n.d. iv) September/October 1820

Concert

 

Koplenz

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Charlotte: Es folgen als weitere Concertstationen Aachen, Frankfurt, Mainz und Coblenz. [AML I, 38.]

n.d. iii) September/October 1820

Concert

 

Mainz

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Charlotte: Es folgen als weitere Concertstationen Aachen, Frankfurt, Mainz und Coblenz. [AML I, 38.]

[24] October 1820

[Private Soiree]

 

Heidelberg

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Autograph note on a Music Manuscript

„Rondoletto für Fräulein N. v. Mayer geschrieben von J. Moscheles.“ Am Schluss: „Auf der Reise in Heidelberg den 24. Octob. 1820 zum freundschaftlichen Andenken v. Ignaz Moscheles.“

[Leo Liepmannssohn, Autographen-Sammlungen. Ignaz Moscheles und Reserve Alfred Bovet; bestehend zum größten Teil aus wertvollen Musikmanuskripten und Musikerbriefe; Versteigerung am 17. u. 18. November 1911, vol. 39 (Liepmannssohn, 1911), 97.]

25 September 1844

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Frankfurt: Salle of Mülhen Hotel

Tickets: 1 florin 45 kreuzer

Programme

AriaMiss Graumann/Mr. HechtMendelssohn
AriaMiss Graumann/Mr. HechtMozart
AriaMiss Graumann/Mr. HechtSchubert
Hommage à Händel,
Grand Duet for Two Pianos
Messrs. Mendelssohn, MoschelesMoscheles
Principal Vocalists: Miss Graumann; Mr. Hecht
Principal Instrumentalists: Messrs. Bockmühl, Eliason, Guhr, Mendelssohn, Mohr, Moscheles

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Moscheles: Jetzt sind wir in Frankfurt…Die älteren Freunde Aloys Schmitt, Wilhelm Speyer, Rosenhain und Hiller begegnen mir musikalisch, die liebenswürdige Frau des verstorbenen Freundes Ferdinand Ries sah ich gern wieder, Frl. Graumann singt hübsch, Dr. Reiss brachte mir seinen begabten jungen Sohn, Gutzkow gesellt sich gern zu uns Musikern und ist selbstverständlich eine angenehme Zugabe zu unseren Abenden. Die anderen hiesigen Musiker habe ich Euch schon genannt und ich kann sagen, sie nehmen mich mit offenen Armen auf, behaupten auch, ich müsse Concert geben. [AML II, 117.]

Charlotte: Wirklich kam es den 25. September dazu, und da der Messe halber alle Lokale vergriffen waren, so gab es keinen anderen Saal, als den eigentlich zu kleinen Mühlens’schen. Mendelssohn spielte das Hommage à Händel mit Moscheles, dieser viele Solo’s, das Publikum bezeigte sich dankbar, und Alles verlief ganz nach Wunsch‘. [AML II, 117.]

Moscheles’ Daughter: Diese Dame, die sich nur für Döhler und sein Spiel zu interessiren scheint, sagte Vater ganz von Oben herab: Wollen Sie uns Karten für Ihr Concert schicken? Er: Gern, aber wie viele?—Nun für alle ***. Er: Ich habe nicht die Ehre, die Zahl der Familienglieder zu kennen und bitte daher zu bestimmen.—Nun, schicken Sie zwei Dutzend.—Diese Art war schon sehr unangenehm, ebenso ihr Nichterscheinen gestern Abend, während sie in Döhler’s Concert den Ton mit Applaus angegeben hatten, doch- aber mit ansehen mussten, dass sein Saal halb leer blieb. Nach alledem kommt heute ein Diener, zu fragen, was Frau *** schuldig sei?:—Das war ein bischen zu viel für meinen geduldigen Vater, er nimmt in einiger Aufregung einen Concertzettel vorn Tisch und giebt ihn dem Diener mit den Worten: „Eine Empfehlung an Frau *** und die Preise der Plätze wären unten bemerkt“, worauf der etwas verwundert abzog. Im Zimmer geht’s ein und aus wie in einem aubenschlag. Künstler kommen und gehen, um Vater zu seinen gestrigen Erfolgen zu gratuliren, darunter ist auch der Violinspieler Boucher der Napoleon I. ähnlich sieht und sehr viel (auffranzösisch} spricht, nein schwatzt. Ich versuche taub zu sein. . . . Jetzt musste ich aber eine Pause machen, denn Mendelssohn kam, und für den unterbricht man sich gern. Nun, da er fort ist, muss ich Euch eine wundervolle Geschichte von gestern erzählen, in welcher er eine Hauptrolle spielt. Der Saal war lange vor Anfang des Concerts gedrängt voll, und immer kamen noch Menschen; ein kleiner Nebensaal ohne Bänke stand offen. „Was werden die Frankfurter sagen, wenn sie keine Sitze finden“, sagt Mendelssohn zu Rosenhain? „Wissen Sie was, wir Beiden wollen hingehen und Stühle miethen, Moscheles darf man so kurz vor Anfang des Concerts nichts sagen.“ Der gute Freund Rosenhain ist gleich bereit, die Stühle sind aber nicht so leicht zu bekommen. Endlich in einer kleinen Wirthschaft finden sich vier Dutzend. „Sie sollen gleich geschickt werden“, sagt Mendelssohn. Aber wer bezahlt? fragt der Wirth. „Es ist ja ein grosser Künstler,—Moscheles—der ein Concert giebt, und es wird so voll, es fehlt an Stühlen—das Geld ist Ihnen sicher.“—Die Herren Künstler, sagt der vorsichtige Wirth, geben manchmal Concert und gehen mit dem Gelde durch, Sie müssen mir etwas dran zahlen. Beide leeren ihre Taschen, die nicht sehr gefüllt waren, befriedigen aber den Wirth, und nun steigen sie in eine Droschke, Mendelssohn setzt zwei der Stühle mit hinein, zwei vorn zum Kutscher und ruft: „Nach dem Mühlens’schen Saal, aber fahren Sie recht schnell.“ So kommen sie an, die andern vierundvierzig Stühle hinterher, und das Publicum hat Platz. Dennoch sassen Madame Mendelssohn, Mutter und ich den ganzen Abend auf zwei Stühlen. Was Mendelssohn aber weit mehr als die Stuhlgeschichte aufregte, war, dass Vater in seiner As-dur-Etüde unten das tiefe Bass-C zugesetzt hatte. „Damit hast Du mich berrascht“, sagte er, “das ist ein prächtiger Effect, der darf ‘nicht vergessen werden, ich will ihn in Madame Moscheles ihr Album schreiben.“ Schnell holte ich es und dann zeichnete er noch die Droschke, sich, Rosenhain und die Stühle hinein, aber nur ein halbes Pferd—„das kann ich nicht auswendig machen“, behauptete er. [AML II, 117-119.]

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Frankfurter Konversationsblatt (September 26, 1844): 1072

Frankfurt. Nächsten Mittwoch, den 25. September, wird der berühmte Moscheles eine große musikalische Abendunterhaltung im Saale des Mülhens’schen Hauses geben. Der gefeierte Künstler und Kapellmeister Mendelssohn Bartholdy werden auf zwei Flügeln ein von Moscheles komponirtes Conzert (Hommage á Haendel) spielen. Eintrittskarten zu 1 fl. 45 kr. find bei Herrn André auf der Zeil und Abends an der Kasse zu 2 fl. zu haben.

Reviews

Didaskalia (September 26, 1844): [3].

(Frankfurt a. M.)…Heute gibt Moscheles ein Konzert und wird von Mendelssohn Bartholdy unterstützt.

Frankfurter Konversationsblatt (September 28, 1844): 1088

Man spricht schon jeßt viel in Wien von den Matadoren in der nächsten Conzert-Saison. Moscheles wird kommen und Conzerte geben. Er dürfte hors de saison in Wien seyn, das Liszt, Thalberg und die ganze Schaar der Clavier-Künstler und Clavier-Treter durchgenossen.

Neue Zeitschrift für Musik (October 3, 1844): 112.

So gab Moscheles, der schon in der letzten Londoner Saison nach langem Schweigen wieder hervortrat, in Frankfurt a.M. Concert.

Revue et Gazette Musicale de Paris (October 6, 1844): 338.

*** Francfort, le mercredi 25 septembre.—Le célèbre pianiste Moschelès a dû donner dans la salle de l’hôtel Mulhens une soirée dont le programme annonçait, entre autres compositions: L’Hommage à Haendel, exécuté sur deux pianos, par lui et M. Mendelsshon-Bartholdy.

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (October 8, 1844): 483-484.

Konzert von J. Moscheles.

Wenn man die Violine die Königin der Instrumente genannt hat, so verdient sie diesen Vorrang, weil in der That ihr an Ausdruck und Kraft so reicher, seelenvoller und der menschlichen Stimme am nächsten kommender Ton alle andern überstrahlt und der Empfindung wie der Leidenschaft die eindringlichste Sprache leiht. Dagegen möchten wir das Clavier den vornehmsten Gutsbesitzer oder den reichsten Handelsherrn im Lande der Tonkunst nennen; denn es hat den größten Umfang, die weiteste Ausdehnung, die ergiebigste Vielseitigkeit und weiß alle Schätze der Musik sich anzueignen und im Bereich der Harmonien gegen die andern zu überwiegen; es ist für sich allein am selbstständigsten und in seinen Eroberungen am glücklichsten. Für das praktische Bedürfnis der Einzelnen eignet es sich am meisten, und den Fleiß Derjenigen, die weder Talent noch Genie besitzen, lohnt es am besten. Um dieser und anderer Vorzüge willen hat das Clavier aller Orten festen Fuß gefaßt und kein anderes Instrument zählt so viel Jünger und Berehrer als es; denn fast in jedem Hause hat es sich heimisch gemacht und nimmt sein Freundschaftseckchen ein. Wenn es auch nicht für Jeden den ganzen Reichthum seines Umfanges entfaltet, so bietet es doch für jeden irgend einen, wenn auch noch so kleinen genußgewährenden Lohn, und selbst sein bescheidenster Krämer fühlt sich mit ihm in der engen Sphäre glücklich und zufrieden. Hieraus erklärt es sich auch, warum es von so vielen Künstlern und Virtuosen exploitirt und cultivirt wird, und die Zahl derselben ist Legion. Seitdem Clementi das Clavier in die Konzert-säle eingeführt hat, wie viele Meister und Begründer von Schulen desselben haben seitdem geglänzt und Ruhm und Gold mit ihrer Virtuosität errungen! Unter ihnen nimmt auch I. Moscheles dessen Name in der Geschichte des Clavierspiels stets genannt werden wird, einen ersten Rang ein, und in fast allen großen Städten von Europa hat sein Talent Triumphe erlebt.

Am 25. d. Mts. gab I. Moscheles, unter Mitwirkung von Felix Mendelssohn-Bartholdy, in Frankfurt a. M. ein Konzert, und die Vereinigung zweier Namen von solchem Klange konnte ihre Anziehungskraft nicht verfehlen. Die gewöhnlich nur spärlich besetzten Räume des Saales waren überfüllt, und der Andrang der Hörer verbreitete sich bis in die Vorzimmer und auf die Korridore. Die Vorträge des Konzertgebers machten den Hauptinhalt dieser glänzenden Soirée aus. Seine gediegenen Compositionen, welche dem Charakter und der Eigen thümlichkeit des Instrumentes angemessen und von den Überbietungen der neuesten Schule frei sind, zeichnen sich durch eine besonnene, in allen Theilen wohl berechnete, feine und geschmackvolle Haltung, so wie durch gründlichen und regelrechten Satz aus, während sein Spiel, wenn auch nicht mehr im vollen Glanze seiner früheren Bravour und wohl etwas allzu abgemessen und nicht immer lebensvoll genug, den anerkannten Meister, der Solidität und Geschmack mit vollkommener Beherrschung der Technik zu vereinigen weiß, bekundet. Es wurde ihm, als dem Componisten und Virtuosen, als dem Künstler von Verdienst und Renommée, der lebhafteste und einstimmigste Beifall in reichem Maße gespendet. Den Glanzpunkt des Abends bildete der Vortrag des Concertante für zwei Pianofortes—beide waren vorzügliche Patentflügel von Streicher—„Hommage à Haendel,“ eine höchst interessante Composition, worin der Konzertgeber und Mendelssohn-Bartholdy in einem so seltenen künstlerischen Zusammenwirken die Hörer enthusiasmirten; besonders entfaltete der Letztere die volle Kraft und Energie seiner mit Recht bewunderten Genialität. Da der Zweck dieser Zeilen mehr ein Referat, als eine ausführliche Kritik der genannten Künstler und Kunstleistungen ist, so mögen diese Andeutungen hier genügen, indem sie die Erfolge als glänzende bezeichnen. Außerdem waren noch mitwirkend die HH. Guhr, Mohr, H. Wolff, Eliason, Bockmühl und Sachar, welche die Konzertpiecen trefflich begleiteten. Fräul. Graumann und Hr. Hecht sangen Arien und Lieder von Mozart, Schubert und Mendelssohn mit Beifall. Hr. Hecht, als Gesanglehrer vortheilhaft bekannt, und viel beschäftigt, verdient für seine freundliche Bereitwilligkeit, bei Konzerten mitzuwirken, um so mehr Dank, als die Mitglieder unserer Oper nur selten zu Gebote stehen. Er sang heute besonders schön, und ohne durch große Stimm-Mittel zu imponiren, wußte er einen geschmackvollen Vortrag und eine gute Gesangschule geltend zu machen, Vorzüge, welche zu Gunsten der Methode seines Unterrichts sprechen.

F. C. Bltt.

Berliner musikalische Zeitung (October 12, 1844): [4].

Frankfurt a/M. Unter Mendelsohns Mitwirkung gab Moscheles ein sehr glänzendes Concert.

Allgemeine Musikalische Zeitung (October 25, 1844): 724.

…hielten die Pianisten Moscheles, Mendelssohn, Döhler, Jacob Rosenhain, Evers, Leopold von Meyer, der Violoncellist Piatti und der Quadrupel-Hornist Vivier in den Salons einen wahren Congress; denn alle diese Pianisten und Fortisten befanden sich in der Thal wie verabredet hier inloco. Zu schildern, wie jeder Einzelne spielte, erlasse man mir, da der Wiederholungen kein Ende wäre. Kurz, sie begannen einen Wettkampf, worin jeder Letzte Sieger blieb. Moscheles gab, unter Mitwirkung Mendelssohn’s, Concert in Mühlen’s Sälchen

7 November 1832

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Frankfurt: Schauspielhaus

Programme

Free Piano Fantasia, incl. the A minor mov. from
Beethoven’s Symphony No.7 and a Savoyard Air
Mr. Moscheles 
Piano Concerto No.5 in C majorMr. MoschelesMoscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Programme Notes: The piano brand was Graff.

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Charlotte: Am 28. October Abends langten sie in Frankfurt an, wo sich neue Schwierigkeiten wegen eines rasch zu veranstaltenden Concerts fanden… Am 7. November ging endlich Moscheles’ Concert glücklich von statten; er hatte ihm mit Ungeduld entgegen gesehen, weil ein in London gut gestellter Künstler für Continentalunternehmungen gar zu grosse Geldopfer bringen muss, selbst wenn sie so vollkommen gelingen, wie die seinigen auf dieser Reise. [AML I, 255.]

Moscheles: Meine Kunstbrüder Schelble. Schnyder v. Wartensee, Rosenhain, Wolff, Guhr und Andere wussten mich aber zu bereden, bis zum 7. November zu warten, was ich ungern that. [AML I, 255.]

Advertisement

Frankfurter journal (November 2, 1832): [6].

Mittwoch, den 7.Nov., wird, bei seiner Durchreise nach England, Hr. J. Moscheles, Professor an der kön. Academie der Musik in London, in hiesigen Schauspielhause

Eine großes Vocal-und Instrumental Conzert

(Abonnement suspendu)

Zu geben die Ehre haben, in welchem er seine neuesten Compsoitionen auf das Pianoforte vortragen wird.

In diesem Kunstgenuß lader Unterzeichnetter alle hiesigen und auswärtigen Kunstfreunde ergebenst ein.

E. Guhr, Kapellmeister.

Reviews

The Harmonicon, vol. 10 (November 1832): 281.

MR. MOSCHELES’ RECENT TOUR.

To the EDITOR of the HARMONICON.

SIR,                                                                                                                      Nov. 22, 1832.

HAVING been in communication with the Continent during the time Mr. Moscheles was making his tour, I am enabled to send you a sketch of his operations; and as all matters tending to advance the respectability of the art, and give éclat to its professors, ever find a worthy place in your publication, I am inclined to hope that this may contribute in aid of your known views.

…On the 7th of November he gave his fourth concert in the Theatre at Frankfort, under the conduct of Chapel master Guhr, well known as the first developer of the secrets of Paganini’s performances on the violin. On this occasion Mr. M. played his new concerto with the greatest success. His extemporaneous performance on the celebrated movement in A minor in Beethoven’s symphony in A, together with a Savoyard air, elicited reiterated applause.

I am, Sir, yours, &c.

C. F. W.

Allgemeine musikalische Zeitung (December 26, 1832): 865-866.

Ausserdem gab auch uns Hr. Ignaz Moscheles auf seiner raschen Durchreise ein sehr erwünschtes, zahlreich besuchtes Concert im Schauspielhause. Man erfreute sich an seinen Compositionen, bewunderte sein Meisterspiel und ward besonders von seiner freyen Phantasie entzückt. Allgemein bedauerte man, dass er zu seinem Concerte einen Flügel von Conrad Graff wählte: denn das Instrument hatte namentlich im Basse keinen Ton und keine Kraft, welcher Umstand nothwendig der vollen schönen Wirkung seines Spiels auf Unkosten des verdienten Beyfalls vielen Eintrag that

13 September 1823

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Frankfurt: Saale des rothen Hauses

Time: Evening

Tickets: 1 Florin 36 [shillings]

Programme

Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
From La clemenza di Tito: AriaMiss RothhammerMozart
From Le nozze di Figaro: DuetMiss Heinefeder, Miss HeinedeferMozart
Principal Vocalists: Miss Rothhammer, Miss Heinefeder, Miss Heinedefer    
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Charlotte: At the beginning of September Moscheles returned to Germany. At first we find him in Frankfurt, from whence he hurries off to Hofrath André, in Offenbach, in order to revel in Mozart manuscripts’. [RMM, 55.]

Advertisements

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 9, 1823): [3].

Frankfurt, vom 8. September.

Herr Moscheles, bekannt als einer der größten Klavierspieler unserer Zeit, befindet sich bei uns, und wird die Freunde der Tonkunst im Laufe dieser Woche mit einem Konzert erfreuen.

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 10, 1823): [3].

Konzertanzeige.

Mit Hoch-Obrigkeitlicher Bewilligung wird J. Moscheles auf seiner Durchreise von London die Ehre haben, künftigen Sonnabend den 13. September 1823 ein Konzert im Saale des rothen Hauses zu geben. Billets a 1 fl. 36 sind zu haben in der Musikalien-handlung des Hrn. Gayl.

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 11, 1823): [4].

 [Same as issued in Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung on 10 September]

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 12, 1823) : [3].

[Same as issued in Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung on 10 September]

Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (September 18, 1823): 448.

Hr. Moscheles, einer der berühmtesten Fortepianospieler unserer Zeit, ist in Frankfurt angekommen und wird dort Concerte geben.

Allgemeine musikalische Zeitung (October 1, 1823): 657.

Von hier [Aachen] wird er [Moscheles] über Frankfurt a. M. gehen, wo man ihn bereits erwartet, und dann seine Reise nach Wien fortsetzen.

Review

Allgemeine musikalische Zeitung (October 1, 1823): 705-706.

Frankfurt am Main. Im October. Wenn der vorübergegangene Sommer arm war an Gaben der Tonkunst, so scheint der beginnende Herbst bereits in günstigen Vorbedeutungen einen um so reichhaltigem Winter zu verkünden. Zu diesen günstigen Vorbedeutungen rechnen wir den Besuch einiger auserwählten Meister der Kunst und die Aufführung zweyer hier noch neuen Singspiele. Der treffliche Moscheles war es, welcher, aus dem Ruhm und Gold spendenden Auslande zurückkehrend, uns zuerst mit einem Concerte erfreute. Was lässt sich noch Viel über das herrliche Spiel dieses allgemein bekannten und anerkannten Virtuoso sagen? Da ist die höchste Fertigkeit mit der anmuthigsten Eleganz in einem so reinen Einklänge, da giebt sich ein tiefes Gefühl so willig selbst den zartesten Anregungen der Tondichtung hin, da tritt auch, wie es erheischt wird, des Vortrags Pracht und grandioses Walten so mächtig hervor, dass wir Alles finden, was das Gemüth ersehnt, und nichts vermissen, was der Verstand fodert. Begegnen wir noch überdem in den freien Phantasieen des Meisters dem schöpferisch wirkenden Genius, den der Wille des Augenblicks hervorruft, so müssen wir auch zugleich den begeisterten Improvisatore, dem in der Begeisterung die ordnenden Fäden des Ganzen nicht entschlüpfen, bewundern.—In dem Concerte des Herrn Moscheles sang Dem. Rothhammer eine Arie aus Titus. Wir bemerken ihr, dass ein zerrissener, schroffer Vortrag weder in dem sogenannten grossen Style ist, noch überhaupt den Foderungen einer guten Methode entspricht. Recht lieblich sangen die Schwestern Desmoiselles Heinefeder, mit ihren reinen und wohl klingenden Stimmen, ein Duett aus Mozart’s Figaro.—

3 October 1820

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Frankfurt: Saale des rothen Hauses

Time: Evening, Eight o’Clock

Programme

Double Piano ConcertoMessrs. Moscheles Schmitt 
Principal Instrumentalists: Messrs. Moscheles, Schmitt

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Charlotte: Es folgen als weitere Concertstationen Aachen, Frankfurt, Mainz und Coblenz.[AML I, 38.]

Advertisements

Stadt-Aachener Zeitung (September 15, 1820): 3.

So eben vernehmen en wir, daß Hr. Moscheles diesen Morgen nach Frankfurt abgereist ist, uns aber die Hoffnung gelassen, in einem monate zurück zu seyn, um ein zweites Konzert zu geben.

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 26, 1820): [3].

Ignaz Moscheles, Klavierspieler und Komponist aus Wien, hat die Ehre dem kunstliebenden Publikum anzuzeigen, daß er künftigen Samstag, den 30. September 1820 eine musikalische Abendunterhaltung im Saale des rothen Hauses geben wird. Das Nähere wird der Anschlagzettel anzeigen.

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (September 28, 1820): [4].

Unterzeichneter hat die Ehre das Kunstliebende Publikum zu benachrichtigen, das die von ihm angekündigte musikalische Abendunterhaltung wegen eingetretener Hindernisse, erst Dienstag den 3. Oktober 1820 im Saale des rothen Hauses statt finden kann. Ignaz Moscheles,

Klavierspieler und Komponist aus Wien. 

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (October 3, 1820): [3].

Konzertanzeige.

Unterzeichneter hat die Ehre dem kunstliebenden Publikum anzuzeigen, daß er heute, Dienstag den 3ten Oktober 1820, eine große musikalische Akademie, im Saale des rothen Hauses zu geben die Ehre haben wird.

Der Anfang ist um 8 Uhr.

Ignaz Moscheles,

Klavierspieler und Kompositeur aus Wien.

Review

Morgenblatt für gebildete Stände (November 24, 1820): 1132.

[Korrespondenz aus Frankfurt, 3. November] …Auch des berühmten Moscheles aus Wien hatten wir uns zu erfreuen. Gleich rauschender Beyfall, als ein früheres Mal, und wie er hier selten gegeben wird, wurde ihm gezollt. In einem Doppel-Conzert, daß er mit unserem Aloys Schmits spielte, war es so erfreulich als anziehend, zu beachten, wie diese großen Künstler, von verschiedenen Wegen her, am Ziele der Meisterschaft zusammentrafen.                           

D. B.

18 April 1820

Ignaz Moscheles’ Second Concert

 

Frankfurt: Saale des rothen Hauses

Time: Evening, Eight o’Clock

Tickets: 1 Florin 36 [shillings]

Programme

Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Overture of the ballet Die Portraits Moscheles
Piano Rondo Brilliant in D major [Op.14]Mr. MoschelesMoscheles
AriaMme DöllePortogul
Piano Variations on an Austrian National Melody [Op.42]Mr. MoschelesMoscheles
Principal Vocalists: Mme Dölle
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Advertisement

Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung (April 16, 1820).

Mit Hochobrigkeitlicher Bewilligung wird der Unterzeichnete, dem Wunsche mehrerer Kunstfreunde zu entsprechen, künftigen Dienstag, den 18. April, noch ein Konzert im Saale des rothen Hauses zu geben die Ehre haben. Billets zu 1 fl. 36. Fr. sind zu haben in der Musikalien-Handlung des Hrn. Gayl und in der Wohnung des Konzertgebers im Gasthof zum römischen Kaiser. Frankfurt, den 15. April 1820.

Ignaz Moscheles,

Klavierspieler und Kompositeur aus Wien

Reviews

Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (May 25, 1820): 250.

Am 18. gab Hr. Moscheles ein zweytes Concert. Da das Orchester-Personale das Theater erst um halb neun Uhr verlassen konnte, das Concert aber um acht Uhr seinen Anfang nahm, so begann Hr. Mocheles, unsern sehnlichsten Wunsch erfüllend, mit einer freyen Phantasie, führte mit vieler Umsicht und Besonnenheit ein von Hrn. A. André aufgegebenes kurzes Thema im strengen Style durch, theilte auch dem Gefühle und der phantasie manche Gabe durch eingeflochtene freyere Perioden mit und befriedigte die Zuhörer vollkommen, da er noch durch keine vorherrschende Production ermüdet war. Rauschender Beyfall war sein Lohn. Hierauf folgte die liebliche, brav gearbeitete Ouverture aus dem Ballete: Die Portraits, von Hrn. Moscheles Composition; sie wurde gut gegeben und lebhaft beklatscht. Darauf spielte Hr. Moscheles ein von ihm verfaßtes Rondò brillant in D dur, was durch Lieblichkeit und glänzende Passagen allgesmein ansprach. Unsere Mad. Dölle sang eine Arie von Portogallo, welche gerechten Beyfall erhielt. Zum Schlusse spielte der Concertgeber Variationen in G dur über eine beliebte Volksmelodie, welche die Aufmerksamkeit sehr spannten und einen sehr vortheilhaften Eindruck machten. Dieses zweyte Concert war Ungewöhnlich zahlreich besucht und der Wunsch nach einem dritten sprach sich laut aus. Der treffliche Künstler, der bereits nach Amsterdam abgereist ist, versprach unser Verlangen bey seiner Rückreise zu erfüllen. Möge er Wort halten!

Allgemeine musikalische Zeitung (June 21, 1820): 431-432.

….Von diesem wackern Künstler wende ich mich zu einem andern, nicht minder ausgezeichneten, ja, was die Behandlung seines Instruments betrifft, einem wahren Heros.—Ich meine Hrn. Moscheles Clavierspieler und Compositeur aus Wien, der in zwey Concerten den grossen Ruf, der ihm vorangieng, weit über alle Erwartung befriedigte. Der Raum dieses Berichts, wollte ich nicht allein von ihm reden, erlaubt es nicht, in alle Einzelnheiten ein zugehen, welche Herrn M. zu einem der grössten jetzt lebenden Künstler auszeichnen. So vielsey gesagt, dass seine Virtuosität bey Kennern und Nichtkennern einen seltenen Eindruck hervorbrachte. Göthe’s Grundsatz, dass der Dichter besonnen seyn müsse, auch wenn er ein leidenschaftliches Werk erzeuge, und der Künstler sein kaltes Blut bewahre, um stärker auf die Einbildungskraft der Zuhörer zu wirken, scheint Herr. M. besonders beherzigt zu haben. In seinem Vortrage—glaubt man ihn auch vergessen in der Flut der Empfindungen—herrscht eine Besonnenheit, die grosse Selbstbeherrschung voraussetzt, und dieses kann auch von seinen Tondichtungen gelten. Zwey allerliebste Ouverturen und ein Concert beurkundeten sein schönes Talent für Composition; und wenn seine freye Phantasie nicht in allen Theilen genügte, so mag man dieses der Anstrengung des Tages, denn Bestreben populär zu seyn, oder wohl gär dem Umstande zuschreiben, dass der Genius eines ächten Künstlers nicht so frey walten kann, wenn äussere Bedingung auf ihn wirkt: in Beziehung hierauf bemerke ich, dass Herr M. im Privat-Zirkel, und zwar ohne aufgefordert zu seyn, solchergestalt phantasirte, dass die strengsten Kritiker davon überrascht und entzückt waren.—Auch Herrn Moscheles bezeichnet hohe Bescheidenheit und humanes Betragen, und so wird er überall um so willkommener seyn, wo man über den Künstler den Menschen nicht vergessen mag.

Journal géneral des Pays-Bas (September 16, 1820): 4.

Bruxelles, 15 septembre.

…La Gazette d’Amsterdam contient dans au assez long article l’éloge d’un jeune artiste, qui vient de quitter la capitale, après y avoir residé pendant plusieurs mois, et s’y être fait entendre avec le plus grand succès. C’est M. Ignace Moscheles, de Prague, artiste du plus grand mérite sur le piano, et qui est également très-bon compositeur : ses talens sont accompagnés d’une grande modestie. Il y a quelques jours, nous avons en occasion de les admirer pendant le passage de M. Moscheles par cette ville pour Francfort.

12 April 1820

Ignaz Moscheles’ First Concert

 

Frankfurt: [Saale des rothen Hauses]

Programme

Overture in C major Moscheles
Piano Concerto No.2 in E flat majorMr. MoschelesMoscheles
Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
*AriaMr. PillwissCannabich
Principal Vocalists: Mr. Pillwiss
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Reviews

Der Sammler. Ein Unterhaltungsblatt (May 25, 1820): 250.

Frankfurt am Mayn. April 1820. Moscheles ist hier und hat am 12. d. sein erstes Concert gegeben. Der große Ruf, welcher ihm als einem der ersten Clavierspieler Wiens vorangegangen, berechtigte zu den größten Erwartungen. Nachdem man ihn nun gehört, müssen wir bekennen, daß er diese Erwartungen vollkommen gerechtfertigt und sogar übertroffen hat. In der That, man weiß nicht, was man mehr bewundern soll: Die Zartheit in seinen Verbindungen, die Nettigkeit seiner Passagen, oder den Schwung und das Großartige seines Styls; kurz alles zusammen genommen, muß man ihn unbedingt als einen der ersten jetzt lebenden Clavierspieler anerkennen.—Hr. Moscheles entfaltete ferner ein herrliches Talent für Composition und eine Meisterschaft in der Setzkunst, wie sie von einem Schüler Albrechtsbergers nur immer zu erwarten ist.

Alle Stücke, mit Ausnahme einer Baß-Arie waren von der Composition des Herrn Moscheles.

Eine Ouverture in C dur eröffnete den Abend auf eine würdige Weise.—Hier, wie in fast allen Werken dieses Meisters, spricht sich ein verständiges Walten und eine besonnene Gediegenheit aus; alles ist praktisch und greift in einander, wie es die Natur der gattungslosen Concert-Ouverture erfordert.

Vorzüglich gefiel uns das hierauf folgende Concert in Es dur und ganz besonders dessen erster Satz.

Ein Faden durchziehet dieses schöne Werk, sein Wesen ist Klarheit. Die Soli sind brillant und sehr schwierig, erscheinen aber unter den Händen des Hrn. Moscheles als ein leichtes Spiel, und eben dieses ist die Bürgschaft des hohen Meisterthums.

Ohne den Soli’s Eintrag zu thun, allein völlig mit ihnen verwebt und in ein Ganzes gestaltet, verdienen die effektvollen Ritornelle, die Behandlung der Blasinstrumente und die gut erfunedenen Motive großes Lob.

In den hierauf folgenden Variationen über den Alexandermarsch setzte Hr. Moscheles durch ein vollendetes Bravourspiel alle Anwesenden in Erstaunen.

Nach solchen körperlichen und geistigen Anstrengungen, war es wohl nicht zu erwarten, in der freyen Phantasie, allen Anforderungen genügt zu sehen; Referent hat indessen Hrn. Moscheles im Privatzirkel phantasiren gehört, und muß bekennen, daß auch hier seine Leistungen im vollkommenen Einklang mit allen übrigen vollendeten Eigenschaften seines herrlichen Talents stehen.

Einstimmiger, enthusiastischer Beyfall lohnte den wackern Künstler. Nochmahls empfange er hier unsern Dank für den schönell Abend!

Durch den Vortrag der Arie von Canabich trug Hr. Pillwiß nicht wenig bey zum vollkommenen Kunstgenuß. Daß dieser vortreffliche Sänger auf längere Zeit unserer Bühne angehören wird, ist ein wahrhaft nicht genug zu würdigender Gewinn.

Allgemeine musikalische Zeitung (June 21, 1820): 431-432.

….Von diesem wackern Künstler wende ich mich zu einem andern, nicht minder ausgezeichneten, ja, was die Behandlung seines Instruments betrifft, einem wahren Heros.—Ich meine Hrn. Moscheles Clavierspieler und Compositeur aus Wien, der in zwey Concerten den grossen Ruf, der ihm vorangieng, weit über alle Erwartung befriedigte. Der Raum dieses Berichts, wollte ich nicht allein von ihm reden, erlaubt es nicht, in alle Einzelnheiten ein zugehen, welche Herrn M. zu einem der grössten jetzt lebenden Künstler auszeichnen. So vielsey gesagt, dass seine Virtuosität bey Kennern und Nichtkennern einen seltenen Eindruck hervorbrachte. Göthe’s Grundsatz, dass der Dichter besonnen seyn müsse, auch wenn er ein leidenschaftliches Werk erzeuge, und der Künstler sein kaltes Blut bewahre, um stärker auf die Einbildungskraft der Zuhörer zu wirken, scheint Herr. M. besonders beherzigt zu haben. In seinem Vortrage—glaubt man ihn auch vergessen in der Flut der Empfindungen—herrscht eine Besonnenheit, die grosse Selbstbeherrschung voraussetzt, und dieses kann auch von seinen Tondichtungen gelten. Zwey allerliebste Ouverturen und ein Concert beurkundeten sein schönes Talent für Composition; und wenn seine freye Phantasie nicht in allen Theilen genügte, so mag man dieses der Anstrengung des Tages, denn Bestreben populär zu seyn, oder wohl gär dem Umstande zuschreiben, dass der Genius eines ächten Künstlers nicht so frey walten kann, wenn äussere Bedingung auf ihn wirkt: in Beziehung hierauf bemerke ich, dass Herr M. im Privat-Zirkel, und zwar ohne aufgefordert zu seyn, solchergestalt phantasirte, dass die strengsten Kritiker davon überrascht und entzückt waren.—Auch Herrn Moscheles bezeichnet hohe Bescheidenheit und humanes Betragen, und so wird er überall um so willkommener seyn, wo man über den Künstler den Menschen nicht vergessen mag.

Journal géneral des Pays-Bas (September 16, 1820): 4.

Bruxelles, 15 septembre. …La Gazette d’Amsterdam contient dans au assez long article l’éloge d’un jeune artiste, qui vient de quitter la capitale, après y avoir residé pendant plusieurs mois, et s’y être fait entendre avec le plus grand succès. C’est M. Ignace Moscheles, de Prague, artiste du plus grand mérite sur le piano, et qui est également très-bon compositeur: ses talens sont accompagnés d’une grande modestie. Il y a quelques jours, nous avons en occasion de les admirer pendant le passage de M. Moscheles par cette ville pour Francfort

9 November 1844

Ignaz Moscheles’ Concert

 

Munich: Königliches Odeon

Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 1 florin; Gallery, 35 kreuzer

Programme

*Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Part I    
Piano Concerto No.3 in G minorMr. MoschelesMoscheles
From Torquato Tasso: AriaMrs. HessneckerDonizetti
Suite of Etudes: a) Andante expressivo
b) Allegro vivace; c) Ernst und Frohsinn;
d) Kindermärchen; e) Allegro di Bravura
Mr. MoschelesMoscheles
Part II    
Adagio and Rondo for Clarinet Mr. BaermannBaermann
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland
with Orchestral Accompaniments
Mr. MoschelesMoscheles
From Così fan tutte: DuetMme Diez, Mrs. RadishMozart
Free Piano Fantasia, incl. themes from
Meyerbeer’s Les Huguenots and Weber’s
Aufforderung zum Tanz
Mr. Moscheles 
Overture, Der Wassertrage Cherubini
Principal Vocalists: Mme Diez, Mrs. Hessnecker, Mrs. Radish  
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles
Conductor: Mr. Franz Lachner

———————————

Charlotte: Hier scheint ein längerer Aufenthalt unvermeidlich, denn die Füsse einer Ballett-Tänzerin, der Elsler, stehen Moscheles’ Händen störend entgegen; sie tanzt bis zum 6. November noch sechs Mal, und absorbiert Orchester und Publikum. Spricht aber Moscheles von Abreise ohne Konzert zu geben, so widersetzt sich Alles; Kapellmeister Lachner, Graf Pocci, Graf Seinsheim, Baron Poissl, Gräfin Méjean, alle diese und noch Andere wollen für ihn laufen, sprechen oder schreiben, um einen früheren Konzerttag, als den 9. November zu erlangen. [AML II, 120.]

Charlotte: Tags nach dem Konzert ist das Zimmer überfüllt von Gratulanten und an ordentliches Schreiben nicht zu denken…nur so viel in aller Kürze, dass der Abend wunderschön war—so schön, dass ich, ihn um keinen Preis hergeben möchte. Der ganze Hof war dort, der König circulirte (wie gewöhnlich sagt man)im Zwischenact im Saal, und die jungen Mädchen behaupten, er frage dann oft: wie alt?“ und bei seiner Taubheit müssten sie laut antworten, worauf es gewöhnlich heißt: „Und noch keinen Mann!“. [AML II, 122.]

Wilhelm Kuhe: I heard Moscheles again in 1844 at Munich, when, to an already very exhausting programme, he added, at the express desire of King Louis of Bavaria, who was present, his famous variations on the Alexander March. [Kuhe, My Musical Recollection, 22.]

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Playbill

Königliches Odeon.

Sonnabend den 9. November 1844.

Großes Concert

von

J. Moscheles

Professor der k. Akademie der Musik in London,

unter gefälliger Mittwirkung der königl. Hofkapelle.

[symbol]

ERSTE ABTHEILUNG

Concert (in G moll) für das Pianoforte, componirt u. vorgetragen von J. Moscheles.

Arie aus „Torquato Tasso“ von Donizetti, gesungen von    . Fräul. Hetznecker.

Suite von Etuden                                 a) Andante espressivo,

b) Allegro vivace,

c) Ernst und Frohsinn,

d) Kindermährchen.

e) Allegro di Bravura,

Componirt und vorgetragen von……………………………………… J. Moscheles.

ZWEITE ABTHEILUNG

Adagio und Rondo für das Clarinette, componirt u. vorgetr. v C. Bärmann.

Erinnerungen an Irland, grosse Fantasie für Pianoforte

     mit Orchesterbegleitung, componirt und vorgetragen von   .    .   .   J. Moscheles.

Duett aus der Oper: „Cosi fan tutte“ v. Mozart, gesungen von Mad. Dies und

                                                                                                       Fräul. Rettich.

Freie Fantasie * auf dem Pianoforte, von   .   .   .   .   .   .   .   .   .   .    .    J. Moscheles.

Ouverture zur Oper: „Der Wasserträger“ von Cherubini.

———————————

*) Diejenigen aus dem verehrten Publikum, welche dem Concertgeben Thema’s zu dieser freien Fantasie zu geben wu2nschen. Werden ersucht, dieselben aufzuschreiben und vor Anfang der zweiten Abtheilung an den Herrn Kapellmeister Lachner zur Auswahl des Concertgebers abgeben zu lassen.

———————————

Eintritts-Preise: In den Saal 1 fl. Auf die Gallier 36 kr.

Anfang 7 Uhr, Ende halb 9 Uhr.

Billets sind in der k. Hofmusikalien-Handlung von Falter & Sohn, und Abends

An der Kasse zu haben.

———————————

Die Kasse wird um halb 6 Uhr geöffnet.

[D-Mbs 4227321]

Münchener politische Zeitung (October 29, 1844): 1025.

München, 29. Oct. Den Freunden der Musik können wir die sichere Nachricht geben, daß Herr Moscheles im Laufe dieser Woche hier eintreffen und bald darauf ein Concert geben wird. Wir hörten diesen ausgezeichneten Virtuosen und Componisten das Leßte Mal vor einundzwanzig Jahren. Sein Wiedeterscheinen kann uns nur höchst interessant seyn. Seine Schöpfungen als Tonseßer für das Klavier gehören zu den werthvollsten unserer Zeit. Ohne Zweisel wird Hrn. Moscheles auch hier, wie in allen größeren Städten Deutschland, die ihm gebührende begeisterte Anerkennung entgegenkommen.

Münchener Tagblatt (October 29, 1844): 1337.

J. Moscheles wird auf seiner Reise auch unsere Stadt besuchen und beabsichtiget am Montag den 4. Nov. im Odeon ein Konzert zu geben.—Der Name Moscheles überhebt uns jeder weitern preisenden Erhebung und mit uns werden sich Hunderte freuen den hochgefeyerten Moscheles nach langen Jahren wieder zu sehen und seine vollendete Meisterschaft wieder genießen zu können. Wenn man den Namen Catalani nennt, so weiß Jedermann, daß es die große Sängerin ist, bei dem Namen Paganini den großen Geiger und so bei Moscheles den großen Klavier-Virtuosen.

Die Bayerische Landbötin (October 31, 1844): 1225.

Hr. Moscheles wird im Laufe dieser Woche hier eintreffen und bald darauf ein Concert geben. Dieser ausgezeichnete Virtuos und Componist befand sich das leßte Mal vor 21 Jahren in unserer Mitte. Sein Wiedererscheinen kann uns nur höchst interessant seyn.

Der Bayerische Eilbote (November 1, 1844): 1061.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Bayreuther Zeitung (November 2, 1844): 1045.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Die Bayerische Landbötin (November 2, 1844): 1236.

Moscheles ist hier angekommen, und wird werden ihn in nächster Woche hören.

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 2, 1844): [1].

Moscheles ist hier angekommen, und wir werden ihn in nächster Woche hören.

Neue Würzburger Zeitung (November 6, 1844): [3].

München, 3. Nov… Samstag wird Moscheles ein Concert geben.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 4, 1844): 1088.

Moscheles, heißt es im „Correspondenten für Deutschland.“ der gestern, den 29. Oct, in München war, hat uns nun wieder verlassen, da für diesen Augenblick die Zeit zul einem Concerte selbst für ihn ungünstig ist; denn Fanni Elßler (die morgen zum ersten Mal auftritt) ist nun einmal für die nächste Zeit die Königin der Abende; doch wird der große Claviervirtuose nächstens wieder hieherkommen, um Concerte zu geben.

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (November 5, 1844): 532.

(Moscheles) hat München wieder verlassen, da für diesen Augen blick die Zeit zu einem Konzerte selbst für ihn ungünstig ist.

Der Bayerische Landbote (November 5, 1844): 1364.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-koncert

zu geben.

Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Die Bayerische Landbötin (November 5, 1844): 1241.

Moscheles ist hier angekommen und wir nächsten Samstag den 9. Nov. im großen Saale des kgl. Odeon ein großes Concert geben. Die Freunde der Musik haben demnach eine neue erwünsche Gelegenheit sich zu ergößen.

Münchener politische Zeitung (November 5, 1844): 1049.

Hr. Moscheles, der seit einigen Tagen hier verweilt, wird nächsten Sonnabend ein große Concert im k. Odeon geben.

Der Bayerische Eilbote (November 6, 1844): 1083.

Münchener Liedertafel.

1416. Mittwoch den 6. November:

Zusammenkunst im Uebungslocale

Herrn J. Moscheles zu Ehren Anfang 7 12 Uhr.

Karl Kienhöfer.

Der Bayerische Landbote (November 6, 1844): 1365.

München, 2. Nov. Moscheles erstes Conzert ist auf Sonnabend den 9. D. angesagt. Möge es dem Meister gefallen, wenn nicht in diesem, doch in einem der folgenden seine große Conzertkomposition aus G-moll uns vorzutragen, unstreitig das gediegenste und phantasiereichste seiner Werke. Auch ein anderer Pianist, Hr. Schaad aus Würzburg, welcher in mancher Pariser Saison mit Liszt, Thalberg, und Döhle würdig rivalisirte, wird einer Einladung Sr. K. Hob des Hrn. Herzog Max zufolge demnächst hier eintreffen, und wohl kaum unterlassen, auch eine öffentliche Probe seines eminenten Talentes abzulegen.

Münchener politische Zeitung (November 6, 1844): 1056.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-Concert

zu geben.

Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Münchener Tagblatt (November 6, 1844): 1370.

Concert-Anzeige.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844 wird

J. Moscheles,

Professor an der k. Akademie der Musik in London,

die Ehre haben, im großen Saal des kgl. Odeons unter gütiger Mitwirkung der kgl.Hofkapelle

eine großes Vokal- und Instrumental-Concert

zu geben. Das Nähere wird besonders angezeigt werden.

Die Bayerische Landbötin (November 7, 1844): 1252.

Das erste große Concert des berühmten Virtuosen J. Moscheles, Professor der k. Akademie der Musik in London, wird Sonnabend den 9. Nov. Im großen Saale des k. Odeons, unter gefälliger Mitwirkung der k. Hofkapelle Stattfinden, und wird in 2 Abtheil folgendes zur Ausführung kommen:

I. Abth. Concert (in G moll) comp. u. vorgetr. von J. Moscheles.

Arie aus „Torquato Tasso“  v. Donizetti, gef. V. Frl. Heßnecker.

Suite von Etuden. a) Andante expressivo, b) Allegro vivace, c) Ernst und Frohsinn, d) Kindermährechen, e) Allegro di Bravura, componirt und vorgetragen von Moscheles.

II. Abth. Adagio und Rondo für die Clarinette, componirt und vorgetragen von Hrn. C. Bärmann.

Erinnerungen an Irland, große Fantasie für Pianoforte mit Orchesterbegleitung, componirt und vorgetragen von J. Moscheles.

Duett aus der Oper: „Cosi fan tutte“ von Mozart, gesungen von Mad. Diez und Fräul. Rettich.

Freie Fantasie *) auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

Ouverture zur Opera: „Der Wasserträger“ von Cherubini.

* Der Concertgeber ladet das Publikum ein, Themas zu dieser freien Fantasie zu geben.

Der Bayerische Landbote (November 7, 1844): 1372.

[Same as issued in Der Bayerische Landbote on November 5]

Münchener Tagblatt (November 7, 1844): 1375.

Königliches Odeon.

Nächsten Sonnabend den 9. November 1844.

Großes Concert

von

J. Moscheles,

Professor an der königl. Akademie der Musik in London,

unter gefälliger Mitwirkung der k. Hofkapelle.

Erste Abtheilung:

1) Concert (in g moll) komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

2) Arie aus Torquato Tasso, gesungen von Frln. Heßnecker.

3) Suite von Etuden: a) Andante expressivo, b) Allegro vivace, c) Ernst und Frohsinn, d) Kindermärchen, e) Allegro di Bravura komponirt und vorgetragen v. J. Moscheles.

Zweite Abtheilung:

4) Adagio und Rondo für die Clarinette, komponirt und vorgetragen von Hrn. C. Bärmann.

5) Erinnerungen an Irland, Fantasie für Pianoforte mit Orchester-Begleitung, komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

6) Duett aus der Mozart’s Oper cosi fan tutte, gesungen von Mad. Diez und Fräul. Rettich.

7) Freie Fantasie auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

8) Ouverture zur Opera: der Wasserträger von Cherubini.

Eintrittsbillete in den Saal à 1 fl. auf die Gallerie à 36 kr. Find zu haben in der Falterschen Hof-Musikalienhandlung und Abends an der Kassa.

Der bayerische Volksfreund Zeitung (November 8, 1844): 716.

[Same as issued in Münchener Tagblatt on November 7]

Münchener Conversationsblatt (November 8, 1844): 360.

J. Moscheles hat die Ehre, dem verehrten Publikum anzugeigen, daß er in Folge seines nur einmaligen Auftretens in München und auf Verlangen mehrerer Kunstfreunde in seinem heutigen Konzerte seinen „Alexander-Marsch“ mit Orchester-Begleitung statt der früher angezeigten ältern Etuden spielen wird.

Münchener politische Zeitung (November 8, 1844): 1062.

München, 8. Novbr, Aus verlässiger Quelle können wir die bestimmte Nachricht geben, daß das mergen statthabende Concert des Herrn Moscheles das Einzige ist, welches dieser Künstler währen seines dermaligen Aufenthalts hier geben wird.

Nürnberger Kurier (November 8, 1844): [3].

München, 5. Nov…Hr. Moscheles, der seit einigen Tagen hier verweilt, wird nächsten Sonnabend ein großes Konzert im k. Odeon geben.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 9, 1844): 1108.

(Moscheles.) nachdem er zwei Mal in Stuttgart und zwei Mal in Augsburg mit großem Beifalle sich hören ließ, gab den 4. November in München sein erstes Concert.

Der Humorist (November 9, 1844): 1082.

Moscheles, der Senior, der Altvater aller Pianisten, unser ausgezeichneter Landsmann, hat München verlassen, ohne ein Concert daselbst zu geben!

Ach!

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 9, 1844): [1].

Das Concert unsers berühmten Gastes Moscheles findet Sonnabend den 9. d. statt.

Münchener Tagblatt (November 9, 1844): 1383.

[Same as issued in Münchener Tagblatt on November 7]

Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode (November 12, 1844): 1816.

Moscheles ist in München, und wollte Concerte geben, konnte aber nicht dazu kommen, da Fanny Elßler jetzt die allgemeine Aufmerksamkeit ausschließlich in Anspruch nimmt. Jetzt war sein erstes Concert bereits angekündigt.

—a.

Die Warte an der Donau (November 29, 1844): 767.

Hände und Füße im Kampfe. Moscheles konnte während der Anwesenheit der Elsler in München kein Concert veranstalten, wie wäre es erst einem Manne ergangen, der ein Concert auf dem Gehirne, z. B. eine geistvolle Vorlesung hätte geben wollen? Wie kommt es endlich, daß Dichter so wenig Sensation machen, da fiel es doch stets mit Füßen zu thun haben, die sich denn doch auch rhythmisch bewegen können.

Reviews

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 11, 1844): 1111.

Unterdessen hat unsere Hofcapelle am Allerheiligentag die Reihe ihrer großen Winterconcerte in würdigster Weise begonnen. Liszt wird nicht kommen, und sohin auch nicht concertiren. Die Ankündigung seiner nahen Ankunft in unseren Zeitungen scheint auf einer Verwechslung seiner Person mit jener Moscheles beruht zu haben. Moscheles ist in der That seit acht Tagen hier, und gibt kommenden Sonnabend, den 9. November, ein großes Concert unter Mitwirkung der Hofcapelle. Wenn unser Publikum nur bis dahiu aus der Elßler-Begeisterung wieder genug herausgekommen ist, um nicht hinter den Erwartungen des berühmten Concertgebers zurückzubleiben! Eine namhafte Anzahl anderer Gäste für die Concertsaison ist bereits angekündigt. Das ist zwar sehr schön; aber es thut Einem doch leid bei dem Gedanken, daß unter den vielen Berufenen nur höchst Wenige, zu einem auch nur leidlichen Erfolg Auserwählte sich befinden werden. Unser Kunstverein ist lange nicht so besucht gewesen, als vorgestern, in welchem ein Bild Fanni Elßlers in Lebensgröße ausgestellt war. Man mag sich über das Werk des Newyorker Künstlers freuen, wenn man des lebenden Originals nie ansichtig wurde, in diesem Augenblicke wußte aber natürlich Jeder etwas an dem Bild zu tadeln, da Jedem sein Bühnen ideal vor Augenschwebte.

Allgemeine Zeitung mit allerhöchsten Privilegien (November 11, 1844): 2523

—Moscheles gab gestern im Odeon sein Concert, das durch die Anwesenheit JJ. MM. und kk. HH verherrlich ward. Die gehaltvollen Compositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meister überall die ehrenvollste Anerkennung, selbst jetzt noch, nachdem man den Virtuosität jungerer Künstler, namentlich Liszts, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.

Münchener politische Zeitung (November 11, 1844): 1069.

Hr. Moscheles es gab vorgestern ein großes Concert im Odeonsaale, welches bei dem lebhalten Andenken, in dem das vor mehr als zwanzig Jahren hier stattgefundene Auftreten des als Compositeur, wie als Virtuos gleich ausgezeichneten Meisters steht, und bei seinem in der Zwischenzeit noch erhöhten Rufe eine außergewöhnliche Anziehungskraft üble, so daß die weiten Räume des Saales und der Gellerieen sich zeitig mit Zuhörern gefüllt hatten. Auch der Allerhöchste Hof war zugegen. Hr. Moscheles wurde gelich bei seinem Erscheinen mit Beifallszeichen empfangen, und nach jedem seiner Vorträge wiederholt gerufen. Er begann mit dem Vortrag einer seiner schönsten Compositionen, dem Concert in G-Moll, spielte einige seiner trefflichen Etüden, dann die bekannten Variationen über den Alexandermarsch und schloß mit einer freien Fantasie über gegebene Thema’s. Allgemeine sprach sich die Bewunderung seines ruhigen, klaren, aller Künstelei und Effecthascherei abholden, nur dem edleren Genius der Musik zugewandten Spieles aus. Wenn zugegeben werden muß, daß Liszt eine hinreißendere Wirkung hervorbringt, weil er mit angeborenem Talent mehr dem augenblicklichen Zuge der Begeisterung folgt, und die Iyrische, leidenschaftliche Stimmung, die ihn bewegt, den Zuhörern mit magischer Kraft unwillkürlich mittheilt, wenn er, im uns eines gewagten Ausdruckes zu bedienen, vorzugswelfe sich selbst spielt, so tritt dagegen in Moscheles die objektive Richtung entschieden hervor; man vergißt den Spielenden über seinem, in zart-empfundnen reizvollen Melodieen sich ergließenden Vortrage, und freut sich seiner Technik, da sie einer innerlich gereisten Gedankenwelt dient. Hr. Moscheles wurde bei seinem Concerte durch das k. Orchester unter Franz Lachners Leitung und durch die Mitwirkung der Dem. Hetznecker, dem. Retsich, Mad. Diez und des Hrn. Bärmann aufs beste unterflützt.

Münchener Tagblatt (November 11, 1844): 1389.

Das Conzert des großen Virtuosen Moscheles war überaus glänzend in allen Theilen und er fand die seiner hohen Kunstvollendung gebührende Würdigung durch rauschenden Empfang und Applaus. Neben dem Konzertgeber glänzte besonders noch Herr C. Bärmann in seiner eigenen Composition in einem Adagio und Rondo. Die Damen Hetzneker Rettich und Dietz trugen zum Glanze des Abends bei. Die Allerhöchsten Herrschaften beehrten dieses brillante Conzert mit Allerhöchstihrer Gegenwart.

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (November 12, 1844): 544.

(Moscheles) hat seinen Aufenthalt in München verlängert und sein erstes Konzert daselbst am 9. November gegeben.

Der Bayerische Landbote (November 12, 1844): 1389.

Gestern spielte Moscheles. Moscheles hat nur menschliche Normalzahl von zehn Fingern, also etwa 90 weniger als List. Darum hat er aber um eine Seele mehr als dieser. Nicht als ob wir damit dem Moscheles zwei Seelen zuschrieben, etwa wie sie Plato an nimmt, er bescheidet sich auch in diesem Artikel mit der Normalzahl—Einer Liszt aber hat gar keine. Darum denkt und fühlt Moscheles, Liszt aber gährt nur und explodirt. Moscheles spiel ist ein freudiges, wenn auch oft kühnes Ergehen in großartiger Gebirgsnatur mit silbernen Firnen, grüner Thaleinsamkeit, schäumenden Sturzbächen und mondbeglänzter Waldesnacht. Liszt’s Spiel dagegen ist ein sabathlicher Herenreigen um den glutspienden Krater eines Vesuv. Wir erblicken in Moscheles von jedem Gesichtspunkte her einen größeren Meister als in Liszt. Liszt ist nur der Mazeppa seiner Kunst. Er liegt diesem wilden ukrainischen Rosse hülflos auf den Rücken geknebelt, und dieses braust gleich dem losgelassenen Sturmwind mit ihm hinaus durch Waldes- und Steppenwildniß, allen Grauen einer hereindämmernden Nacht entgegen. Man hört dabei das keuchende Ausgreifen, den zermalmenden Huffschlag; springende Klaviersaiten gelten auf wie die Gier der Wolsmeute, welche seine Flucht verfolgt, und, wie an den Dornen des durch jagten Gestrüpps, kleben an der Tastatur des Liszt’schen Instruments den andern Morgen Spuren von Blut. Ein Anderes ists mit Moscheles. er läßt sich nicht tummeln von seiner Kunst, erlaubt ihr nicht, mit ihm durchzugehen. Stets zügelt und beherrscht er sie mit überlegener selbstbewußter Kraft, im kühnsten verwegensten Caprioliren sowohl, als im pathetischen Paßgang der Schule und dem tändelnden Spiel des spanischen Tritts, womit die Berberrosse der Cabalero’s unter den Balconen Madrids paradieren. Doch lassen wir von dieser Parallele zweier Celebritäten! Es ist nich nöthig, vor dem Triumphwagen Moscheles, wie im alten Rom, einen überwundenen König einherzuführen. Zu seinem Ruhme genügt, ohne alle Folie, seine Eigenthümlichkeit. Und diese entfaltete sich im gestrigen Concert gleich einem Prächtigen Fächer, dessen einzelne Stäbe, jeder in anderm Mosaik, in anderm Farbenschmuck brillirt. Fuhren wir auf den majestätischen Harmonieen des „G-moll-Concerts“ wie auf hochgehender See dahin, deren Wogenspitzen vom Silberschaum der glänzendsten Passagen leuchteten und den Flügelschlag süßer Melodieen benetzen, welche die Möven darüber hinstrichen so wiegte uns das „andantino expressivo“ gleich dem milderen Schaukeln einer zwischen schattigen Bananen aufgehängten indischen Matte in einen Halbschlummer der schmeichelndsten Gefühle, in welchem uns das plötzlich, ersprühende und in den farbigsten Gluten spielende Feurwerk des „allegro vivace“ freudig überraschte. Dann wie ein frischer Born, fröhlich riefelnd in der Ebene, zornschäumend über Felfenhänge, rauschte in „Ernst und Frohsinn“ Alles an uns hin, was die Kunst des Piano Riedliches und Zierliches in wahrhaft filigraner Ausarbeitung des Einzelnen, Und Glänzendes und Gewaltiges in der Behandlung der Massen mittels vollgriffiger Passagen und kühner Sprünge vermag. Auf den G pfelpunkt künstlerischer Möglichkeit aber steigerte sich dieß in dem auf vielseitiges Verlangen an die Stelle der „Kindermährchen“ und des „Allegro di bravura“ getretenen Alexandervariationen. Welch’ ein großartigrs, seelisch belebtes Tongemälde endlich entrollte sich in den „Erinnerungen an Irland,“ welche ästhetische Größe in dem so leicht und fließend improvisirenden Spiele mit dem gegebenen Thema, das wie der goldenen Apfel eines Jongleurs in tausen wech selnden Figuren auf und nieder stieg!—Aber wir stehen an den Marken des uns hier verstatteten Raumes. Und so drücken wir dem Meister zum Abschied die so mächtige und doch so zarte Hand, die edelste, welche je über die Tasten eines Piano glitt, denn ihrem Anschlag antwortet dieses Instrument nicht etwa, wie den Andern, mit einer Grimasse, sondern mit dem vollsten Erguß seiner Seele.

Die Bayerische Landbötin (November 12, 1844): 1265.

Das von dem hochberühmten Meister Moscheles vergangenen Samstag den 9. Im großen Saale des k. Odeons unter Mitwirkung von Mitgliedern unserer k. Hofkapelle veranstaltete Concert, war in jeder Beziehung ausgezeichnet zu nennen. Daß G moll Concert, eine Composition des Meisters—im Einklange mit Orchesterbegleitung—bildete eine Art dramatisches Fantasiegemälde voll Kraft und Leben. Moscheles, ein wahrer Künstler, ergreift den Geist und erhebr das Herz. Die herrlichsten Traumgebilde entwinden sich unter keinen ruhig dahin gleitenden Fingern aus den Saiten seines Instrumentes. Die von dem Meister vorgetragenen Etuden, welche ausser den Kindermährchen Manuscript sind, entwickelten einen Reichtbum von Bravour und Kunst, welchen man bei einmaligem Hören zu fassen kaum im Stande ist. Die Alexander-Marsch-Variationen, ein wahres Ideal aller brillanten Effecte, wurden von dem Meister mit der ihm eigenen Vollkommenheit vorgetragen und konnten nur den rauschendesten Beifall erringen. Die „Erinnerungen an Irland“ waren ein charakteristisches Stück, das die Hörer in der höchsten Spannung erhielt, bis diese in dem stürmischsten Applauses sich Luft machte. Die Improvisation zeigte den Meister in aller seiner Vielseitigkeit; die ihm aufgegeben Themas waren; der „Choral aus den Hugenotten und „Webers Aufforderung“ zum Tanze. Wie der Meister seine Aufgabe gelöst, davon zeugte der außerordentliche Beifall der Versammlung. Bei Moscheles sieht und lernt man, was das Klavier leisten kann und was es leisten soll. Moscheles Spiel ist geregelt nach den Gesetzen des Schönen, er beherrscht die Töne in einer Weise, daß, ob jubelnd, ob leise klagend, immer dieselbe Harmonie die Seele durchhebt. Wir wiederholen es: Moscheles ist ein wahrer Meister der Kunst. Würdig dem Virtuosen zur Seite standen die Leistungen der k. Hofkapelle, wie auch Hr. C. Bärmann in seiner eigenen Composition in einem Adagio und Rondo glänzte, und—welcher Kunstfreund hört nicht gerne ihre Namen!—der Damen Diez, Hetzneker, Rettich; sie heilten den Triumph des Abends. Die Allerhöchsten Herrschaften verherrlichten was von einer äußerst zahlreichen Gesellschaft besuchte Concert mit Ihrer Gegenwart.

Der Bayerische Eilbote (November 13, 1844): 1103.

11. Nov. Hr. Moscheles gab vorgestern ein großes Concert im Odeonssaale, welches bei dem lebhaften Andenken, in dem das vor mehr als zwanzig Jahren hier statt gefundene Auftreten des als Compositeur, wie als Virtuos gleich ausgezeichneten Meisters steht, und bei seinem in der Zwischenzeit noch erhöhten Rufe, eine außergewöhnliche Anziehungskraft übte, so daß die weiten Räume des Saales und der Gallerieen sich zeitig mit Zuhörern gefüllt hatten. Auch der Allerhöchste Hof war zugegen. Hr. Moscheles wurde gleich bei seinem Erscheinen mit Beifallszeichen empfangen, und nach jedem seiner Vorträge wiederholt gerufen. Er begann mit dem Vortrag einer seiner schönsten Compositionen, dem Concert in G-Moll, spielte einige seiner trefflichen Etüden, dann die bekannten Variationen über den Alexandermarsch und schloß mit einer freien Fantasie über gegebene Thema’s. Allgemein sprach sich die Bewunderung seines ruhigen, klaren, aller Künstelei und Effecthascherei abholden, nur dem edlern Genius der Musik zugewandten Spieles aus. Wenn zugegeben werden muß, daß Liszt eine hinreißendere Wirkung hervorbringt, weil er mit angebornem Talent mehr dem augenblicklichen Zuge der Begeisterung folgt, und die lyrische, leidenschaftliche Stimmung, die ihn bewegt, den Zuhörern mit magischer Kraft unwillkürlich mittheilt, wenn er, um uns eines gewagten Ausdruckes zu bedienen, vorzugsweise sich selbst spielt, so tritt dagegen in Moscheles die objective Richtung entschieden hervor; man vergißt den Spielenden über seinem, in zart empfundnen reizvollen Melodieen sich ergießenden Vortrage, und freut sich seiner Technik, da sie einer innerlich gereiften Gedankenwelt dien. Hr. Moscheles wurde bei seinem Concerte durch das k. Orchester unter Franz Lachners Leitung und durch die Mitwirkung der Dem. Hetzenecker, Dem. Rettich, Mad. Diez und des Hrn. Bärmann aufs beste unterstützt.

Allgemeine Theaterzeitung Neue Würzburger Zeitung (November 13, 1844): [3].

München, 10. Nov. (Privat-Correspondenz.) Moscheles, der längst berühmte Compositeur und Clavierspieler, gab gestern im k. Odeon ein Concert, bei welchem unsere allerhöchsten und höchsten Herr schaften und ein zahlreiches Publikum zugegen waren. Moscheles Vorträge wurden, wie dies zu erwarten stand, mit großem Beifalle aufgenommen und der Meister vielmals gerufen.

Nürnberger Kurier (November 13, 1844): [3].

München, 10. Nov. Moscheles gab gestern im Odeon ein Konzert. Die gehaltvollen Kompositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meister überall die ehrenvollste Anerkennung, selbst jetzt noch, nachdem man der Virtuosen jüngerer Ku2nstler, namentlich Liszts, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.

Fränkischer Merkur mit allergnädigsten Privilegien (November 14, 1844): [1].

München, 10. Nov. Gestern Abend haben JJ. kk. Majestäten, so wie J. Maj. die Kaiserin Wittwe von Brasilien und Prinzenssin Allexandra, dem Concerte beigewohnt, welches Moscheles im k. Odeon gab. Der Berühmte Komponist und Meister des Klaviers erntete von einem zahlreichen und auserlesenen Publikum den Beifall, den seine herrlichen Kompositionen und sein meisterhaftes Spiel verdienen.

Nürnberger Kurier (November 14, 1844): [1].

München, 11. Nov…Moscheles, dem schon vor zwei Jahrzehnten berühmten Pianisten und Komponisten, wurde in seinem Konzerte vorgestern sowohl von dem allerh, und höchsten Herrschaften als von dem zahlreich anwesenden Publikum reicher Beifall zu Theil. Besonders waren es seine herrlichen Variationen über Händels Alexanders-marsch, die so sehr ansprachen.

Augsburger Postzeitung (November 15, 1844): 1258.

Moscheles hat am letzten Samstag sein Concert gegeben und großen Beifall geernet für sein weniger phantastisches, aber desto gediegeneres Spiel.

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 16, 1844): 1132.

Nächste Woche wird der berühmte Pianist Moscheles aus Paris, der jetzt in München Furore macht, in Wien erwartet.

Der Wanderer im Gebiete der Kunst und Wissenschaft, Industrie und Gewerbe, Theater und Geselligkeit (November 20, 1844): 1116.

(München.) Moscheles gab am 9. Nov. im Odeon sein Concert, das durch die Angewohnheit Ihrer Majestäten und königlichen Hoheiten verherrlicht ward. Die gehaltvollen Compositionen und der gediegene Vortrag derselben sichern dem Meiner überall die ehrenvollste Anerkennung selbst jeßt noch, nachdem man der Virtuosität jüngerer Künstler, namentlich Liszt’s, Staunen und Bewunderung gezollt. Der Saal war ziemlich gefüllt.                                                                                      (A. Z.)

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (November 21, 1844): 1148.

Kaum hat uns Moscheles, der am letzten Sonnabend ein großes Concert gegeben hat, verlassen, so erwartet uns schon ein anderer ähnlicher Genuß.