17 August 1819

Ignaz Moscheles’ Second Concert

 

Karlsbad (Karlovy Vary)

↓Programme

Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Piano and Violin DuetMessrs. Moscheles, Rovelli 
Principal Instrumentalists: Messrs. Moscheles, Rovelli

———————————

Letter: Robert Schumann to his mother.

Leipzig, 15 December 1830 (evening)

Es geht mir manchmal recht wohl und schön:  bin fleißig und mache prächite Fortschritte: in drei bis vier Jahren hoff ich so weit wie Moscheles zu sein. Und weißt Du noch, wie wir in Karlsbad im Koncert neben einander Sagen und Du mir freudig zuflüstertest: Moscheles sißt hinter uns? Wie ihm dann Alle achtend aus dem Weg gingen und wie er so bescheiden durch die Menschen ging. Ich will mir ihn in Allem zum Vorbild machen. Glaube mir’s, meine gute Mutter, mig Geduld und Ausdauer vermag ich viel, wenn ich will.

[Clara Schumann, ed., Jugenbriefe von Robert Schumann (Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1910), 136.]

Letter: Robert Schumann to Ignaz Moscheles.

Düsseldorf, den 20sten November 1851

Hochgeehrter Herr,

Freude und Ehre haben Sie mir bereitet durch die Widmung Ihrer [Violoncell-] Sonate[1]; sie gilt mir zugleich als eine Ermunterung meines eigenen Strebens, an dem Sie von jeher freundlich Antheil nahmen. Als, ich, Ihnen gänzlich unbekannt, vor mehr als 30 Jahren in Carlsbad mir einen Concertzeddel, den Sie berührt hatten, wie eine Reliquie lange Zeit aufbewahrte, wie hätte ich da geträumt, von so berühmten Meister auf diese Weise March 6, 1824): 9 zu werden. Nehmen Sie meinen innigsten Dank dafür!

[F. Gustav Jansen, Robert Schummans Briefe. Neue folge (Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1904), 351]

[1] Square brackets are not editorial; The sonata Schumann is referring is Moscheles’ Op.121: Sonata, for Piano and Violoncello.

Robert Schumann

Robert hörte nämlich in Karlsbad, wohin ihn sein Vater, dessen fortwährend schwankende Gesundheit den Gebrauch dieses Bades nöthig machte, mitgenommen hatte, Ignatz Moscheles, den epochemachenden Meister des Klavierspiels in einem seiner dort veranstalteten Conzerte*), und empfing damit die Eindrücke allgemein bewunderter und gediegenster Künstlerschaft. Wie mächtig und nach haltig dieselben auf das jugendliche Gemüth einwirkten, geht aus dem Umstande hervor, daß Schumann bis in seine letzten Lebensjahre hinab die ungeschwächte Erinnerung dieses Erlebnisses bewahrend, öfters mit wahrer Begeisterung von demselben sprach.

*) Durch die Güte des Herrn Professor Moscheles bin ich in Stand gesetzt, hierüber notorische Data zu veröffentlichen; derselbe gab im Sommer 1819 zwei Concerte in Karlsbad und zwar am 4. und 17. August.

[Wilhelm Joseph von Wasielewski, Robert Schumann eine Biographie (Dresden: Rudolf Kunze, 1858), 14.]

Wilhelm Joseph von Wasielewski Correspondence

Concerte

….

17. August in Carlsbad, Alexandermarsch u[nd]

Duette mit dem Violinspieler Rovelli.

[Renate Federhofer-Königs, ed., Wilhelm Joseph von Wasielewski (1822-1896) im Spiegel seiner Korrespondenz. (Tutzing: Hans Schneider, 1975), 198.]


4 August 1819

Ignaz Moscheles’ First Concert

 

Karlsbad (Karlovy Vary)

↓Programme

Piano Rondo Brilliant in D major [Op.14]Mr. MoschelesMoscheles
Piano Variations on an Austrian [National Melody Op.42]Mr. MoschelesMoscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Letter: Robert Schumann to his mother.

Leipzig, 15 December 1830 (evening)

Es geht mir manchmal recht wohl und schön:  bin fleißig und mache prächite Fortschritte: in drei bis vier Jahren hoff ich so weit wie Moscheles zu sein. Und weißt Du noch, wie wir in Karlsbad im Koncert neben einander Sagen und Du mir freudig zuflüstertest: Moscheles sißt hinter uns? Wie ihm dann Alle achtend aus dem Weg gingen und wie er so bescheiden durch die Menschen ging. Ich will mir ihn in Allem zum Vorbild machen. Glaube mir’s, meine gute Mutter, mig Geduld und Ausdauer vermag ich viel, wenn ich will.

[Clara Schumann, ed., Jugenbriefe von Robert Schumann (Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1910), 136.]

Letter: Robert Schumann to Ignaz Moscheles.

Düsseldorf, den 20sten November 1851

Hochgeehrter Herr,

Freude und Ehre haben Sie mir bereitet durch die Widmung Ihrer [Violoncell-] Sonate[1]; sie gilt mir zugleich als eine Ermunterung meines eigenen Strebens, an dem Sie von jeher freundlich Antheil nahmen. Als, ich, Ihnen gänzlich unbekannt, vor mehr als 30 Jahren in Carlsbad mir einen Concertzeddel, den Sie berührt hatten, wie eine Reliquie lange Zeit aufbewahrte, wie hätte ich da geträumt, von so berühmten Meister auf diese Weise March 6, 1824): 9 zu werden. Nehmen Sie meinen innigsten Dank dafür!

[F. Gustav Jansen, Robert Schummans Briefe. Neue folge (Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1904), 351]

[1] Square brackets are not editorial; The sonata Schumann is referring is Moscheles’ Op.121: Sonata, for Piano and Violoncello.

Robert Schumann

Robert hörte nämlich in Karlsbad, wohin ihn sein Vater, dessen fortwährend schwankende Gesundheit den Gebrauch dieses Bades nöthig machte, mitgenommen hatte, Ignatz Moscheles, den epochemachenden Meister des Klavierspiels in einem seiner dort veranstalteten Conzerte*), und empfing damit die Eindrücke allgemein bewunderter und gediegenster Künstlerschaft. Wie mächtig und nach haltig dieselben auf das jugendliche Gemüth einwirkten, geht aus dem Umstande hervor, daß Schumann bis in seine letzten Lebensjahre hinab die ungeschwächte Erinnerung dieses Erlebnisses bewahrend, öfters mit wahrer Begeisterung von demselben sprach.

*) Durch die Güte des Herrn Professor Moscheles bin ich in Stand gesetzt, hierüber notorische Data zu veröffentlichen; derselbe gab im Sommer 1819 zwei Concerte in Karlsbad und zwar am 4. und 17. August.

[Wilhelm Joseph von Wasielewski, Robert Schumann eine Biographie (Dresden: Rudolf Kunze, 1858), 14.]

Wilhelm Joseph von Wasielewski Correspondence

Concerte

….

1819 4. August in Carlsbad, Rondo brillant in

D [-Dur].

Var [iationen] über örster [reichnische]

Volks-Melodien u[nd] Fantasien.

[Renate Federhofer-Königs, ed., Wilhelm Joseph von Wasielewski (1822-1896) im Spiegel seiner Korrespondenz. (Tutzing: Hans Schneider, 1975), 197.]