer dedrängten Künstenbewohnern. Er spielte darin, unter freundlicher Mitwirkung der vorzüglichsten Opern-Mitglieder des Stadttheaters, ein von ihm selbst componirtes Pianoforte-Concert in G-moll und dann eine freye Fantasie, und zwar auf einem herrlichen Wiener-Fortepiano von Brodmann, welches sich der öfterr. Gesandte Hr. Baron von Binder nach Hamburg verschrieben. Er erarb sich durch seinen meisterhasten, jede Schwierigkeit überflügelnden Ideenfülle, die einstimmigste Bewunderung und Beyfallsbezeugung. Den Beschluß machte »der Abschied des Troubadours« (Gedicht von Castelli) concertirende Composition für Gesang, Pianoforte, Violine und Terz-Guitarre, componirt von Moscheles, Mayseder, und Guiliani, vorgetragen von Dem. Pohlmann und Herren Moscheles, Petersen und Rudersdorf. Der Concertsaal war überfüllt, und der volle Ertrag belief sich auf 300 Mark Courant. Ein junger fantasiereicher Mann, Dr. B. Wolff, der als deutscher Improvisator hier schon viele Proben seines entschieden Talentes und seiner Vielseitigkeit in vielen Fächern des Wissens an den Tag legte, versatzte für diese Gelegenheit ein Gedicht, welches von Dem. Schneider gesprochen, sich einer so günstigen Aufnahme erfreute, daß ich es Ihnen hier und zwar mit Erlaubniß des Verfallets mittheilen muß:

»Des Sänger Kraft.

Einleitendes Gedicht

zu einer

concertirenden Composition:

der

»Abschied der Troubadours«

Gegeben im Concerte

Von I. Moscheles

am 24. Februar 1825.

….Moscheles verdient durch diese Akademie am so mehr, daß ihm neu Blätter in den frischen Kranz seines Ruhms geflochten werden, indem er hier seine hohe Kunst für einen edlen Zweck ausübte! Anfangs März wird er unsere Stadt verlassen, und mit Dem. Sara Embden, der Tocher eines sehr reichen hiesigen Banquiers, die er sich hier zu seiner Gattinn erkoren über Paris nach London reisen.

7 February 1825

[Concert]

Altona, Hamburg: Museum

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …[Moscheles] spielte drei Mal im Theater…[Moscheles] gab zwei eigene Concerte in Hamburg, im Apollosaal, spielte drei Mal im Theater, dann in Lüneburg und Altona. [AML I, 98.]

Reviews

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (February 16, 1825): 56.

Hamburg, den 8. Februar.

Herr Moscheles, der sich auch bei Ihnen soviel Bewunderer und Freunde erworben, hat sich hier (nachdem er in Magdeburg und Braunschweig mit grösstem Beifall gespielt) bereits am 24. und 27. Januar im Apollosaal, am 29. im Theater, am ersten Februar im Klengelschen Konzerte und am 7. Februar im Museum zu Altona hören lassen und wir haben sichere Hoffnung, ihn noch recht oft öffentlich zu hören. Nächstens mehr über diesen wahrhaft grossen Künstler.

S.

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louis d’or ist; allein zu seinem Lobe sei auch gesagt, dass er für die Verunglückten, durch die am 4. Februar hier Statt gehabte Ueberschwemmung unseres Gebietes, ein Konzert gegeben, und Herrn Senator Abendroth den reinen Ertrag von 2703 Mark 1 Sch., abgeliefert hat.                                           

  H.

4 February 1825

Benefit Concert for the Sufferers of the Flood

Hamburg: Apollosaal

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …hierauf wieder im Apollosaal zum Besten der Ueberschwemmten der Umgegend. [AML I, 98.]

Das lettere allein warf ihm einen Reinertrag von 2735 Marks ab. Er trug u. 21. seine Concerte in Es-Dur und g -moll vor. Das erste Concert wurde unter Rudersdorf’s Leitung mit der Fidelio Ouvertüre eingeleitet. „Nun erschien der Heros selbst auf dem Kampfplaß, auf dem es für ihn nur Siege und Triumphe gab‘. [Josef Sittard, Geschichte Des Musik-und Concertwesens in Hamburg bom 14. Jahrhundert nis auf die Gegenwart (Altona; Leipzig: A. C. Reber, 1890). 188]

Reviews

Journal des débats politiques et littéraires (March 9, 1825): 2.

M. Moschelès est attendu sous quelque jours dans cette capitale, après avoir recueilli des applaudissemens unanimes dans les villes principales de l’Allemagne. Suivant le journal de Hambourg, le dernier concert que cet artiste a donné dans cette ville au bénéfice des malheureux qui ont perdu leur fortune par les inondations, a produit une recette de 2794 (6000 fr.)

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louis d’or ist; allein zu seinem Lobe sei auch gesagt, dass er für die Verunglückten, durch die am 4. Februar hier Statt gehabte Ueberschwemmung unseres Gebietes, ein Konzert gegeben, und Herrn Senator Abendroth den reinen Ertrag von 2703 Mark 1 Sch., abgeliefert hat.                                           

  H.

The Literary Gazette; and Journal of Belles Lettres, Arts, Sciences, &c. (May 12, 1825): 173.

Mr. J. Moscheles, with the most praiseworthy exertion in the cause of humanity, gave a Concert at Hamburg, last month, for the benefit of the sufferers by the late dreadful inundations in the north of Germany, which produced the nett sum of 2735 Marks, 1 Sh. according to a printed account in Hambro’ paper.

1 February 1825

[Mr. Klengel’s Concert]

Hamburg

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …[Moscheles] spielte drei Mal im Theater. [AML I, 98.]

Reviews

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (February 16, 1825): 56.

Hamburg, den 8. Februar.

Herr Moscheles, der sich auch bei Ihnen soviel Bewunderer und Freunde erworben, hat sich hier (nachdem er in Magdeburg und Braunschweig mit grösstem Beifall gespielt) bereits am 24. und 27. Januar im Apollosaal, am 29. im Theater, am ersten Februar im Klengelschen Konzerte.

…S.

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louisd’or ist.

…H.

29 January 1825

Ignaz Moscheles’ Third Concert

Hamburg: Theatre

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Reviews

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (February 16, 1825): 56.

Hamburg, den 8. Februar.

Herr Moscheles, der sich auch bei Ihnen soviel Bewunderer und Freunde erworben, hat sich hier (nachdem er in Magdeburg und Braunschweig mit grösstem Beifall gespielt) bereits am 24. und 27. Januar im Apollosaal, am 29. im Theater.

…S.

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louisd’or ist.

…H.

27 January 1825

Ignaz Moscheles’ Second Concert

Hamburg:  Apollosaal

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …und am 16. Januar erreichte er Hamburg… Unter seiner grossen Hörerschaar im Apollosaal war auch seine künftige Frau, Charlotte Embden. Sie, die selbst etwas Clavier spielte, hing wie verzaubert an diesen Wunderfingern; er bemerkte das junge Mädchen nicht, doch wurden sie schon in den nächsten Tagen bekannt, waren am 2. Februar Bräutigam, und Braut, am 1. März vermählt. [AML I, 97.]

Charlotte: …Moscheles gab zwei eigene Concerte in Hamburg, im Apollosaal. [AML I, 98.]

Reviews

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (February 16, 1825): 56.

Hamburg, den 8. Februar.

Herr Moscheles, der sich auch bei Ihnen soviel Bewunderer und Freunde erworben, hat sich hier (nachdem er in Magdeburg und Braunschweig mit grösstem Beifall gespielt) bereits am 24. und 27. Januar im Apollosaal.

…S.

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (March 12, 1825): 259-260.

Ich spreche zuerst von den beyden Concerten, welche der fürstlich Esterhazische Kammer-Virtuose Moscheles im Apollo-Saal veranstaltete. „Moscheles kommt, wissen Sie schon? Moscheles wird bald eintreffen,“ so Hieß es schon seit Wochen, wenn man sich begegnete, oder in Gesellschaft zusammen kam. Alles, was nur Gefühl für Musik hatte, harrte seiner mit Verlangen entgegen. Endlich erschien er, und eine kurze einfache Anzeige in den Zeitungen reichte hin, den schon seit Jahren, selbst wenn Romberg, Carl Maria von Weber und ähnliche große Meister darin ihre Concerte gaben, wenig besuchten Apollo-Saal dergestalt mit Menschen zu füllen, daß Hunderte an der Casse zurück gewiesen werden wußten. Was das Ohr aber vernahm, war auch in der That etwas Außerordentliches. Ich muß bekennen, daß ich mir eine solche Fertigkeit, eine solche Behandlung des Instruments nie als möglich gedacht habe. In dieser Rücksicht dürfte Moscheles als der erste jetzige Klavierspieler betrachtet werden. Ob ihn aber nicht in der Phantasie Hummel und Andere übertreffen will ich dahin gestellt seyn lassen, mich wenigstens hat er hierin viel weniger als in seinem übrigen Spiele hingerissen. Die Phantasie soll sich frey und fessellos hinaus bewegen, was das Herz fühlt, was im Inneren glüht, soll sich zu Tönen gestalten und kühn hinaus treten die Geburt des Augenblicks. So aber habe ich Moscheles so, genannte Phantasien nicht gefunden, es waren künstlich zusammen getragene Melodien, Variationen auf bekannte Themas, kurz weit eher musikalische Pot-pourris als Schöpfungen des Moments (Phantasie). Fern sey es jedoch behaupten zu wollen, daß es dem berühmten Künstler an geistigem Aufschwung fehle; seine Compositionen beweisen das Gegentheil; ich sprach nur meine Überzeugung aus, und überlasse es gern einem jeden, eine andere Ansicht zu hegen und aufzustellen.—Wenn wir übrigens entzückt sind, den herrlichen Meister jetzt in unserer Mitte zu wissen, wird unsere Freude noch durch die Hoffnung vermehrt, ihn noch auf längere Zeit an unsere Stadt gefesselt zu sehen. Hr. Moscheles wird sich nämlich dem Vernehmen nach, und das wird Ihnen in Wien eine recht überraschende Neuigkeit seyn, mit der Tochter eines hiesigen Kaufmanns mosaischer Religion verheirathen. Vor der Hand aber geht er eist nach Paris und London.

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louisd’or ist.

…H.

24 January 1825

Ignaz Moscheles’ First Concert

Hamburg:  Apollosaal—Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 3 Marks

Programme

Part I  
Overture, Fidelio Beethoven
From Agnese: AriaMr. KlengelPaër
Piano Concerto No.2 in E flat major (MS)Mr. MoschelesMoscheles
Part II  
Symphony  
Piano Fantasia and Variations on the favourite air ‘Au clair de la Lune’
with Orchestral Accompaniments (Op.50)   
Mr. MoschelesMoscheles
RondoMr. KlengelWeber
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mr. Klengel
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: …und am 16. Januar erreichte er Hamburg… Unter seiner grossen Hörerschaar im Apollosaal war auch seine künftige Frau, Charlotte Embden. Sie, die selbst etwas Clavier spielte, hing wie verzaubert an diesen Wunderfingern; er bemerkte das junge Mädchen nicht, doch wurden sie schon in den nächsten Tagen bekannt, waren am 2. Februar Bräutigam, und Braut, am 1. März vermählt. [AML I, 97.]

Charlotte: …Moscheles gab zwei eigene Concerte in Hamburg, im Apollosaal. [AML I, 98.]

Der ausgezeidnete Pianist und anerkannte Componist Ignatz Moscheles lenkte im Jahre 1825 seine Schritte nach der Hansestadt. Sein Spiel erregte in Hamburg das hödyste Interesse und fand einen solchen Beifall, daß er fünf Concerte geben mußte. Dieselben fanden statt am 26. und 29. Jannar, am 2., 9. und 24. februar. [Josef Sittard, Geschichte Des Musik-und Concertwesens in Hamburg bom 14. Jahrhundert nis auf die Gegenwart (Altona; Leipzig: A. C. Reber, 1890). 188]

Advertisement

Playbill

Mit hoher Obrigkeitlicher Bewilligung

wird

Montag den 24. Januar 1825

Ignaz Moscheles

Kammervirtuos S. D. des Fürsten Paul Esterhazy und Ehrenmitglied der königl. Akademie

der Musik zu London

die Ehre haben,

ein großes

Vocal-und Instrumenal-

CONCERT

Im Apollo-Saalnach folgender Eintheilung zu geben.


Erster Theil.

Ouverture aus der Oper: Fidelio von L. v. Beethoven.  
2)   Arie aus der Oper: Agnese von Pär, gesungen von Herrn Klengel.
3)   Pianoforte-Concert in Es dur (Manuscript), componirt und vorgetragen von
                  J. Moscheles.

Zweiter Theil.

4)    Sinfonie-Saß.
5)    Variationen nebst einleitender Fantasie über ein französisches Bauderville: au clair
                  de la lune, für’s Pianoforte mit Orcherster-Begleitung, componirt und
                  vorgetragen von J. Moscheles.
6)     Rondo von C. M. von Weber, gesungen von Herrn Klengel.
7)     Freie Fantasie auf dem Pianoforte, ausgeführt von J. Moscheles.

Billette zu 3 Mk. sind in den Musikalienhandlungen der Herren Cranz und Böhme, so wie Abends an der Casse zu haben.

Der Anfang ist um 7 Uhr.

[H.R.]

Reviews

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (February 16, 1825): 56.

Hamburg, den 8. Februar.

Herr Moscheles, der sich auch bei Ihnen soviel Bewunderer und Freunde erworben, hat sich hier (nachdem er in Magdeburg und Braunschweig mit grösstem Beifall gespielt) bereits am 24. und 27. Januar im Apollosaal.

…S.

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (March 12, 1825): 259-260.

Ich spreche zuerst von den beyden Concerten, welche der fürstlich Esterhazische Kammer-Virtuose Moscheles im Apollo-Saal veranstaltete. „Moscheles kommt, wissen Sie schon? Moscheles wird bald eintreffen,“ so Hieß es schon seit Wochen, wenn man sich begegnete, oder in Gesellschaft zusammen kam. Alles, was nur Gefühl für Musik hatte, harrte seiner mit Verlangen entgegen. Endlich erschien er, und eine kurze einfache Anzeige in den Zeitungen reichte hin, den schon seit Jahren, selbst wenn Romberg, Carl Maria von Weber und ähnliche große Meister darin ihre Concerte gaben, wenig besuchten Apollo-Saal dergestalt mit Menschen zu füllen, daß Hunderte an der Casse zurück gewiesen werden wußten. Was das Ohr aber vernahm, war auch in der That etwas Außerordentliches. Ich muß bekennen, daß ich mir eine solche Fertigkeit, eine solche Behandlung des Instruments nie als möglich gedacht habe. In dieser Rücksicht dürfte Moscheles als der erste jetzige Klavierspieler betrachtet werden. Ob ihn aber nicht in der Phantasie Hummel und Andere übertreffen will ich dahin gestellt seyn lassen, mich wenigstens hat er hierin viel weniger als in seinem übrigen Spiele hingerissen. Die Phantasie soll sich frey und fessellos hinaus bewegen, was das Herz fühlt, was im Inneren glüht, soll sich zu Tönen gestalten und kühn hinaus treten die Geburt des Augenblicks. So aber habe ich Moscheles so, genannte Phantasien nicht gefunden, es waren künstlich zusammen getragene Melodien, Variationen auf bekannte Themas, kurz weit eher musikalische Pot-pourris als Schöpfungen des Moments (Phantasie). Fern sey es jedoch behaupten zu wollen, daß es dem berühmten Künstler an geistigem Aufschwung fehle; seine Compositionen beweisen das Gegentheil; ich sprach nur meine Überzeugung aus, und überlasse es gern einem jeden, eine andere Ansicht zu hegen und aufzustellen.—Wenn wir übrigens entzückt sind, den herrlichen Meister jetzt in unserer Mitte zu wissen, wird unsere Freude noch durch die Hoffnung vermehrt, ihn noch auf längere Zeit an unsere Stadt gefesselt zu sehen. Hr. Moscheles wird sich nämlich dem Vernehmen nach, und das wird Ihnen in Wien eine recht überraschende Neuigkeit seyn, mit der Tochter eines hiesigen Kaufmanns mosaischer Religion verheirathen. Vor der Hand aber geht er eist nach Paris und London.

Berliner allgemeine musikalische Zeitung (March 16, 1825): 85.

Hamburg.

Herr Moscheles hat hier schöne Geschäfte gemacht, 2 volle Konzerte gegeben und an 3 Orten sich sonst noch hören lassen. Man nimmt an, dass seine reine Einnahme mindestens 500 Louisd’or ist.

…H.