12 December 1819

Ignaz Moscheles’ Farewell Concert

 

Vienna: Großer Redoutensaal

Time: Noon

Tickets: Hall, 2 florins; Gallery, 4 florins

Programme

Overture Schneider
Piano Concerto No.2 in E flat major (new)Mr. MoschelesMoscheles
Scene and DuetMme Grünbaum; Mr. BabniggGenerali
French Rondo for Piano and Violin (Op.48)
(new)
Messrs. Moscheles, BöhmMoscheles
From Il barbiere di Siviglia: CavatinaMme GrünbaumRossini
Free Piano Fantasia, incl. ‘Der Abschied
der Troubadours’
Mr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mme Grünbaum; Mr. Babnigg
Principal Instrumentalists: Mr. Böhm, Moscheles

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Profit: 5000 florins

[Beethoven’s Konversationshefte Heft 5, 19v. D-B Mus.ms.autogr. Beethoven, L. v. 51,4]

Beethoven’s Conversation Book

Gerstern war Conzert von Moscheles haben Sie nichts gehört davon? Der Jude hat zu Ende fantasirt, –

Er – und fantasire?

[Ludwig van Beethoven, Konversationshefte: Februar 1818-März 1820 (Hefte 1-10), ed. Georg Schünemann, vol. 1, 3 vols (Berlin: M. Hesse, 1941), 139]

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Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (November 24, 1819): 760.

Dem Vernehmen nach gedenkt Hr. Moscheles in Bälde eine Kunstreise durch Deutschland, Frankreich und England anzutreten. Im einem Abschieds-Concerte, welches am 12. December im k. k. grossen Redouter-Saale um die Mittags-Stunde Statt finden wird, erwartet uns das Vergnügen, die neuesten Compositionen dieses geschätzten Virtuosen von ihm selbst vortragen zu hören.

Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (December 9, 1819): 588.

Herr Moscheles, welcher dem Vernehmen nach, ehestens eine Kunstreise nach Frankreich und England anzutreten Willens ist, wird ein Abschieds-Concert am 12. d. M. im k. k. großen Redoutensaale geben, in welchem er sich mit seinen neuesten Compositionen, nähmlich: in einem Concerte fürs Pianoforte, und in einem großen Rondo concertirend für Pianoforte und Violin (letztere von Herrn Böhm gespielt), hören lassen wird.—Wir dürfen uns von diesem ausgezeichneten Virtuosen einen hohen Genuß versprechen, und machen es uns zur angenehmen Pflicht, die  Freunde der Tonkunst hierauf vorläufig aufmerksam zu machen. Eintrittskarten zu zwey Gulden W. W. (fürs Parterre) und zu vier Gulden W. W. (auf die Gallerie) sind bey den Musikhändlern Steiner und Comp. am Graben, und in der Kunsthandlung Artaria und Comp. am Kohlmarkt zu haben.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (December 11, 1819): 800.

Hr. Ignaz Moscheles wird morgen im k. k. grossen Redouten-Saale um die gewöhnliche Mittags-Stunde eine grosse musikalische Akademie zu geben die Ehre haben, worin er sich mit neuen Compositionen auf dem Pianoforte hören lassen wird. Als Virtuos und Componist lässt Hr. Mocheles einen äusserst erfreulichen Kunstgenuss, und die sehr billigen Eintritts-Preise (in den Saal zu 2 fl., und auf die Gallerie zu 4 fl. W. W.) einen zahlreichen Zuspruch erwarten.— Eintrittskarten sind in der Musikhandlung der S. A. Steiner et Comp., und morgen an der Cassa zu haben.

Reviews

Wiener allgemeine Theaterzeitung. Ein Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (December 16, 1819): 599.

Concert.

Sonntage den 12. Dec. gab Hr. Ignaz Moscheles, vor Antritt einer Kunstreise, in dem k. k. großen Redoutenlaale einem sehr zahlreichen Publikum um die Mittagsstunde eine musikalische Akademie. Sie begann mit einer Ouvertüre von Schneider, welche in düsteren Gestaltungen auf etwas ganz Abenteuerliches und Unheimliches vorzubereiten schien. Das folgende neue Pianoforte-Concert, componirt und gespielt von dem Concertgeber, zeigte etwas Großgestaltetes und wohl hin und wieder Befremdendes, aber im Ganzen, und besonders im dritten Satze so viel Erfreuendes, daß die durch die Ouvertüre aufgeregte Stimmung um so schneller weichen mußte, da die Kunstfertigkeit des virtuosen das Non plus ultra aufzustellen sich zur Aufgabe gemacht zu haben schien. Eine Scene und ein Duett von Generali wurde von Mad. Grünbaum und Hrn. Babnigg vortrefflich gesungen. Das folgende Rondo concertant für Pianoforte und Violine mir Orchesterbegleitung von I. Moscheles, gespielt von dem Concertgeber und Herrn Böhm, Professor der Violine, wurde uns als ein französisches angekündigt. Haben die Franzosen einen besondern Charakter in ihrem Instrumentalsatze, wie in ihrem deklamatorischen Gesänge der Oper? War das Thema aus einem französischen Volksliede? Und wäre dieß, sind z.B. alle deutschen Theaterstücke über Sujets aus der französischen Geschichte französische zu nennen?—Halten wir uns aber bey einem Worte nicht zu lange auf, und lassen wir der Sache ihren Werth, indem wir gestehen, daß der Satz, wenn auch nicht sehr interessant, doch sehr brillant und concertant für beyde Instrumente sey. Die Hrn. Executoren schienen sich gegenseitig übertreffen zu wollen, aber der Siegeskranz wird wohl dieß Mahl in zwey gleich Hälften getheilt werden müssen. In der folgenden Cavatine von Rossini aus dem »Barbier von Sevilla« übertraf Madame Grünbaum sich selbst. Dieser Ausdruck war wohl nie mehr an feinem Platz, denn unmuthiger, reiner, kräftiger, mit mehr Unbefangenheit und Sicherheit hörten wir diese Sängerinn noch nicht. Es gelang ihr ganz besonders, der Composition eine gewisse naive Scherzhaftigkeit abzugewinnen, welche, mit so viel Zartheit und Innigkeit gepaart, die entschiedenste Wirkung machte. Sollte denn diese so vollkommene Sängerin noch immer vorrücken? Allgemeiner und gewaltiger ansprechen kann sie  aber doch nicht mehr. Der Jubel der ganzen Versammlung nöthigte sie zur Wiederhohlung. Zum Schlusse phantasirte Herr Moscheles sinnig und lieblich auf denk Pianoforte. Er verwebte recht bedeutungsvoll in seine Phantasie das Thema seines so oft mit vielem Vergnügen gehörten »Abschied der Troubadoure,« und machte durch diese Mahnung die wehmüthige Empfindung rege, daß wir diesen Schöpfer so vieler hoher Kunstgenüsse auf lange, vielleicht zu lange Zeit vermissen sollen. Heil ihm, er wird so viele Verehrer als Hörer finden, und wir werden uns erfreuen und uns seiner rühmen, wenn dieser Sohn unsers Vaterlandes der Fremde zeigen wir, welche Talente die Gegenwart auf unsern Boden hegt.

N.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (December 18, 1819): 811-813.

Grosse musikalische Akademie am 12. December von Hrn. Ignaz Moscheles, im k. k. grossen Redouten-Saale gegeben.

Wir hörten: 1) Eine neue Ouverture von Friedrich Schneider, vom gut besetzten Orchester sehr brav executirt. Das Werk ist verdienstvoll, und besonders der richtigen thematischen Führung und der zweckmässigen Instrumentirung wegen ausgezeichnet. Das Eingangs-Adagio, in welchem die Blas-Instrumente mit Solo‘s abwechseln, ist eher etwas zu lang. Die Ouverture erhielt verdienten Beyfall*). 2) Neues Concert für das Pianoforte, componirt und vorgetragen vom Concertgeber. Zuerst vom Dauernden, der Zeit Trotzenden, dem Werke des Componisten; dann vom Vergänglichen, der Macht der Kronos Unterworfenen, dem Vortrage des Virtuosen. Das Concert zerfällt in drey Sätze, die erstern zwey von Hrn. Moscheles neu verfasst, der letztere aus der schon früher bekannten, gehörten und beurtheilten Concert-Polonoise bestehend. Uns bleibt daher über das Rondeau nur in so weit zu sprechen, als es mit den vorhergehenden Sätzen ein im Einklange stehendes Ganze bildet oder nicht.—Wenn man mit aufmerksamem Blicke die Richtung verfolgt, welche das Talent des Hrn. Moscheles genommen hat, so wird man gewahr, dass sich sein Styl, welcher fast den Gipfel des geschmackvoll Brillanten und überraschend Lieblichen erreicht hatte, wie z. B. in den Alexander-Variationen, im Rondeau brillant in D-dur, in den G-Variationen, sich in neuester Zeit immer mehr zum solidern, ein ganzes Tonstück durch künstliche Führung aus wenigen Elementen entwickelnden Genre hinneigt, wovon seine Sonate mit Flötebegleitung, sein Concert de Société, sein neuestes Werk zu vier Händen, wie auch die zwey ersten Sätze des gegenwärtigen Concertes die bündigsten *) Sie wird im Verlage der Musikhandlung S. A. Steiner und Comp. ehestens erscheinen Beweise liefern. Ein reflectirender, auf sich selbst immer so aufmerksamer Tonsetzer, wie Hr. Moscheles, ersah bald, dass die musikalischen Coups de théâtre, die gehäuften Schwierigkeiten, obwohl mit dem Beyfalle der Menge gekrönt, welcher indessen immer mehr der Ausführung als dem Werke selbst gilt, um so weniger in der Folge seinem Genius entsprechen könnten, als Nachahmer in grosser Anzahl entstanden, und man fast mehr Mühe anwenden musste, neue Passagen zu erfinden, als gediegenere Werke zu liefern. Er griff also in die Tiefen des eigenen Busens, und schuf Arbeiten, welche, obgleich auf den Haufen vielleicht weniger drastisch wirkend, ihm den Beyfall der Verständigen um so mehr sichern müssen, als sie auf besserm Grunde ruhen. Diess erklärt, warum die beyden in dieser Akademie gehörten neuesten Arbeiten des Componisten ihm weniger frivolen Applaus, um so mehr aber innige Zustimmung und, folglich bey der jetzt herrschenden musikalischen Frivolität, kein so lärmendes Händeklatschen zuwege brachten, als er oft mit Piegen von geringerem Gehalte geerntet. Hiezu gesellte sich ein für die Mehrzahl ungünstiges Locale, welches die Töne des Instrumentes bey aller Aufmerksamkeit undeutlich schwirren und verhallen machte, wodurch die Wirkung natürlich sehr geschwächt, ja fast vernichtet werden musste. Der erste Satz des Concertes, in welchem Hr. Moscheles, wie im schon früher gesetzten Rondeau, drey, aber hier zweckmässiger gestimmte Pauken angewendet (im Rondeau Es, B und Ces, im ersten Allegro Es, B und G, eine deutlichere Stimmung) entwickelt sich kunstgerecht aus dem klaren Thema; die angebrachten Schwierigkeiten sind brillant, das Cantabile lieblich und durch harmonische Kunst pikant, die Instrumentirung reich und effectvoll im Tutti; dagegen im Solo so mässig, dass die Principal-Stimme nie gedeckt wird, eine zwar unerlässliche, jedoch nicht immer beobachtete Vorschrift. Das Andante, dessen Thema, da, wo es wiederkehrt, mit vieler Kunst varirt wird, gibt beyden Händen in schwierigen Trillern ungemeine Aufgaben, und bezaubert das Ohr durch angenehme, innig gefühlte Melodien. Ein wenig verkürzt, dürfte es noch mehr ansprechen, da die beyden andern Sätze ohnediess ausgeführt, und im grossen Style sind. Ob auf dieses Haupt und die ses Herz, denn was sind die zwey ersten Sätze eines Concertes anders? das vorhandene Rondeau (eigentlich das Heiterste, Füsse Bewegende) ganz passe, mag sich der Tonsetzer selbst beantworten. So viel ist gewiss, dass es sehr schwer halte, sich in die Stimmung zu versetzen, in der man sich vor einigen Jahren befand, dass Kunst, Geschmack, Theorie und Ausübung nie stille stehen, und besonders muss augenmerkt werden, dass die Polonoise als ein Concert-Stück, nicht aber Theil eines Concertes für sich allein geschaffen worden. 3) In der melodienreichen, von Mad. Grünbaum und Hrn. Babnigg vorgetragenen Scene und Duett von Generali, erwarb sich erstere besonders lauten und ungetheilten Beyfall. 4) Das neue französische Rondo concertant für das Pianoforte und die Violine, mit Orchester-Begleitung, von Hrn. Moscheles componirt, und von ihm und Hrn. Böhm vorgetragen, ist phantasiereich, originell, gründlich und angenehm; besonders gut gestellt, und von Wirkung ist die eingeflochtene Romanze. Hr. Böhm bewährte sich als Meister seiner Kunst. 5) In der Cavatine aus Rossini’s Barbier von Sevilla, einem sehr lieblichen Gesangstücke, entfaltete die Nachtigall Grünbaum alle Schätze ihres silbernen Organes, ihrer hohen Kunstfertigkeit, und zeigte sich als unsere erste Meisterinn, auf deren Besitz wir stolz seyn dürfen. Noch nie hatte Ref. Gelegenheit, sie in diesem Masse zu bewundern. Das Publicum, von Enthusiasmus hingerissen, forderte laut die Wiederhohlung dieses Genusses; die Künstlerinn gewährte sie mit Gefälligkeit, und des Beyfalles war kein Ende. Der Concertgeber führte zum Schlusse ein ausdrucksvolles Thema auf dem Pianoforte im freyer Phantasie und mit vieler Kunst aus, verflocht passend und angenehm den Abschied des Troubadours in das Ganze, und endigte, den angefangenen Satz wieder aufnehmend, mit brillanten Accorden. Das zahlreiche und gewählte Publicum verliess befriedigt den Saal. Dem Spiele des Hrn. Moscheles auf dem Pianoforte Lobsprüche ertheilen, und dessen Vorzüge in einem Wiener Blatte den Wienern auseinander setzen wollen, hiesse wiederhohlen, was jeder weiss, der ihn gehört, was hundertmahl gesagt und gedruckt worden. Er verlässt uns leider bald, doch, wie wir holfen, nicht auf immer. Wir hegen die feste Zuversicht, dass dieser treffliche Künstler, den Bescheidenheit und Humanität auch als Menschen schätzbar machen, überall Beweise jener Achtung erhalten wird, die man in Wien allgemein seinen Talenten und seiner Person zollt. Möge er mit Gewinn für die Kunst und sich wiederkehren!

*) Sie wird im Verlage der Musikhandlung S. A. Steiner und Comp. ehestens erscheinen.

Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (December 25, 1819): 619-620.

Hr. Ignaz Moscheles gab am Sonntag den 12. December um die Mittagsstunde im großen Redoutensaale eine Akademie, in welcher er sich, vor seiner Abreise nach Frankreich und England, auf dem Fortepiano hören ließ. Sein schönes und brillantes Spiel hat ihn schon seit einigen Jahren zu einem der ersten Fortepianospieler gemacht, und er hat in diesem Concerte neuerdings seinen Ruhm begründet. Eine außerordentliche Sicherheit und Pracision ist an ihm zu bewundern, und er ist in einem solchen Grade Meister seines Instrumentes, daß er mit ihm nach Gefallen schalten und walten kann. Die linke Hand ist so ausgebildet, daß die Führung der Cantilana, und wenn sie auch concertirend ist, durch dieselbe mit Nettigkeit und Geläufigkeit zu Stande gebracht wird. Dabey ist der Triller in der Linken so brillant als in der Rechten, weshalb derselbe auch ein Lieblingsspiel seiner Virtuosenlaune zu seyn scheint. Mit großer Rundung weiß Hr. M. Passagen und Melodien in parallel laufenden Octaven mit einer Hand vorzutragen, deren vielfache Verschlingung einem anderen Spieler zu thun geben würde, wenn er sie einfach mit solcher Präcision herausbringen wollte. Auch sind seine Sprünge so sicher in den entferntesten Tonlagen, daß man die Besiegung ungemeiner Schwierigkeiten in seinem Spiele mit Vergnügen wahrnimmt. Dabey hat seine Hand eine schöne, zweckmäßige Stellung, scheint aber bisweilen durch Ostentation oder Virtuosencaprize zu einem etwas flüchtigen Schwunge gehoben.

Er wählt zu seinem Spiele gewöhnlich Instrumente, welche einen weniger tiefen Fall haben, deßhalb er die von Löscher in Wien vorzieht.

Wir sind begierig zu erfahren, welchen Weg er bey den englischen, tief fallenden Fortepiano’s einschlagen wird, da der Bauder Claviatur derselben doch in seinem Spiel eine wesentliche Veränderung hervorbringen muß.

Hr. M. spielte ein Concert in Es, von seiner Composition. Der Satz ist brillant, und beweist, daß ein strenges Studium den jungen Tonsetzer seit einiger Zeit gebildet hat.

Seine Inganno’s sind von Wirkung und der Styl oft durch recht gelungene Nachahmungen gewürzt. Man kann seine harmosche Behandlung kraftig nennen.

Die Instrumentirung des Concerts ist sinnreich und effektvoll und das blasende Orchester dabey mit einer Üppigkeit gebraucht, welche dem Eindrucke des Schönen nicht widerstrebt, und durch launige Schattirung oft wunderbare Nuancirungen hervorbringt.  Besonders ist zu loben, daß Fagotte, Clarinette und Oboen oft einen [*] Gesang gegen die vielgliedrigen Passagen des Fortepiano’s ausführen.

Das Rondo, welches er diesem Concerte einverleibt, haben wir schon vor einigen Jahren gehört.

Das zweyte Concertstück, worin er sich heute zeigte, war ein sogenanntes französisches (?) Rondo mit Violine. Die Merk mahle des Französischen würden in der Schreibart Rondeau deutlicher gewesen seyn, als sie im Tonsatze zu erkennen waren. Nach dieser Schreibart Rondo werden es die Italiener wohl sich zueignen.

Die Composition ist im Ganzen gelungen und für die Geige gleichfalls effektvoll, welche hier der rühmlich bekannte Virtuos, Hr. Böhm, spielte. Wenn der Tonsetzer diesem Stück den Überfluß und die zu große Länge nehmen wollte, würde das Ganze sehr gewinnen. Nicht zu läugnen ist, daß diesem Rondo trotz vieler schönen Sätze die Einheit fehlt; denn es ist durch den steten Wechfel des Tempo’s allzu sehr zerrissen.

Das Spiel des Hrn. Moscheles wurde mit großem Beysfall aufgenommen, und Wiens musikliebendes Publikum wird diesen jungen Künstler aus fernen Ländern mit Freuden zurückkehren sehen. Möge er in diesen Ländern, wo am Lorberbaum auch goldene Früchte wachsen, eben so freundlich aufgenommen werden, als in Wien.

Wenn wo im Allgemeinen über den Effekt sprechen sollen, den ein Fortepianoconcert im großen Redoutensaal macht, so ist derselbe ungünstig zu nennen; denn die all zu große Länge desselben bringt ein akustisches Mißverhältniß hervor. Auch ist keine solche Stille und Aufmerksamkeit möglich bey einer Menge von Zuhörern, welche eben nicht durchgängig das geistige Interesse der Tonkunst herbeygezogen hat. Der kleine Saal würde dem Effekt günstiger gewesen seyn, wenngleich dieser Effekt einen Defekt in der Casst herbeygeführt hätte. Alte berühmte Tonsetzer eines gewissen Genre wollten nicht einmahl gerne ihre „Teutschen und Ländler“ darin aufführen, weil sie behaupten, die Harmonie—?—verfliege zu sehr.

Die treffliche Mitwirkung der Mad. Grünbaum und des Hrn. Babnigg, k. k. Hofopernsänger, ist mit vielem Lobe zu erwähnen. Die Singstimme gewinnt in dem großen Locale, und es kann der kunstreich und langgesponnene Faden eines Tons sich recht verklären in der Höhe des Raumes. Ungemein gut wirkte die schöne Stimme und der Vortrag der Sängerinn, welche von Hrn. Babnigg brav unterstützt und begleitet wurde.

Großer Beyfall ward beyden zu Theil, insbesondere aber dem Sologesang der Mad. Grünbaum.

Die einteitende Ouverture von Schneider in Leipzig war effektvoll, will aber öfter gehört und gespielt seyn.

Der Saal und die Gallerien waren ziemlich mit Zuhörern angsfüllt.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (December 29, 1819): 835.

Am 12. (in Concerte des Hrn. Moscheles) wusste sie [Mme Grünbaum] einer gehaltlosen Composition durch unbeschreibliche  Grazie der Ausführung den höchsen Reitz und die Ehre der Wiederhohlung zu verschaffen.

Allgemeine musikalische Zeitung (January 26, 1820): 57 —Am 12ten im grossen Redoutensaale Herr Moscheles—pour prendre congé—denn dieser Virtuos wird uns bald verlassen und Frankreich und England besuchen. Zuerst hörten wir—und auch das Vorzüglichste von allen Gegebenen—eine neue Ouverture in C moll von Friedrich Schneider, so trefflich gearbeitet, wie’s die neuere Zeit nur selten leider mehr zu Tage fördert. Der Bestgeber spielte ein neues Pianoforte—Concert in Es und mit Herrn Böhm ein sogenanntes französisehes Rondo mit concertanter Violine. Vom Wie kann keine Rede seyn, denn des Meisters hohe Kunststufe verbürgte den glänzendsten Erfolg zum voraus; aber über das Was kann Ref. nicht so günstig aburtheilen, denn beynahe scheint es, als ob der Componist diessmal des Guten zu viel habe thun wollen und dabey das delectare vergessen, ohne durch ein wahres prodesse dafür hinreichend zu entschädigen. Wenigstens hat der geschätzte Tonsetzer schon oft bey anderer Gelegenheit weit bündiger, angenehmer und viel weniger gesucht, unser Gemüth angesprochen. Mad. Grünbaum bezauberte die ganze Versammlung durch den reizenden Vortrag der Cavatine aus Rossini’s Barbier von Sevilla, und in einem Duette mit Herrn Babnigg, von Generali.

25 May 1819

Ignaz Moscheles’ Private Musicale Entertainment

 

Vienna

Time: Morning, Ten o’Clock

Programme

Fantasia, Variations and Finale on the
Bohemian National Song ‘To Gsau Kône’
for Piano, Violin, Clarinet and Violoncello,
(Op.46) (new)
Messrs. Moscheles, Mayseder, Fliedlovsk, MerkMoscheles
From Iphigénie en Tauride: AriaMr. Stümer[Gluck]
Piano Sonata No.5 in F sharp Minor
(first time)
Mr. MoschelesHummel
Romance, ‘Der Abschied der Troubadours’ for Voice, Piano, Violin and Guitar
(words by Castelli)
Miss Vranický, Messrs. Moscheles, Mayseder, GiulianiΜοscheles &   Mayseder &
Giuliani
Principal Vocalists: Miss Vranický; Mr. Stümer
Principal Instrumentalists: Messrs. Fliedlovsk, Giuliani, Mayseder, Merk, Moscheles

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (June 2, 1819): 351-352.

Musikalische Privat-Unterhaltung,

gegeben von Herrn Moscheles am 25. May um 10 Uhr Morgens.

Vorkommende Stücke: 1) Neue Fantasie und Variationen über ein bekanntes Volkslied für Pianoforte, Violine, Clarinette und Violoncell, componirt von Herrn Moscheles, vorgetragen von den Herrn Mayseder, Friedlovski, Merk und dem Verfasser. 2) Arie aus Iphigenie in Tauris, gesungen von Herrn Stümer, ersten Tenoristen des Berliner Hoftheaters. 3) Sonate von Hummel, in Fis moll, vorgetragen von Herrn Moscheles. 4) Der Abschied des Troubadours, vorgetragen von Dlle. Wranitzky, den Herren Mayseder, Giuliani und Moscheles.

Jedes Mahl, dass uns Herr Moscheles Gelegenheit gibt, seine hohe Meisterschaft im Clavierspiele zu bewundern, meinen wir immer, nunmehr sey ein weiteres Streben nach einer erhabenern Stufe vergeblich, ein sichtbarer Fortschritt dem so sehr Vorgerückten unmöglich, und doch überzeugt uns dieser Künstler, dass die Leiter der Bildung unendlich ist, doch besiegt jede seiner Leistungen die vorhergehende. So auch hier. Es scheint unmöglich mehr Kraft mit mehr Zartheit, mehr Glanz in der Ausführung mit ruhiger Solidität, mehr Schwung im Vortrage mit mehr Sicherheit zu vereinigen, und was das Brillante des Spieles betrifft, hat Herr Moscheles gewiss nur einen Meister über sich, nähmlich seinen eigenen Trieb nach Vollkommenheit, der ihm noch unerreichte Gebiete der Virtuosität erobern lassen wird. Ein zahlreiches und gewähltes Auditorium, dann fast alle Clavierkünstler Wiens hatten ein eben nicht grosses Locale so gefüllt, dass die Hitze sehr drückend und die Besiegung anhaltender und ungeheuerer Schwierigkeiten fast ein Wunderwerk war. Herr Moscheles zeigte seine Riesenkraft in ihrem vollsten Glanze, indem er über die Schwüle und die daraus für den Clavierspieler besonders entspringenden Hindernisse glorreich triumphirte. Die neue Phantasie, über deren Composition in diesen Blättern nächstens ein Mehreres gesagt werden wird, wurde von den vier Künstlern sehr gut vorgetragen, die Hitze mag dem Violoncelle etwas geschadet haben. Dieses Stück haben wir übrigens schon in Herrn Böhm’s Concert mit anderer Besetzung gehört. Herr Stümer sang Gluck’s Arie recht brav; der einfache, declamatorische Gesang sagt diesem Künstler am meisten zu, und die Verbindung der Brust und der Kopfstimme ist bey ihm sehr lobenswerth. Hummels, vorzüglich in Rücksicht auf Schwierigkeit, gigantisches Werk hatte einen würdigen Dolmetscher an dem Concertgeber gefunden, und hier war nicht allein Scanderbeg’s Schwert, sondern auch sein Arm. Hier besonders rechtfertigte der Künstler alles, was vorhin von ihm gesagt wurde. Der Abschied des Troubadours sprach, wie gewöhnlich, sehr an; Dlle. Wranitzky, die Herren Giuliani, Mayseder und Moscheles sangen, und spielten mit Virtuosität, und schlossen angenehm diese vorzügliche musikalische Unterhaltung, zu welcher Graf Ferdinand v. Stockhammer, ein durch seine Kenntnisse ausgezeichneter Gönner der Kunst, dem Concertgeber ein geschmackvolles Locale in seiner Wohnung auf dem Kohlmarkte eingeräumt hatte.

Allgemeine musikalische Zeitung (June 23, 1819): 430.

[Wien, May] Am 25sten gab Herr Moscheles eine musikalische Privatunterhaltung, worin er nebst einer Phantasie mit Variationen uns auch zum erstenmal Herrn Hummels neueste Sonate in Fis moll zu Gehör brachte. So vollendet in jeder Hinsicht sein Vortrag in diesem äusserst schweren Stücke war, so eine grosse Vorliebe Ref. seit langem für alle Arbeiten dieses Meisters hegt, so wenig konnte er sich überwinden, diesem, man möchte sagen, grässlich rhapsodischen Tongemälde den wahren Geschmack abzugewinnen. Auch die Kunst hat ihre Gränzen, und Horazens Warnung: miscere utile dulci, sollte doch nie ganz ausser Acht gelassen werden. Herr Stümer sang mit Gefühl Pylades Arie aus Iphigenia, und zum Finale diente das öfter, aber stets gern gehörte Quatuor: Der Abschied der Troubadours, gesungen von Dem. Wranitzky, begleitet vom Concertgeber, den Herren Mayseder und Giuliani.

4 May 1819

Pietro Rovelli’s Concert

 

Vienna: Hotel römischen Kaiser

Programme

String Quartet for Violin, [?], [?], [?] (new)Mr. Rovelli, [?], [?], [?]Rovelli
CavatinaMrs. MilaniRossini
Quintet for Piano, Violin, Viola, Violoncello and Double Bass [Op.74]Messrs. Moscheles, Rovelli, Weiss, F. Vranický, [?]Ries
Violin VariationMr. RovelliRovelli
Principal Vocalists: Mrs. Milani
Principal Instrumentalists: Messrs. F. Vranický Moscheles, Rovelli, Weiss

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (May 12, 1819): 306-307.

Abend-Unterhaltung des königl. barer. Kammervirtuosen Herrn P. Rovelli, gegeben am 4. im Saale zum römischen Kaiser. Folgende Musikstücke kamen da bey vor. 1) Neues Quartett, componirt und vorgetragen vom Concertgeber. 2) Cavatine von Rossini, gesungen von Fräul. Milani. 3) Quintett für das Pianoforte von Ries, vorgetragen von Herrn Moscheles. 4) Neue Variationen componirt und ges  pielt vom Concertgeber.

Zuerst über Herrn Rovelli’s Compositionen. Vom Quartette hörten wir nur drey Sätze. Der erste (E-moll 44Tact) ist ganz in Rodes Geschmacke gearbeitet, gut durchgeführt, brillant und effectvoll; der Mittelsatz erinnerte sehr an Rossini. Das Adagio (A-dur) wird, hoffen wir, eingelegt seyn, da es nur der zweyte Satz aus Kreutzer’s 12tem Violin-Concerte ist, dem man auf Quartett übertragen. Das Rondo (E-moll 34 Tact) ist auch in Rode’s Manier; punctirte Noten machen es pikant, eine gute Verfolgung des Thema, dessen Nachahmungen der zweyten Violine nicht immer im Vortrage glückten, erheben es zum Kunstwerke und das Ganze wird durch den meisterlichen Vortrag sehr anziehend. Die Variationen beginnen mit einem Andante (A-moll), in welchem die zweyte Violine eine Figur verfolgt, die sie der ersten oft etwas zu nahe bringt, was keine gute Wirkung macht, zu dem wurde sie auch nicht am Besten gespielt, wodurch der Übelstand noch grösser wurde. Das Thema (C-dur) ist leicht und gefällig, die Veränderungen zeichnen sich durch Lieblichkeit aus, die zweyte im Doppeltönen lohnt ihre Schwierigkeit nicht ganz, die dritte ist herrlich. Herrn Rovelli’s Violin-Spiel ist meisterhaft. Richtigkeit-treffliche Bogenführung, zarter Vortrag des Sangreichen, ruhige Fassung in den schwierigsten Stellen, ungewöhnliche Sicherheit und à plomb, bezaubernde Armuth sind dessen Vorzüge. Der Uneingeweihte dürfte ihm mehr Kraft wünschen; aber die geregelte Kraft erregt im ersten Augenblicke eben so wenig Erstaunen, als die kolossalen Dimensionen der in ganz reinen Verhältnissen gebaueten Peterskirche; sie ist da, sie wirkt, sie erscheint nicht. Im Voraus zu sehr berechnet und daher des hinreissendem Feuers beraubt, könnte Herrn Roveli’s Vortrag allerdings scheinen. Fest in seinen Schranken gebannt, hört er nicht die augenblickliche Eingebung des innern Gottes und bleibt selbst unbewegt im Sturme der Töne, nur ihre Wirkung erwägend. Dass ist gewiss hohe Kunst, dem eisernen Fleisse, dem vollendeten Mechanism nur erreichbar, aber wo den Künstler der Moment erfasst, da dringt er ohne Zweifel noch tiefer zum Herzen. Fräulein Milani war nicht ganz so gut bey Stimme als gewöhnlich. Herr Moscheles bewährte reuerdings seine hohe Meisterschaft in dem herrlichen Quintette von Ries. Sein Spiel vereint alle Vorzüge und seine Gefälligkeit gegen Kunstgenossen macht ihn selbst sehr schätzenswerth. Die Herrn Weiss und J. Wranitzky, welche die begleitenden Stimmen der Viola und des Violoncell’s übernommen, legten Proben von Fertigkeit und Einsicht an den Tag. Das Auditorium war leider klein, aber empfänglich.

Allgemeine musikalische Zeitung (June 23, 1819): 429.

[Wien, May] Am 4ten, im Hotel zum römischen Kaiser, Herr Rovelli, welcher ein neues Violinquartett und Variationen entzückend schön vortrug; auch Herrn Moscheles erprobte Virtuosität wurde in dem grossen Quintett von Ries bewundert, und die Ausführung der begleitenden Slimmen war nicht minder lobenswerth.

25 April 1819

Miss Anna Vranický’s Concert

 

Vienna: Kleiner Redoutensaal

Time: Morning, One o’Clock

Tickets: 5 Florins

Programme

Symphony No.4 in B flat major: Mov. I Beethoven
From Torvaldo e Dorliska: AriaMiss VranickýRossini
Variations in C major for Flute, Oboe
and Trumpet
Messrs. Alois Khayll,
Joseph Khayll, Anton Khayll
Weiss
AriaMiss VranickýGenerali
Violoncello Variations in G majorMr. F. VranickýRode
Romance, ‘Der Abschied der Troubadours’ for Voice, Piano, Violin and Guitar (words by Castelli)Miss Vranický, Messrs. Moscheles, Mayseder, GiulianiΜοscheles & Mayseder & Giuliani
Principal Vocalists: Miss Vranický
Principal Instrumentalists: Messrs. Alois Khayll, Anton Khayll, F. Vranický, Giuliani, Joseph Khayll, Mayseder, Moscheles
Conductor:  Hofkapellmeister Umlauf

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Programme Notes: Mr. Barth was indisposed. He was supposed to sing a duet from Rossini’s Armida with Mrs. Vranický. Due to his indisposition Mrs. Vranický sang an aria by Generali instead.

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Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (April 22, 1819): 192.

Dlle. Nanette Wranizky, k. k. Hofsängerinn und Hofoperistinn, wird künftigen Sonntag den 25. April eine musikalische Akademie im k. k. kleinen Redoutensaale um die Mittagsstunde geben, worin sie eine Scene und Arie aus Torwalde e Dorliska, und mit dem k. k. Hofcapellensänger, Hrn. Barth, das berühmte Duett aus Armida e Rinaldo (beyde Musikstücke von Rossini), dann den Abschied der Troubadours singen wird. Die Herren Moscheles, Mayseder, Giuliani, die Gebrüder Khayll und Fr. Wranizky werden in diesem Concerte ihre Talente entwickeln. Billets zu 5 fl. W. W. sind zu haben: in der Wohnung der Concertgeberinn im fürstl. Lobkowitzischen Palais, 2. Stock; bey Hrn. Artaria und Comp. am Kohlmarkt; und am Tage des Concertes bey der Casse.

Oesterreichischer Beobachter (April 22, 1819): 554.

Mit hoher Bewilligung wird Dlle. Anna Wranizky, k. k. Hofsängerinn und Hofoperiftinn, die Ehre haben, Sonntags den 25. April 1819, eine musikalische Academie im k. k. kleinen Redoutensaale zu geben. Die vorkommenden Stücke sind: 1) Erster Satz aus der Symphonie in B Nro. 4 von Louis van Beethoven. 2) Scene und Aria aus der Oper Torwaldo e Dorliska, von Rossini, gesungen von der Concertgeberinn. 3) Die beliebten Variationen für Flöte, Oboe und Trompete, componirt von Weiß, vorgetragen von den HH. Gebrüdern Khayll. 4) Duett für Sopran und Tenor aus der Oper Armida e Rinaldo von Rossini, gesungen von der Concertgeberinn und dem Hrn. Barth, k. k. Hofkapellensänger, in wirklichen Diensten Sr. Durchlaucht des Hrn. Fürsten Joseph zu Schwarzen, derg. 5) Violin-Variationen in G von Rode, vorgetragen auf dem Violoncell von Friedrich Wranizky. 6) Der Abschied der Troubadours, für Gesang, Pianoforte, Violine und Guitarre, mit abwechselnden Variationen, componirt von den HH. Moscheles, Mayseder und Giuliani, vorgetragen von der Concert-geberinn und den Verfassern.—Billets zu 5 fl. WW. Sind zu haben: bei Hrn. Artaria und Comp., am Kohlmarkt; in der Wohnung der Concertgeberinn, im fürstl. Lobkowitzischen Pallais, 2ten Stock; und am Tage des Concerts bei der Kasse. Der Anfang ist um halb 1 Uhr Mittags.

Wiener allgemeine Theaterzeitung. Ein Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (April 22, 1819): 192.

Concert-Anzeige.

Künftigen Sonntag, den 21. April, wird Fräulein Anna Wranitzky, k. k. Hofsängerinn und Hofoperistinn, im k. k kleinen Redoutensaale eine musikalische Akademie zu gehen die Ehre haben. Die Hrn. Moscheles, Mayseder,  Giuliani, Gebrüder Khayll, Barth und Friedrich Wranitzky werden bey diesem interessanten Concert mitwirken. Billere zu 5 fl. sind in der Wohnung der Concertgeberinn im fürstl. Lobkowißilschen Palais, im zweyten Stock, zu haben.

Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (April 28, 1819): 273-274.

Am 25. um die Mittagsstunde erfreuete uns Dlle. Anna Wranitzky, k. k. Hofsängerinn und Hofoperistinn, im kleinen Redoutensaale mit einer musikalischen Akademie. Den Anfang machte der erste Satz aus Beethovens genialer B-Symphonie, welche unter der Leitung des Herrn Hofcapellmeister Umlauf feurig und energisch vorgetragen wurde. Dann sang Dlle. Wranitzky, die von dem gewählten und zahlreichen Auditorium rauschend empfangen wurde, eine Arie aus Rossini’s neuer Oper Torwaldo und Dorliska, und erntete durch ihren glänzenden Vortrag lärmenden Beyfall. Die Arie selbst erinnert sehr an Tankred, aus dem ein Satz fast sclavisch abgeschrieben ist. Darauf folgten die sehr braven Variationen (C-dur) von Herrn Weiss, für Flöte, Oboe und Trompette, vorgetragen durch die Gebrüder Khayll, welche auch hier ihren früher erworbenen Ruhm glänzend behaupteten. Die Concertgeberinn entzückte uns dann durch eine sehr liebliche Arie von Generali, welche sie statt des früher angekündigten und wegen Unpässlichkeit des Herrn Barth unterbliebenen Duettes sang, wurde lebhaft beklatscht und hervorgerufen. Herr Friedrich Wranitzky, spielte darauf die bekannten Violin-Variationen von Rode in G-dur auf dem Violoncelle, zeigte viel Fertigkeit und einen gebildeten Vortrag, und erhielt verdienten Beyfall, nur dürfte der Gedanke, dieses Stück durch die Verschiedenheit der Instrumente um eine Octave tiefer gemacht zu haben, manchen Widersacher finden, obwohl es nicht zu läugnen ist, dass sich dasselbe unter allen Violinpiecen zu dieser Verpflanzung am meisten eigne. Die Krone dieser überaus angenehmen Unterhaltung waren aber unstreitig die Variationen über den Troubadour, von Dlle. Wranitzky, den Herrn Mayseder, Moscheles und Giuliani vorgetragen und von den drey letztern auch verfasst. Die Concertgeberinn bewährte ihre Meisterschaft im einfachen, tiefgekühlten Gesange, der auch am besten zum Herzen dringt. Die Nahmen der übrigen drey Mitwirkenden nennen, genügt, um mit wenig Worten zu bezeichnen, dass die Composition effectvoll, der Vortrag überraschend brillant und ganz vorzüglich war. Das Publicum, von dem Ganzen zum Enthusiasmus hingerissen, zollte nicht allein jedem ins Besondere den lebhaftesten Beyfall, sondern verlangte durch wiederhohltes Klatschen zuerst die Concertgeberinn, dann die drey Künstler noch einmahl zu sehen, worauf es befriedigt den Saal verliess.

Allgemeine musikalische Zeitung (April 19, 1819): 363-364.

[Wien, April] Am 25sten gab die Hofsängerin Dem. Wranitzky im kleinen Redoutensaale Concert; zwey Arien. von Rossini und Generali, so wie die Variationen über den Troubadour, bey welchem auch die Virtuosität der Herren Mayseder, Moscheles, und Giuliani im hellsten Lichte glänzte, gewannen durch ihren entzückenden Vortrag einen erhöheten Reiz. Die Variationen von Weiss (in C dur) für Flöte, Hoboe und Trompete wurden von den Gebrüdern Khayl mit der wünschenswerthesten Uebereinstimmung ausgeführt, und nicht minder befriedigte Hr. Friedrich Wranitzky in den beliebten Rodeschen Variationen (G dur), für das Violoncello arrangirt.

Wiener allgemeine Theaterzeitung. Ein Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (May 4, 1819): 211-212.

Am 25. April gab Dem. Anna Wranitzky, k. k. Hofsängerinn und Hofoperistinn, im k. k. kleinen Redoutensaale eine musikalische Akademie. Folgende Stüde wurden in derselben aufgeführt: 1.) Erster Satz aus der Symphonie in D Nr. 4, von Louis v. Beethoven. 2.) Scene und Arie aus der Oper: »Tormaldo und Dorliska,« von Rossini, von der Concertgeberinn gesungen. 3.) Variationen von Weiß für Flöte, Oboe und Trompete, vorgetragen von der Gebrüdern Khayll. 4.) Arie von Generali, gesungen von der Concertgeberinn. 5.) Violin-Variationen in G, von Rhode, auf dem Violoncell von Hrn. Friedr. Wranitzky gespielt. 6.) Der Abschied der Troubadours, für Gesang, Pianoforte, Violine und Guitarre, mit abwechselnden Variationen, componirt von den Hrn. Moscheles, Mayseder und Giuliani, vorgetragen von der Concertgeberinn und den Verfassern.—Der geniale Satz der Symphonie wurde mit aller Präcision und sinnvoller Darlegung des Charakteristischen in derselben gegeben. Die Arie von Rossini ist keineswegs, wie man von diesem Tonsetzer gewohnt ist, eine liebliche Composition, und sie bedurfte eines so vollkommenen Vortrags, um damit durchzugreifen. Die beliebten Variationen, von den Gebrüdern Khayll gespielt, gefielen, wie jedes Mahl, ungemein; besonders leistet der Trompeter ganz Unglaubliches. Man hört von ihm die schwierigsten Passagen in der kleinsten Takttheiten im schnellen Tempo ganz rein und deutlich. Die Arie von Generali ist gefällig und schön gesetzt. Sie wurde von der Concertgeberinn entzückend gesungen. Diese Künstlerinn entwickelt von Zeit zu Zeit immer mehr Kraft und Vollkommenheit; nicht zuversichtlich sich befriedigend mit dem, was die Nature ihr verlieh, ist es ihr glücklicher Weise klar, daß nich vormärls schreiten in der Kunst schon ein rückwärts gleiten sey, und diese Ueberzeugung möge ihr die Stufen bewahren! Hr. Friedr. Wranitzky spielte Violin-Variationen auf dem Violoncell. Warum Violin-Variationen? Zu diesem Zweck hatte sie Rhode nicht geschrieben, das hört sich wohl leicht. Es wäre sehr traurig, wenn dieser junge Künstler auch schon von dem unseligen musikalischen Zeitgeiste so ergriffen wäre, daß er auf solche Kunststucke wirklichen Werth legte, und glaubt er auf diese Art so sicher und bedeutend auf ein Kenner-Publikum zu wirken? Er hat seine Aufgabe so preiswürdig gelöst, daß er gewiß des Preises noch mehr errungen hatte, wenn sein Tonstück zweckmäßiger wäre gewählt gewesen. Ehre seinem Talente und seinem sichtbaren Streben! Der Abschied der Troubadours machte besondere Wirkung; er wurde gar wunderlieblich vorgetragen, jeder der Mitwirkenden war unübertrefflich. Eine sehr zahlreich und glänzende Versammlung gab ehrenden und ermuthigenden Beyfall allen Auftretenden, vorzüglich der Concertgeberinn.

19 April 1819

Joseph Böhm’s Private Musical Entertainment

 

Vienna:

Programme

Fantasia, Variations and Finale on the Bohemian National Song ‘To Gsau Kône’ for Piano,
Violin, Clarinet and Violoncello, (Op.46)
Messrs. Moscheles, Böhm, Friedlovsky, LinkeMoscheles
Guitar PolonaiseMr. GiulianiGiuliani
Song, ‘Der Wachtelschlag’Mr. BarthBeethoven
Violin PolonaiseMr. Böhm 
Violin PotpourriMr. Böhm 
Principal Vocalists: Mr. Barth
Principal Instrumentalists: Messrs. Böhm, Friedlovsky, Giuliani, Linke, Moscheles

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Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (April 24, 1819): 265.

Mittags-Unterhaltung, gegeben von Herrn Jos. Böhm

(Kärnthnerstrasse Nro. 1191) am 19. April.

Kunst-Genüsse, welche uns die vorzüglichsten Virtuosen bereiten, bleiben immer sehr interessant, wenigstens kann man, ihr Spiel (wenn auch nicht immer die Auswahl) betreffend, im Voraus überzeugt seyn, zufrieden gestellt zu werden. Das war auch hier der Fall, nur wäre es besser gewesen, Herr Böhm hätte die Unterhaltung mit einem neuen Quartett statt mit einem neuen Potpourri, und damit nicht gleichsam die Tafel mit einem Dessert eröffnet. Ferner spielte Hr. B. noch in einer neuen Phantasie und Variationen von Herrn Moscheles für Pianoforte (Moscheles) Violine (Böhm) Clarinet (Friedlovsky) Violoncell (Linke). Composition und Ausführung verdienten die ehrenvollste Würdigung. Den HH. Barth und Giuliani, ersterem in dem Wachtelschlag von Beethoven, letzterem in einer von ihm componirten Polonaise konnte der Beyfall der gewählten Gesellschaft nicht entgehen. Zum Schlusse spielte Hr. Böhm noch eine Polonaise. Herrn Böhms Violinspiel ist vom trefflicher Schule und ausgebildetem Geschmack. Er spielte seine Compositionen mit anspruchloser Natürlichkeit, welche, mit seinen übrigen Vorzügen verbunden, den Kenner eben so anspricht, wie den Nichtkenner, und beyde in gleichem Masse wahrhaft erfreuet.

Allgemeine musikalische Zeitung (April 19, 1819): 363.

[Wien, April] Am 19ten gab Hr. Böhm eine Privatunterhaltung und spielte ein Potpourri, eine Polonaise, und in einer Phantasie nebst Variationen für die Violine, Pianoforte und Clarinette von Hrrn. Moscheles, die Prinzipalstimme; die Verdienste dieses wackern Violinspielers wurden, wie immer, durch Auszeichnung gewürdigt.

28 February 1819

First Gesellschaft Concert

 

Vienna: Großer Redoutensaal

Time: Noon

Programme

CantataMr. HöltyJ. Schenk
Violin Concerto No.12 in A major: A partMr. FredlKreutzer
From Gli Orazi e Curiazi: Terzett [Weigl]
March with Orchestral Accompaniments[Mr. Moscheles]Moscheles
Song for Four Voices, ‘Abendlied zu Gott’;
Accompaniment by Mr. Kirchlehner
[?], [?], [?], [?]; Accompanied
by Wind Instruments
Haydn 
March with Orchestral Accompaniments[Mr. Moscheles]Moscheles
Principal Vocalists: Mr. Hölty
Principal Instrumentalists: Messrs. Fredl, Moscheles

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Note: It is not clarified whether Moscheles performed his Marches or if someone else performed them.


Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung (March 24, 1819): 199.

[Wien, Februar] Am 28sten war im k. k. grossen Redoutensaale um die Mittagsstunde das erste Gesellschaftsconcert der Musikfreunde der österreichischen Kaiserstadt, in welchem gegeben wurde: 1. Huldigung, eine Cantate von L. H. K. Hölty, in Musik gesetzt von Hrn. Johann Schenk: eine an sich recht wackere Composition, nur nicht entsprechend der muntern, gemüthlichen Dichtung; so hätte man z. B. nach der lang und breit durchgeführten, mit Kanonenschlägen sattsam gespickten Ouverture, weiteher ein Schlachtgemälde erwartet, als eine Apostrohe an das schöne Geschlecht in solchen schmeichelnden Stanzen: ,,Euch, ihr Schönen, will ich fröhnen“—„Mit Gesangesweisen eure Tugendpreisen“— „Wer die Süsse treuer Küsse nicht gekostet hat“ – u. s. f. Bey solchen dem Inhalte contradicirenden Arbeiten erinnert man sich immer des Titels einer alten Oper: Prima la musica, e poi le parole.—2. Ein Satz aus Kreutzer’s 12tem Violinconcert, von einem Dilettanten, Hrn. Fradl, mit Gewandtheit, Kraft, Sicherheit, Tonfülle und geläutertem Geschmacke vorgetragen; 3. Terzett in die Oper: gli Orazi e Curiazi componirt von Hrn. Capellmeister Weigl; 4. Marsch mit ganzem Orchester von Hrn. Moscheles; 5. Abendlied zu Gott: der herrliche vierstimmige Gesang von Jos. Haydn wurde unverbesserlich ausgeführt; die begleitenden Blasinstrumente, arrangirt von Herrn Kirchlehner, machten als Stützpunkte für—die Singstimmen eine sehr gute Wirkung; 6. Marsch mit ganzem Orchester von Herrn Moscheles.—Diese zwey Märsche, mit reichem, üppigem Instrumentenspiel ausgestattet, sind, der Form und Ausführung nach, den modernen grossen Menuetten und Trio’s ähnlich, nur, wie sich das von selbst versteht, mit veränderter Taktart, und in gemässigterem Zeitmaasse. Diese neue Gattung vollstimmiger Tonstücke dürfte daher vielleicht als Intermezzo bey Academien und Surrogat der sonst üblichen Symphonien—Andante’s Eingang und Nachahmer finden.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (July 7, 1819): 431.

Zur genaueren Würdigung der Kunstleistungen wollen wir bey den gegebenen Musikstücken der vier Concerte in diesem Jahre, welche wechselsweise die HH. Hauschka und Worzizcek dirigirten, etwas verweilen.

Grosse (ensemble) Instrumental-Compositionen.

Neue Symphonie (D-dur) von Fesca.

Grosse Symphonie (D-dur) von L. v. Beethoven,

Neue Ouverture von Tomascheck.

Ouverture von Freyh. von Lannoy.    

    –     –   (Tage der Gefahr) von Cherubini.

    –     –   (Prometheus) von L. v. Beethoven.

Zwey Märsche von Moscheles.

Wer da weiss, welche Richtigkeit in der Ausführung solche Instrumental-Sätze fordern, worin der Componist in aller Freyheit seines Geistes nach Belieben schaffen kann, wie sehr der Ausdruck seiner Empfindungen (ohne Text) in der blossen Ton sprache eines richtigen Colorits-bedarf, welche Deutlichkeit Modulationen und Schwierigkeiten verlangen—beyde geben oft dem Werke die grösste Wichtigkeit, und Cherubini, Beethoven biethen gewöhnlich seltene Aufgaben dar, in den Ton-Gemählden Tomaschecks ist Kraft vorherrschend, in jenen des Freyh. vom Lannoy ist eine schöne geregelte Zusammenstellung in einen freyen Geiste unverkennbar—der wird eingestehen müssen, dass die Ausübenden diese Compositionen jedem Wunsche so entsprechend gegeben haben, als man es nur von einem der besten Orchester erwarten kann. Moscheles Märsche waren weniger an ihren Orte, nur auf der Bühne dürften sie erwünschte Wirkung machen.

Grosse Vocal-Compositionen.

Huldigung, eine Cantate, von L. H. K. Hölty, Musik

     von J. Schenk.

Abendlied zu Gott. Chor von J. Haydn mit Begleitung

     von Blas-Instrumenten, von Kirchlehner.

Glaube, Hoffnung und Liebe, von Kuffner, ein vier-

     stimmiger Gesang, von Abbé Stadler.

Frühlings-Lied, von Rochlitz, Musik, von Fesca.

Vierstimmiger Hymnus mit Orchester-Begleitung, von

     Ign. Ritt. von Seyfried.

Die Hirten bey der Krippe. Cantate von Eybler.

Der May, Cantate von J. Schenk.

Schenks Compositionen erhielten darin Interesse, dass sich die Mädchen der Gesellschafts Schule darin producirten; man bemerkte mit grossem Vergnügen sehr deutlich die Fortschritte, welche sie in kurzer Zeit machten. Die Cantate, der May, möchte in früherer Zeit als musikalisches Fresco-Gemählde mehr angesprochen haben, doch in der Doppelfuge am Ende zeigte sich der wackere Componist auf das ehrenvollste, da erwiesener Massen nur die geübtesten Meister der Harmonie darin glücklich sind.—Die Nahmen der übrigen gefeyerten Componisten sind hier ferner hinlänglich Bürge für den Werth ihrer Geistes-Producte. Jene Haydns, Stadlers (in einem hohen Grade) Eyblers (ein älterer Satz, mit einem neuen Recitativ, vorzüglich schönen Canon a tré, und Quartett vermehrt) Seyfrieds streng und meisterlich harmonisch gearbeiteter Hymnus, machten die herrlichsten Eindrücke. Die präcise Aufführung—Solo parthen waren immer in guten Händen—von eimem Chor-Personale, durch dessen Gröss das Ganze schon äusserst imposant wird, war immer gleich lobenswerth, die tiefe Empfindung für die erhabenen Gegenstände für die gelungene Ausarbeitung, welche die Sänger stets zu begeistern schien, wirkten auch noch ausser der Pracht der Harmonie, ausser der Schönheit der Melodie unwiderstehlich auf alle Zuhörer.