9 November 1826

Ignaz Moscheles’ Concert

Dresden: Hôtel de Pologne

Time: Evening

 

Programme

From Zelmira: Final SceneMiss PalazzesiRossini
Piano Concerto No.5 in C major: I. Allegro moderatoMr. MoschelesMoscheles
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland,
with Orchestral Accompaniments  
Mr. MoschelesMoscheles
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Miss Palazzesi
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Moscheles: Am 9. November Concerttag. Ich wurde noch vor dem Anfang des Concerts um vier Uhr zur Prinzess Louise gerufen…Endlich (gegen sechs Uhr) eilte ich in das Concert, das mir gut gelangen. [AML I, 130.]

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Abend Zeitung (November 8, 1826): 1068.

Moscheles wird Donnerstags am 9. November d. J. ein Concert im Saale des Hotel de Pologne geben! Gewiß bedarf es keines weitern Zufaßes, um dem Publiks einen ausgezeichneten Genuß zu versprechen.                                                                                                              Th. Hell.

Reviews

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (January 6, 1827): 10.

Über Moscheles Kunstreise.

Der ruhmbekränzte Musikheros J. Moscheles hatte während seinem letzten Aufenthalte in Wien im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore mehrere glänzende Concerte abgehalten, welche sämmtlich mit allgemeinem Enthusiasmus aufgenommen, und auch bereits in dieser Zeitschrift mit verdienter Auszeichnung besprochen wurden. Da der geschätzte Virtuos abermahls eine Kunstreise nach Norddeutschland angetreten hat, so halten wir uns verpflichtet, die Glanzmomente derselben seinen zahlreichen Freunden und Verehrern in gedrängten Umrissen zur Anschauung zu bringen. Moscheles besuchte zuerst seine Vaterstadt Prag und verschaffte sich durch sein vollendetes Spiel in zwey Concerten neue Beweise von der Gunst und Liebe des Publikums. In Dresden wurde dem gefeyerten Tonkünstler die ehrenvollste Aufnahme zu Theil. Er bewährte in einem brillanten Concerte abermahls seine Meisterschaft im Reiche der Töne, und genoß die hohe Auszeichnung, vor dem höchsten Hofe selbst eine Probe seiner Virtuosität ablegen zu dürfen. Er empfing von der durchl. Prinzessinn Louise v. Lucca, Gemahlinn des durchl. Prinzen Maximilian eine kostbare Brillantnadel zum Zeichen huldreicher Zufriedenheit. In Berlin veranstaltete er das erste Concert im Königl.  Schauspielhause, das zweyte im königl. Operntheater. Seine früheren Kunstleistungen lebten noch ungetrübt im Angedenken der Berliner. Daher diese beyden Concerte wahren Musikfesten glichen. Der ganze Hof selbst beehrte dieselben mit Seiner höchsten Gegenwart Ueberdieß ward Moscheles die Gnade zu Theil, Sr. Majestät dem Könige ein Concert von seiner eigenen Composition zueignen, und dasselbe dann in Seiner höchsten Gegenwart vortragen zu dürfen. Sr. Majestät der König haben dem Künstler einen werthvollen Brillantring mit nachstehendem Handbillete zu übersenden geruhet.

»An den Kammervirtuosen I. Moscheles.

Ich habe mit Ihrem Schreiben vom 19. d. M. das mir zugeeignete Concert für Pianoforte erhalten und wünsche, daß Sie in beykommendem Brillantringe ein Merkmahl meines Dankes, und der Würdigung Ihres Talentes erkennen mögen.

Berlin den 24. November 1826.

Friedrich Wilhelm.

Allgemeine Musikalische Zeitung (January 24, 1827): 61-62.

[Dresden, vom October bis Ende Decembers] Am 11. Nov. gab Hr. F. Moscheles ein Concert im Hôtel de Pologne, welches aber nicht sehr besucht war. Er spielte den ersten Satz seines C dur-Concerts (Mspt.), die Variationen über Irrländische Lieder und eine freye Phantasie, die aber etwas dürftig ausfiel. Dem. Palazzesi sang die Schluss scene aus Zelmira herrlich.

9 November 1826

Private Performance for Princess Louise and Prince Max

Dresden

Time: Afternoon, Four o’Clock

 

Programme

Grand Piano Variations on a Military March
(Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Moscheles: Am 9. November Concerttag. Ich wurde noch vor dem Anfang des Concerts um vier Uhr zur Prinzess Louise gerufen, von der ich eine schöne Nadel bekam, einen Saphir in einen Lorbeerkranz von kleinen Brillanten eingefasst. Die Prinzessin überreichte sie mir mit sehr liebenswürdigen Worten; dann bat sie mich noch, ihrem Gemahl, dem Prinzen Max vorzuspielen. und als dies fast eine Stunde gedauert hatte, musste ich noch das alte Steckenpferd, die Alexander-Variationen vorreiten. Endlich (gegen sechs Uhr) eilte ich in das Concert, das mir gut gelangen. [AML I, 130]

Review

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (January 6, 1827): 10.

Über Moscheles Kunstreise.

…In Dresden wurde dem gefeyerten Tonkünstler die ehrenvollste Aufnahme zu Theil. Er bewährte in einem brillanten Concerte abermahls seine Meisterschaft im Reiche der Töne, und genoß die hohe Auszeichnung, vor dem höchsten Hofe selbst eine Probe seiner Virtuosität ablegen zu dürfen. …Berlin den 24. November 1826.

Friedrich Wilhelm.

6 November 1826

Soiree

Dresden

Time: Evening

 

Programme

Principal Vocalists: Miss Palazzesi; Mr. Sassaroll
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Charlotte: …reiste er nach [von Leipzig] Dresden ab, wo er am 30. September ankam. Dort traf er manchen guten Bekannten aus früherer Zeit…Da Fürstenau eben im Begriffe war, in Dresden ein grosses Concert vorzubereiten, und da Moscheles weder seine Unternehmung stören, noch ihren Ausgang abwarten mochte, so gab er jedes öffentliche Auftreten in Dresden auf und reiste am 5. October ab. [AML I, 128.]

Charlotte: Am Morgen des 5. November mussten sie sich von den Lieben in Prag trennen und am 6. Abends schon in einer Soiree in Dresden erscheinen, in der Moscheles mit den ersten Sängern der Stadt wie Sassaroli, der Palazzesi und Anderen um die Wette musicirt. [AML I, 130.]

Review

Allgemeine Theaterzeitung und Unterhaltungsblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens (January 6, 1827): 10.

Über Moscheles Kunstreise.

…In Dresden wurde dem gefeyerten Tonkünstler die ehrenvollste Aufnahme zu Theil. Er bewährte in einem brillanten Concerte abermahls seine Meisterschaft im Reiche der Töne, und genoß die hohe Auszeichnung, vor dem höchsten Hofe selbst eine Probe seiner Virtuosität ablegen zu dürfen. …Berlin den 24. November 1826.

Friedrich Wilhelm.