25 October 1826

Ignaz Moscheles’ Farewell Concert

Vienna: Kaiserliches und Königliches Hoftheater zu Wien

↓Programme

AriaMiss ContiRaimond
Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland with Orchestral Accompaniments  Mr. MoschelesMoscheles
Variations on the CzakanMaster J. KhayllVranický
Principal Vocalists: Miss Conti
Principal Instrumentalists: Master J. Khayll, Mr. Moscheles

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Programme Notes: The piano brand was Graf.

Charlotte: Nach kurzem Aufenthalt eilten sie nach Wien, wohin Moscheles vom Director des Kärtnerthor-Theaters eingeladen worden war, um dort zwei Concerte zu halber Einnahme zu geben. Diese fanden am 21. und 25. October statt, und auch hier erfreuten sich das neue C-dur-Concert und die „Erinnerungen an Irland“ der herzlichsten Aufnahme. [AML I, 128-129.]


Letter: Ignaz Moscheles from The Harmonicon, vol. IV (1826): 237-238

MUSICAL TOUR IN GERMANY.

To the Editor of the HARMONICON.

Sir,

If you should deem it likely that the following extracts of a letter, which I have just received from Mr. I. MOSCHELES, dated Prague, the 3d of November, would be as interesting to your readers as they were to me, you are welcome to give them a place in your valuable work. In order that these extracts may be better understood, I beg to mention, that Mr. Moscheles has been on a professional tour in his native country ever since the 21st of September, and from his own account, as well as from the foreign reports, it appears, that his public concerts at Hamburg, Leipzig, Prague, and Vienna, were attended with a success, which surpassed even that of former years. He is now on his return to London, and intends to be here, at the latest, about the beginning of the new year, to resume his professional occupations.

I am, Sir, &c.

J. R. S.

                   *                          *                          *                          *                           *

…“On the 10th of October I arrived in Vienna, where I gave two concerts to over-crowded houses. The pieces I played were warmly applauded, but particularly the Recollections of Ireland, which I had to perform twice.

“Among the female vocalists of Vienna, Mde. Schechner, formerly at Munich, now holds the first rank; the others, indeed, hardly deserve being mentioned. The Italian Opera corps is expected to arrive within a short time. The veteran composers, Weigl, Gyrowetz, Seyfried, are all well, but quite inactive: they write nothing. The great Beethoven, in addition to his other calamities, has had the misfortune to see his nephew, in whom all his affections were centered [sic], turn out a mauvais sujet. After various instances of bad conduct, this youth attempted suicide, by shooting himself in the head. He is, however, recovered, and Beethoven now intends to place him in a regiment.

“Instrumental music is at present in Vienna by no means in a flourishing state. The quartett parties of Schupanzig is the only good music that one hears in this way. Mayseder, however, still does wonderful things. Merk is an extraordinary violoncello player, who would everywhere create a great sensation. A young Bohemian, of the name of Slavik, is considered in Vienna as the second Paganini. What he ventures and executes upon the violin is really incredible. If he were rather more calm, he would move the hearer as much as he astonishes him.

Reviews

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (November 2, 1826): 1056.

K. K. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore.

Hr. Moscheles hat sein zweytes und letztes Concertin diesem Theater gegeben und das schöne Concert in G-moll *) gespielt. Unstreitig vereinigt dieser Künstler in seinem Spiele die glänzendste Bravour mit der feinsten Delicatesse. Wenn seine kunstreichen Hände aus der Tiefe des Basses nach der Höhe stürmen, bewundert man die Kraft und das schnelle Tempo, indeß man doch auch kein unrichtiges Verhältniß wahrnimmt. Sein ausdrucksvolles Dolce, besonders in der Discanthöhe, macht den herrlichsten Eindruck, denn jedes noch so kleine Verhältniß der Dauer oder Bewegung erscheint in einer Reinheit, wie sie nur denkbar ist. Die Fülle der Vaßtöne, die schöne Gleichheit und sonore Kraft des Discants, welche das Fortepiano von Loeschen in sich vereinigt, wirkten unter seinem kunstreichen Spiele bezaubernd. Jede Nuance wurde klar, und die schönste Mannigfaltigkeit des Klangs durch den Künstler entwickelt.

Als zweyte Nummer wiederholte er die „Erinnerungen an Irland,“ welche wir schon im ersten Concerte hörten, mit der nemlichen Meisterschaft, und spielte zum Beschluß seine Alexander-Variationen, welche eigentlich hier in Wien seinen Ruf gründeten, mit einem Staunen erregenden schnellen Tempo, und mit solcher Kunstfertigkeit, daß das Auditorium ihn stürmisch applaudirte und hervor rief.

Wir bedauern, ihn nicht länger in Wien verweilen zu sehen. Er eilt nach Prag, um sich hören zu lassen.

Eine junge Sängerinn, Dlle. Conti, sang eine Arie mit Chor von Raimondi, in welcher sie einen nicht unbedeutenden Grad von Bildung entwickelte, und Beyfall erntete. Alle schweren und hohen Stellen nahm sie mit großer Vorsicht im leisen Piano, ohne hierin mit Forte zu wechseln, jedoch in ziemlicher Reinheit. Die Schluß-Cadenz, welche jede Sangerinn am Ende der Periode im Forte zu geben pflegt, ist bey ihr nicht ganz correct. Auch sie wurde mit Beyfall gerufen.

Als vierte Nummer spielte der talentvolle zwölfiährige Joseph Khayll Variationen auf dem Czakan, von Anton Wranitzky, welche recht, gut und zweckmäßig erfunden, und mit einem hübschen, sehr discreten Accompagnementt versehen waren. Der als Violinist uns schon rühmlich bekannte junge Virtuos erntest auch auf diesem Instrument großen Beyfall, und wurde einstimmig gerufen.

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (November 4, 1826): 535-536.

Wien.

Moscheles Abschieds-Concert.

Hr. J. Moscheles, Kammer-Virtuos des Herrn Fürsten Paul Eßterhazy und Ehren-Mitglied der Musik-Akademie zu London, gab Mittwochs am 25. October sein zweytes, und leider schon sein Abschieds-Concert im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore. Er trug in demselben auf dem Fortepiano das Concert aus G-moll vor, dann wiederholte er, zum großen Vergnügen des musikalischen Publikums, seine gesetzte Fantasie, unter dem Titel: »Erinnerungen aus Irland;« den Beschluß machten große Bravour-Variationen über den Alexander-Marsch; alle diese Compositionen waren von ihm selbst. Der Erwartung gemäß manifestirte sich Moscheles abermalhs als der große, in eigenthümlicher  Manier sich charakteristisch aussprechende Virtuos, und das ganz vorzüglich im Vortrage des herrlichen G-moll-Concertes, aber dennoch möchte man fast sagen, er bade heute, wenn auch nicht präziser und glücklicher, dennoch reizender gespielt als jüngst. Das Moscheles zwey einer schon im Stiche vorbandenen und von allen bedeutenderen Klavierspielern mehr oder weniger gekannten Compositionen nach mehrjähriger Abwersenheit heult vortrug, war besonders interessant. Man konnte um so leichter wahrnehmen, ob, und worin Moscheses sein Spiel verändert habe, und man fand, daß er wirklich weil zarter, inniger und gefühlvoller spiele, ohne an Bravour verloren zu baden. Um letztere im vollen Maße zu entwickeln, bat er vielleicht das Tempo der Variationen gar zu schnell genommen, denn obwohl einem Moscheles auf seinem Instrumente nichts unmöglich ist, so war es aber den Zuhörern beynahe nicht möglich, mit dem Gehöre nachzukommen; est modus in rebus, sunt certi denique fines! Man hat das G -moll-Concert, das Octaven-Concert par préferance genannt, und zwar mit Recht. Moscheles glänzte in dieser seiner besondern Force ganz herrlich in dem Concerte und spielte dasselbe mit der elegantesten Rundung und jener siegreichen Behandlung seines Instrumentes, welche nur einem so großen Meister eigen seyn kann. Diesmahl spielte Moscheles auf einem sehr guten Instrumente, von Hrn. Leschen verfertig. Ueber den materiellen Eindruck des Tones Irgend eines Instrumentes, so wie über das Zusagen des Mechanismus, kann kein allgemeines Urtheil ausgesprochen werden. Es gebt hier mir dem Tone wie mit den Farben; das Gefallen oder nicht Gefallen hängt von der subjectiven Beschaffenheit des Observierenden ab. DemVirtuosen wird jenes Instrument am passendsten seyn, welches ihm durchaus gehorcht und anspricht. Ist nun der Ton desselben noch von der Art, daß er den Spieler begeistert und den Zuhörer rührt, so ist es gewiß ein vollkommenes Instrument. Eine Dem. Conti sang mit angenehmer Stimme und ziemlicher Tüchtigkeit eine italienische Arie von Raimondi. Man hat dieses talentvolle junge Frauenzimmer schon unter einem andern Nahmen in Liebhaber-Concerten mit Beyfall singen gehört, und es stellt zu erwarten, ob sie im Vaterlande des Gesanges, dem sie sich als Dem. Conti zuneigt, jene Ausbildung erwerben werde, welche zur vollendeten Sängerinn gehort, wenigstens scheinen hinreichende Kunstmittel bereits vorhanden, um die Erreichung des Zweckes kosten zu können. Der zwölfjährige Joseph Khayll, welcher sich neulich als Violin- Spieler hören ließ, trug heute Variationen von Anton Wranitzky auf dem Czakan vor. Auch auf diesem Instrumente bewies er ein seltenes musikalisches Talent; vermuthlich soll ihm aber der Czakan nur dazu dienen, um sich zum Oboisten vorzubereiten; sonst wäre es Schade, dem Knaben seine Zeit mit diesem mangelhaften Instrumente zu verderben. Mosceles hat also wieder für längere Zeit von uns Abschied genommen. Die Erinnerung an die klatschen Kunstgenüße, welche er uns während dieses seines kurzen Aufenthaltes bereitete, wurde ihm bey seiner Rückkehr schon den freudigsten Willkomm verschaffen, auch wenn wir sonst nichts weiter von ihm wüßten, als was er uns diesmahl zu hören gab.

Die Ouvertüre zu Fidelio wurde herrlich excquirt; sie machte recht lüstern nach dem Genuße der ganzen Oper, welcher, wie wir vernehmen, uns nicht mehr lange vorenthalten werden soll. Dlle. Franchetti sang eine Arie aus Camilla. Die Sangerinn schien an diesem Abende übel disponirt gewesen zu seyn. Der kleine Jos. Khayll spielte Violin-Variationen von seinem Meister, Hrn. Jansa, ganz allerliebst. Er besitzt viel Tact, gute Bogenführung, greift sicher und rein, und stellt schon als Knabe seinen Mann. Aus ihm etwas Rechtes werden. Er wurde stürmisch gerufen.

Allgemeine musikalische Zeitung (December 13, 1826): 829.

Am 25sten, ebendaselbst: musikalische Akademie, wie am 21sten. Hr. Moscheles, welcher in wenig Tagen über Prag wieder nach England zurückgeht, spielte diessmal das überaus schön gearbeitete G moll-Concert, wiederholte seine mit Beyfall gekrönten Erinnerungen an Irrland, und gab die noch immer beliebten Variationen über den Alexander-Marsch auf allgemeines Verlangen zum Besten.

Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz (December 18, 1826): 1018.

Wien….Einige geßreiche Abende verschaffte uns übringes Moscheles durch zwei Conzerte, welche er, währen seiner kurzen Anwesenheit, in diesem Theater gab. Seine „Erinnerungen aus Irland“, die er unter andern Compositionen vortrug, haben etwas Eigenthümliches und Charakteristisches, das Jeden ansprechen müß.“…(Pandore.)

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (January 6, 1827): 10.

Über Moscheles Kunstreise.

Der ruhmbekränzte Musikheros J. Moscheles hatte während seinem letzten Aufenthalte in Wien im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore mehrere glänzende Concerte abgehalten, welche sämmtlich mit allgemeinem Enthusiasmus aufgenommen, und auch bereits in dieser Zeitschrift mit verdienter Auszeichnung besprochen wurden. Da der geschätzte Virtuos abermahls eine Kunstreise nach Norddeutschland angetreten hat, so halten wir uns verpflichtet, die Glanzmomente derselben seinen zahlreichen Freunden und Verehrern in gedrängten Umrissen zur Anschauung zu bringen.

…Berlin den 24. November 1826.

Friedrich Wilhelm.

21 October 1826

Ignaz Moscheles’ First Concert

Vienna: Kaiserliches und Königliches Hoftheater zu Wien

Programme

Overture, Fidelio Beethoven
Piano Concerto No.5 in C major: I. Allegro moderatoMr. MoschelesMoscheles
AriaMiss FranchettiPaër
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland with Orchestral Accompaniments  Mr. MoschelesMoscheles
Violin VariationsMaster J. KhayllJansa
Free Piano Fantasia, incl. a theme from Boieldieu’s La dame blancheMr. Moscheles 
Ballet, Die Nachtwandlerin Gyrowetz

  

Principal Vocalists: Miss Franchetti
Principal Instrumentalists: Master J. Khayll, Mr. Moscheles

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Programme Notes: The piano brand was Graf.

Charlotte: Nach kurzem Aufenthalt eilten sie nach Wien, wohin Moscheles vom Director des Kärtnerthor-Theaters eingeladen worden war, um dort zwei Concerte zu halber Einnahme zu geben. Diese fanden am 21. und 25. October statt, und auch hier erfreuten sich das neue C-dur-Concert und die „Erinnerungen an Irland“ der herzlichsten Aufnahme. [AML I, 128-129.]


Letter: Ignaz Moscheles to Moritz Schlesinger

Wien den 14. Octob. 1826

….wozu mein baldiger Besuch in Paris…Dresden, Berlin u. Hamburg wo ich überall Concerte zu geben gedenke.

[continued writing on 22 October due to interruption]

Mein 1.tes Concert fiel gestern Abend im Kärthenertor Theater ganz nach Wunsche aus. Das Haus war gedrückt voll. Die Aufnahme meiner Productionen warm. Aus inliegendem Zettel kannst Du sehen was ich gespielt habe. An dem Adagio und letztem Stück des C dur Conzertes arbeit ich noch.—Um auch Graf Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, spielte ich auf eines von seiner Fabrique; es machte sich vortrefflich. Gewiss keine unangenehme Nachricht für Freund Pixis (den ich 1000 mals aus Grund des Herzens grüsse). Übermorgen spiele ich wieder (u. zwar auf eins Leschen), vermutlich lasse ich bei diesen 2 Concerten bewenden, indem ich nach Prag eilen muss, wo ich am 2.ten November im Theater spiele soll.—Die Familie Eskeles hat uns mit unveränderter Teilnahme u. Herzlichkeit aufgenommen….Archduke Rudolph received me again with much kindness and graciousness.

[H. R.]

Letter: Ignaz Moscheles from The Harmonicon, vol. IV (1826): 237-238.

MUSICAL TOUR IN GERMANY.

To the Editor of the HARMONICON.

Sir,

If you should deem it likely that the following extracts of a letter, which I have just received from Mr. I. MOSCHELES, dated Prague, the 3d of November, would be as interesting to your readers as they were to me, you are welcome to give them a place in your valuable work. In order that these extracts may be better understood, I beg to mention, that Mr. Moscheles has been on a professional tour in his native country ever since the 21st of September, and from his own account, as well as from the foreign reports, it appears, that his public concerts at Hamburg, Leipzig, Prague, and Vienna, were attended with a success, which surpassed even that of former years. He is now on his return to London, and intends to be here, at the latest, about the beginning of the new year, to resume his professional occupations.

I am, Sir, &c.

J. R. S.

                   *                          *                          *                          *                           *

…“On the 10th of October I arrived in Vienna, where I gave two concerts to over-crowded houses. The pieces I played were warmly applauded, but particularly the Recollections of Ireland, which I had to perform twice.

“Among the female vocalists of Vienna, Mde. Schechner, formerly at Munich, now holds the first rank; the others, indeed, hardly deserve being mentioned. The Italian Opera corps is expected to arrive within a short time. The veteran composers, Weigl, Gyrowetz, Seyfried, are all well, but quite inactive: they write nothing. The great Beethoven, in addition to his other calamities, has had the misfortune to see his nephew, in whom all his affections were centered [sic], turn out a mauvais sujet. After various instances of bad conduct, this youth attempted suicide, by shooting himself in the head. He is, however, recovered, and Beethoven now intends to place him in a regiment.

“Instrumental music is at present in Vienna by no means in a flourishing state. The quartett parties of Schupanzig is the only good music that one hears in this way. Mayseder, however, still does wonderful things. Merk is an extraordinary violoncello player, who would everywhere create a great sensation. A young Bohemian, of the name of Slavik, is considered in Vienna as the second Paganini. What he ventures and executes upon the violin is really incredible. If he were rather more calm, he would move the hearer as much as he astonishes him.

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Playbill

K. K. Hoftheater nächst dem Kärtnthnerthore.

Samstag den 21. October 1826:

Musikalische Akademie,

worin Herr I. Moscheles,

kammervirtuos St. Durchlaucht des Herrn Fürsten Paul Eßterhazy, und Ehrenmitglied der königlichen Musik-Akademie zu London, die Ehre haben wird, mehrere seiner Compositionen auf dem Pianoforte vorzutragen.

Vorkommen de Musikstücke:

1.  Ouverture der Oper: Fidelio, von L. van Beethoven.
2.  Erster Saß eines neuen Concertes (in C dur (für das Piano
      forte, componirt und vorgeragen von I Moscheles.
3.   Arie, von Paer, gesungen von Dlle. Franchetti
4.   Erinnerungen an Irland, neue Fantasie für das Pianoforte mit
      Orchester-Begleitung, componirt und vorgetragen von I. Moscheles
5.   Variationen für die Violine, von Jansa, Mitglied der k. k. Hofkapelle,
      vorgetragen von dem zwölfjährigen Joseph Khayll.
6.   Freye Fantasie und den Pianoforte, vorgetragen von I. Moscheles

Hierrauf:

Die Nachtwandlerinn.

Ländliches Divertissement von Herrn Ph. Taglioni, Musik von Herrn A. Gyrowetz

Personen:

Gustav, ein Offizier  —         —  Hr. FleuryDormeuil, sein Vater,ein reichter PachterHr. Pitrot.
Baptist, sein Diener  —         —Hr. Baccini.Thomas, Mariens Bruder               —Hr. Aichinger.
Luzie, eine reiche Bänerinn    —Mad. Balothe.Ein Notar    —        —                   —Hr. Destefani.
Marie, ihre Tochet, NachwandlerinnMad. Rozier. Hr. BalotheEin Postillon           —                   —Hr. Damaj.
Justin, Mariens Verlobter       —Hr. Balothe.Landleute, Knechte und Musikanten. 

Tanzende Personen: Die Herren Fleury, Balothe, Baccini, Mad. Rozier, Dlles Torelli, Roland und Ramacini d. j.

Herr Guerra wird mit Dlle. Pierson ein Pas de deux zu tanzen die Ehre haben

[H. R.]

Der Sammler (October 19, 1826): 500.

Hr. Moscheles, von seiner Kunstreise aus London zurückgekehrt, wird Sonnabend den 21. d. M. im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore eine musikalische Akademie geben, in welcher derselbe mehrere neue Compositionen vorzutragen die Ehre haben wird.

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (October 19, 1826): 506.

Moscheles, dessen hohe Virtuosität, deren Ruf nun durch ganz Europa erscholl, wir hier wachsen und gedeihen sahen, ist für sehr kurze Zeit in Wiens Mauern. Es ist aber dennoch zu hoffen, daß wir sein wundersames Spiel öffentlich geniesen, (Samstag, den 21. im k. k.  Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore) wornach sich gewiß die ganze Klavierspielende Wiener-Welt nicht allein, sondern jeder Musik-Freund recht innig feynet.

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (October 19, 1826): 1008.

Hr. Moscheles, welcher von seiner Kunstreise aus London zurückgekehrt, gibt Samstag den 21. dieß im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore eine musikalische Academie, in welcher derselbe mehrere neue Compositionen vorzutragen die Ehre haben wird.


Reviews

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (October 28, 1826): 524.

Concert des Herrn Moscheles’s

Hr. I. Moscheles, Kammer, Virtuos der Herrn Fürsten Paul Esterhazy und Ehren-Mitglied der Musik-Akademie zu London, ließ sich am 21. October in einer musikalischen Akademie im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore auf dem Fortepiano hören. Er trug den ersten Satz eines neuen Concertes in C-dur, sodann eine Fantasie unter dem Titel: Erinnerungen aus Irland vor, und zu, letzt gab er eine freye Fantasie zu hören.

Ganz Deutschland und die Repräsentanten Frankreichs und Eng lands, nähmlich: Paris und London, haben schon lange über den Werth dieses großen Virtuosen entschieden, ihm den unbestrittenen Lorbeer zu erkannt, und ihn in seiner Eigenthümlichkeit staunend bewundert.

Wien, das diesen Musik-Heros, in seinen Mauern, durch den musikalischen Geist, der seit der Ahnen Zeit in denselben wehet,  zu seinem Siegeslauf erstarken sah, wurde durch die Berichte aus der Ferne über seinen Liebling keineswegs überrascht; de Ueberraschung  bemächligte sich aber dennoch heute des ganzen Publikums in dem vollen Theater, denn es überzeugte sich von dem Unerwarteten, ja, für unglaublich gehaltenen; es überzeugte sich, daß Moscheles seit seiner  letzten Anwesenheit neuerdings gewonnen habe! Was aus der höchsten Bravour, der imposantesten Behandlung und der unsehlbar berechnenden Einsicht Glänzendes hervorgehen kann, kam uns durch Moscheles aus dem Fortepiano schon früher zu Genüße, was aber heute vereinigt mit seiner hoben Virtuosität von ehedem, ihm die Siegespalme der Vollendung reichte, war der gesangreiche Vortrag , der das Instrument unter seinen Meisterhänden zu einer Wunder-Harfe aus einem Zauber-Lande verwandelte, aus der alle Gefühle klingen, die in der Menschen-Brust die Seele zum Idealen beschwingen.

Die Mittel zu dem glänzendsten Triumphe dieses Ton-Heros liegen in seiner ungebouren Mechanik und in der zweckmäßigen, immer überraschenden, immer geistreichen Verwendung derselben zum geschmackvollsten Vortrag tiefgefühlter Sätze.

Die Erfindung und Construction seiner Compositionen geben daher eine (Vorzeichnung), welche  jeder gelungenen Darstellung derselben den wirksamsten Erfolg sichern; und ihm gelingt Alles, obwohl die kühne Verwendung der riskantesten Passagen bey jedem Anderen zittern unachen  würde, allein wer denkt daran, daß etwas mißlingen könne, wenn man ihn mit dieser Ruhe, mit diesem geladenen Bewußtseyn spiener Kraft spielen hört? Eine glückliche Auffindung des angenehmen Haupt-Gedankens, eine sichere und gewandte Durchführung, eine meisterhaste Instrumentation und eine reiche Ausstattung mit den brillantesten Glanz-Stellen characterisiren das neue Concert-Stück unsers Virtuosen, und eine ganz  eigenthümliche, gediegene und auf eine sehr solide Welfe effektvolle Behandlung des Ganzen unterscheidet dies Concert von den übrigen Meisterwerken unsers Virtuosen, durch die er bereits die Weit entzückte. Hier scheint es gar nicht auf den Eindruck des Imposanten berechnet; dieser ergibt sich von selbst und gleichsam so nebenher; Alles ist in diesem Concert-Stücke ein Gedanke, der eine edle Dichter-Brust schwellet, und aus ihr zur Erhebung einer umgebenden Welt strömet.

Besondere Anmuth hauchen die schönen Blumenketten aus, welche die lieblichen irrischen Melodien in der gesetzten Fantasie zu einem randlose, und doch graziösen Ganzen verbinden. Ueberall ging der [*] in diese seinen neusten, noch nicht öffentlich erschienenen Compositionen seinen Riesenschritt, und durchwandelt so vor unsern staunenden Augen alle Partien von Armidens Zauber-Gärten, wo sich das Lieblichste und das Wundersamste zu einem ergreifenden Ganzen vereinigt.

Was kann man von dem Mechanism dieses Giganten im Einzelnen sagen? Ihm steht alles zu Geboth; die linke Hand ist wie die Rechte, und jeder Finger ist wie eine Hand; Passagen im Prestissimo in Octaven durch das ganze Klavier mit beyden Händen sind ihm, wie andern  Virtuosen Scalen-Gänge in der Rechten; der Triller, der einsacke wie der doppelte, sind mit beyden Händen so vollkommen, als man sie denken kann; ganz neue Figuren, besonders mit eindringenden überraschten vorzüglich, in der sehr angenehmen freyen Fantasie. Dabey ist der Gang der Composition und ihre Construction so berechnet, der Vortrag so ganz aus dem Geiste und Gemüthe heraus, das Tractament des Instrumentes so wundervoll und siegreich, daß Moscheles gewiß überall Jeden entzücken, und auch den Neider zu Bewunderung hinreißcn muß.

Schon lange ist es entschieden, daß Moscheles für das Klavier- Spiel eine neue Schule begründete, deren Haupt-(Kriterium) als imponierender Pathos sich durch eine determinierte Accentuation ankündigte, welche die beredteste Declamation aus diesem Instrumente möglich macht, und zur Anwendung derselben einladet und anreizt. Schon hierin hat er seinen eigenthümlichen Weg eingeschlagen, und ist in seiner Kraft Schöpfer und Vorbild geworden. Aber bis dahin war es gleichkam die klare Einsicht, ausgerüstet mit solchen Kunst-Mitteln, die das Kühnste zu unternehmen möglich machen, welches Hill überall den Sieg verschaffte; nun aber erhob sich in Moscheles das Gemüth, und belebt seinen Kunst-Organism zu einem Wesen, das von einer höheren Weil zeuget! Moscheles ist seine eigene Straße gegangen, und gelangte auf selber zu einer Höhe, auf welcher er unannahbar einzig dafteht!

Der heutige durch Moscheles gereichte Kunstgenuß war so herrlich und Vielen so willkommen, daß eine öftere Wiederholung desselben sehr zu wünschen ist.

Volle Anerkennung verdient auch der Hr. Hof-Klavier-Instrumentmacher, Konrad Graf, welcher dem Tonkünstler ein Instrument hinstellte, dieses Virtuosen würdig, mit Recht sagte man, einen ähnlichen Ton nie gehört zu haben; auf demselben wurde es diesem möglich, seine ergreifende Seelensprache zu sprechen, so anmuthig als kräftig; und so wurde auch dem Instrument-Bauer sein Antheil an der Wirkung der Kunstleistung, denn das Instrument ist ja dem Tonkünstler das Organ, durch das er zu den Herzen reden muß.

Als Zwischenstücke sang Dem. Franchetti eine Arie von Paër und bei zwölfjährige Joseph Khayll trug Variationen auf der Violine, von Jansa componirt, mit vielem Beyfalle vor. Obwohl Kinder-Productionen weder in dieses Locale noch in eine solche Umgebung gehören, so konnte man dem talentvollen Knaben diese Eher gerne gönnen, da er sich mit einer für sein Aller uberraschenden  Tüchtigkeit als eine Seltenheit legitimirte; wenn so ein Kleiner kommt, so mag er sich als Acoluth zu den Großen stellen»; allem: odi profanum  vulgus et arceo!

Das Orchester war in der ganzen Akademie sehr aufmerksam, nur wurde im Ansauge Beethovens Ouverture aus »Fidelio« nicht mit jener Achtung gegeben, welche dieses Meister, Werk verdienet; besonders ließ sich die Harmonie Manches zu Schulden kommen.

Den Beschluß mackte: »die Nachtwandlerinn» ein artiges Divertissement von Taglioni mit einer sehr braven, Musik von Gyrowetz, in welchem Mad. Rozier mit viel Effekt wieder ihr mimisches Talent entwickelte. In den Tanzstücken zeichneten vorzüglich die genannte Tänzerinn, und die Damen Toreilt, Ramacini nebst Dem. Pierson mit Hrn. Guerra sich aus.

Der Sammler (October 31, 1826): 520.

(Hoftheater nächst dem Kärnthnerthor.) Sonnabend den 19. Oktober hatte das in diesen Blättern bereits angekündigte Concert des Hrn. Moscheles Statt. Alle Plätze waren mit Zuhörern besäet, theils um die Bekanntschaft eines so gefeuerten Virtuosen zu machen, theils um dieselbe fortzusetzen. Das Interesse, welches Hr. Moscheles einflögt, nimmt sowohl der aus gezeichnete Spieler, als der geniale Componist in Anspruch; und in letzterer Hinsicht war die Ankündigung, daß wir mehrere seiner neuesten Compositionen zu hören bekommen würden, ein erhöhtes Reitzmittel. Hr. M. spielte den ersten Satz seines neuesten Concertes in C-Dur; eine Phantasie mit Orchester-Begleitung: „Erinnerung an Irland“ in F, und eine freye Phantasie, deren Hauptmotive aus einem beliebten Gesangstück der weigen Frau: „Singe, froher Minstrel,“ genommen war.—Diese Compositionen sind gediegen, geschmackvoll und äusserst gefällig; die Instrumental-Parthie ist glänzend, effektvoll und durch den mannigfaltigsten Wechsel höchst interessant. Der Vortrag muß wirklich meisterhaft genannt werden; die schwierigsten Passagen erschienen in vollendeter Reinheit und Deutlichkeit. Ein kräftiger Anschlag, ungemeine Zartheit und Delicatesse sind Eigenheiten dieses Virtuosen; schöne Nuancen wischten sich wie Perlen in den vor uns entfalteten Prachtstrauss. Das Pianoforte von Hrn. Conrad Graff, dessen sich der Concert ist, bediente, war von bezaubernd schönem Tone. Wenn ein hiesiges Blatt unlängst mit Geringschätzung von den Pianoforte-Concerten sprach, und diesem Instrumente nicht volle Gerechtigkeit widerfahren lieg, so hatte der Verfasser jener Zeilen offenbar andere Spielende im Sinne als Hrn, Moscheles und andere Instrumentenbauer als Hrn. Conrad Graff. Auf die Mittelmäßigkeit mag der etwas vorschnelle Ausdruck seine Anwendung finden; das Große und Glänzende wird er nicht haben bemackeln wollen, und könnte es nicht, ohne sen» Urtheil vor Kenneraugen herabzusetzen.

Die Ouvertüre zu Fidelio wurde herrlich excquirt; sie machte recht lüstern nach dem Genuße der ganzen Oper, welcher, wie wir vernehmen, uns nicht mehr lange vorenthalten werden soll. Dlle. Franchetti sang eine Arie aus Camilla. Die Sangerinn schien an diesem Abende übel disponirt gewesen zu seyn. Der kleine Jos. Khayll spielte Violin-Variationen von seinem Meister, Hrn. Jansa, ganz allerliebst. Er besitzt viel Tact, gute Bogenführung, greift sicher und rein, und stellt schon als Knabe seinen Mann. Aus ihm etwas Rechtes werden. Er wurde stürmisch gerufen.

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (October 31, 1826): 1047-1048.

K. K. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore.

Hr. Moscheles, Kammer-Virtuos des Herrn Fürsten Paul Esterhazy, ließ sich bey seiner Durchreise auf dem Pianoforte hören, und überraschte die Freunde uns Verehrer seiner Kunst durch eine, wo möglich, noch größere Vollkommenheit, als sie an ihm zu schätzen gewohnt waren. Er trug den ersten Satz eines neuen Concertes von eigener Composition (C-dur) vor, und zeigte darin Mannigfaltigkeit und Tiefe der Ideen, geschmückt durch eine interessante Instrumentirung, entzückte aber noch mehr durch die Reinheit, Rundung und Präcision feines schönen Vortrags. Er ist in der That Meister seines Instruments, und zwar im ganzen Begriffe des Worts. Sein zweytes Stück, „Erinnerungen an Irland“ zeigt von einem großen Studium, denn er hat sehr sinnreich in demselben verschiedene Thema’s auf verschiedene Art mit einander vereinigt, und in Umkehrungen angebracht. Der Wechsel der Zeitmaße war interessant. Sein Spiel entzückte das Auditorium abermals, denn das feinste Ohr konnte keinen Ton tadeln, sondern zollte dem großen Spieler frohen Beyfall. Seine freye Phantasie am Schlusse enthielt gefällige Erinnerungen an Bruchstücke  aus der weißen Frau und an andere Lieblings-Melodien. Er sparte in diesem Stücke seine ganze Kraft bis gegen das Ende, und scherzte mit allerhand künstlichen Nachahmunzen, während einer immer gesteigerten Modulationskunst zum wahren Vergnügen aller Kenner.

Jeder erkannte in ihm den großen Virtuosen, und stürmischer Beyfall lohnte dem Meister, der das schöne, wohlklingende Instrument (von Hrn. Conrad Graf) mit so siegreicher Geschicklichkeit zu behandeln wußte. Dem Vernehmen nach werden wir das Vergnügen haben, ihn noch einmal zu hören.

Den Anfang dieser Academie machte Beethovens schöne Ouverture zur Oper „Fidelio,“ welche brav executirt wurde Als dritte Nummer sang Dlle. Franchetti eine Arie von Paer, doch gefiel weder der Tonsatz noch der Vortrag.

Der junge zwölfjährige Joseph Khayll spielte als fünfte Nummer Variationen für die Violine, von Jansa, auf der Violine. Wir kennen diesen talentvollen Knaben aus früheren Leistungen, und freuen uns immer, ihn zu hören, weil sich sein Beruf zum Virtuosen schon jetzt recht kräftig kund thut. Er hatte in seinem Spiele recht glückliche Momente, besonders aber überraschte sein gelungenes feuriges Staccato. Sein munteres freyes Wesen eignet ihn ganz zum Virtuosen. Auch er erhielt großen Beyfall.

Allgemeine musikalische Zeitung (December 13, 1826): 828-829.

Am 21sten, im Kärnthnerthor-Theater: musikalische Akademie, worin sich Hr. Moscheles während seines kurzen Besuches höres liess. Er spielte aus seinem neusten Pianoforte-Concert in C dur den ersten Satz, dann die Phantasie mit Orchesterbegleitung: Erinnerungen an Irrland, in F dur, und zuletzt eine freye Phantasie über ein Motiv aus Boieldieu’s weisser Frau. Der jedesmalige Empfang war ein Beyfalls-Sturm. Der Meister scheint in seinem Spiele, seitdem wir ihn zum letztenmale bewunderten, noch gewonnen zu haben. Das Orchester accompagnirte unverbesserlich, und führte gleich vortrefflich die einleitende Ouvertüre zu Beelhovens Fidelio aus. Der 12jährige Joseph Khayll hielt sich tapfer in Violin-Variationen seines Lehrers Jansa, und zeigte eine Ruhe, Besonnenheit und Solidität des Spiels, die sein Alter weit übertreffen.

Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz (December 18, 1826): 1018.

Wien….Einige geßreiche Abende verschaffte uns übringes Moscheles durch zwei Conzerte, welche er, währen seiner kurzen Anwesenheit, in diesem Theater gab. Seine „Erinnerungen aus Irland“, die er unter andern Compositionen vortrug, haben etwas Eigenthümliches und Charakteristisches, das Jeden ansprechen müß.“…(Pandore.)

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (January 6, 1827): 10.

Über Moscheles Kunstreise.

Der ruhmbekränzte Musikheros J. Moscheles hatte während seinem letzten Aufenthalte in Wien im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore mehrere glänzende Concerte abgehalten, welche sämmtlich mit allgemeinem Enthusiasmus aufgenommen, und auch bereits in dieser Zeitschrift mit verdienter Auszeichnung besprochen wurden. Da der geschätzte Virtuos abermahls eine Kunstreise nach Norddeutschland angetreten hat, so halten wir uns verpflichtet, die Glanzmomente derselben seinen zahlreichen Freunden und Verehrern in gedrängten Umrissen zur Anschauung zu bringen.

…Berlin den 24. November 1826.

Friedrich Wilhelm.

The Harmonicon, vol. V (April 1827): 72.

On another evening, M. Moscheles gave his parting concert, which was attended by all the talent and rank of Vienna. He performed his last-composed concerto in C sharp, his Fantasia, with orchestra accompaniment, called “Recollections of Ireland,” and afterwards an extempore Fantasia, in which he introduced a favourite motivo from Boieldieu’s Dame Blanche; the whole of these pieces, but particularly the latter, were received with stormy applause. The touch of this master seems to improve every time we hear him play; in judgment and feeling he is always the same. He introduced to the public a boy only twelve years of age, of the name of Khayll, a pupil of Jansa, who played some admirable variations on the violin, in which he displayed an ease and solidity far beyond his years, and great knowledge of his instrument. He must be added as another very striking example to the rather crowded host of youthful artists, who have lately come forward as candidates for public favour.