3 September 1844

Ignaz Moscheles’ Concert

Aachen: Redoutensaal

Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 1 Thaler in advance; Door tickets, 1 Thaler, 10 Silbergroschen

Programme

Part I    
Grand Trio for Piano, Violin and Violoncello (Op.84)Messrs. Moscheles,
Kettenise, Knecht
Moscheles
Vocal Morceaux  
Cat’s FugueMr. MoschelesScarlatti
From Characteristic Studies (Op.95):
4) A Nursery Tale
5) Terpsichore
Mr. MoschelesMoscheles
From Grandes Etudes de Concert (Op.111)
1) Réverie et Allegresse
4) La Fougoue
Mr. MoschelesMoscheles
Horn SoloMr. Witteck 
Piano Sonata No.21 in C major Waldstein (Op.54)Mr. MoschelesBeethoven
Part II   
Hommage à Händel, Grand Duet for Two PianosMrs. [?], Mr. MoschelesMoscheles
Vocal Morceaux  
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mlle Bertucat; Herr Pischek  
Principal Instrumentalists: Mrs. [?]; Messrs. Kettenise, Knecht, Moscheles, Witteck

———————————

Charlotte: Dort wird Halt gemacht, weil es so viele alte Freunde gibt, die Moscheles wieder hören mächten und die ihn zu einem Konzert bereden, und mit Recht, da der glänzende Erfolg nur beglückend sein konnte. [AML II, 116]

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Stadt Aachener Zeitung (August 31, 1844): 4.

MARDI PROCHAIN, le 3 Septembre,

GRAND CONCERT,

donné à la Salle de la Redoute

par

Mr. MOSCHELES,

Pianiste de S. A. R. le Prince Albert

Et Professeur à l’Academie royale de musique à Londres.

——

Mr. MOSCHELES fera entendre de ses compositions les plus nouvelles publiées et inédites et des improvisations au Piano.

——

Le programme indiquéra le contenu

du Concert.

Les billets à 1 Thlr. se vendront d’avance à la librairie de Mr. J. A. MAYER.

Prix de billet à l’entrée 1 Thlr. 10 Sgr.

Stadt Aachener Zeitung (September 1, 1844): 6.

[Same as issued in Stadt Aachener Zeitung on August 31]

Stadt Aachener Zeitung (September 3, 1844): 4.

Aix-la-Chapelle.

——

MARDI, le 3 Septembre 1844,

GRAND CONCERT,

donné par

Mr. Moscheles,

dans la Salle de la Redoute.

——

PROGRAMME.

PREMIÈRE PARTIE.

1o Grand TrioAllegro con Spirito,
Adagio espressivo,
Scherzo alla Scozzese,
Allegretto grazioso,
pour Piano, Violon et Violoncelle, composé par
MOSCHELES, execute par l’auteur et MM. KET-
TENISSE et KNECHT.
2o Morceau vocal, execute par plusieurs members
     de la Concordia
3o La célèbre FUGUE DU CHAT de Scarlatti *)
Suivie de quatre Etudes caractéristiques:
             Le Conte enfantin,
             Terpsichore,
             Rêverie et Allégresse,
             La Fougue,
Inédites
Composes et exécutées par Mr. MOSCHELES
4o Solo de Cor, execute par Mr. WITTECK.
5o Grande Sonate pour Piano de L. v. Beethoven
    (e nut Op. 53), exécutée par Mr. MOSCHELES
DEUXIEME PARTIE.
6o Grande Duo pour deux Pianos, Hommage à
    Hændel, compose par Mr. MOSCHELES, execute
    par l’auteur et Dlle. ***
7o Morceau vocal, execute par plusieurs membres
de la Concordia.
8o Improvisation au Piano par Mr. MOSCHELES.

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*) Le chat favori de Scarlatti en traversant le Clavier de son maître, frappa les notes que celui-ci prit pour theme de cette Fugue.

——

On commencera à 7 heures précises.

Les billets à 1 Thlr. se vendent d’avance à la librairie de Mr. J. A. MAYER. Prix du billet à l’entrée 1 Thlr.  10 Sgr.

Reviews

Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur, und geselliges Leben (September 14, 1844): 916.

(In Aachen befindet sich gegenwärtig der bekannte Virtuose Moscheles aus London,) der sich nach langem Schweigen wieder entschlossen, einige Concerte in Deutschland zu geben. Nach den Versicherungen Vieler, die ihn gehört, dürfte dieser deutsche Künstler leicht noch ein Mal bei dem gediegeneren Publikum den Rang vor vielen andern Clavierheroen unserer Zeit davontragen

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (September 14, 1844): 444.

Der berühmte Clavierspieler- und Componist Moscheles besindet sich in Cöln, wird sich jedoch nur kurze Zeit aufhalten und von hier nach Düren unfern Aachen reisen, um dort in einem Konzerte zu wohlthätigem Zwecke zu spielen. Von dort aus will er den Rhein herunter nach Mainz reisen, sich in Stuttgart und Carlsruhe verweilen und sodann nach 16jähriger Abwesenheit wieder die alte Kaiserstadt an der Donau besuchen, in der er so große Triumphe gefeiert. Moscheles reist mit seiner Gattin (einer gebornen Hamburgerin) und seiner Tochter, welche ebenfalls recht artig Pianoforte spielt. Er gab vor seiner Hieherreise in Aachen Konzert.

Sonntagsblätter (September 15, 1844): 876.

Wahrend des Aufenthaltes in Aachen wurde Moscheles durch eine Deputazion aufgefordert, sich öffentlich hören zu lassen; er genügte so schmeichelbassem Ansinnen und g-fiel auf ungewöhnliche Weise. Sollten wir in Wien nicht ähnlichen Genusses theilhaftig werden?

Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (September 19, 1844): 432.

(Moscheles)…In Aachen gab er zu Folge allgemeine Aufforderung ein Konzert mit eklatantem Beifalle.

The Musical World, a Weekly Record of Musical Science, Literature, and Intelligence, vol. XIX (September 19, 1844): 312.

MOSCHELES.—This celebrated musician has been enjoying himself, with his wife and family, on the Rhine. Though he only went for “a holiday,” he informs us, by a letter, received last week, that at Aix la Chapelle some of his old friends insisted on his giving a concert. This, we learn from a local journal, was brilliantly attended, and proved how highly Moscheles is esteemed, both as a composer and pianist, by the triumphant reception he encountered. Moscheles will not return to England until the spring.

Der Humorist (November 14, 1844): 1099-1100.

…(Ein Geschichtlein von der Unverschämtheit einer Klavierspielerin.) Der „Freimüthige“ erzählt Folgendes aus Aachen: Jüngst haben wir ein Beispiel krassen Vorurtheils erlebt, das empörendist. Moscheles gab kürzlich hier Concert. Zur Unterstützung ersucht er Mad. Eschborn und Dlle. Schäfer (Tochter des Direktors,) erstere, am zu fingen, die andere, am Etwas zu deklamiren. Als dies eine Dilettantin (Pianistin) hörte, ließ sie ihm melden, daß, nachdem er Mitglieder vom Theater zur Mitwirkung engagirt, sie nicht mitwirken und ihm auch ihren Flügel nicht leihen wolle. Da kein passenderes Instrument hier aufzutreiben war, so mußte sich Moscheles in die so unverschämte Bedingung fügen und beide Sängerinnen, mit Angabe des Grundes, von der Mitwirkung entheben. Dieses Fräulein heißt Stürtz, hat einige Lektionen von Chopin in Paris genommen, ging dann Lißt nach Berlin nach, ist aber als Pianistin ohne Takt und Gefühl, hält Trommeln für Spielen, kurz, ihre künstlerische Leistung ist gleich Null. Ihren Pariser Flügel hat sie Moscheles nur zur Disposition gestellt, wenn er ihren grenzenlosen Ehrgeiz befriedigte und sie auch mitspielen ließe. Von welcher Familie ist dieses Fräulein? Ihr Vater war hier Gastgeber, später Aktionär der Spielbank, nun ist er Rentier. Und diese künstlerische Milbe will nicht neben zwei so braven und unbescholtenen Bühnenmitgliedern—klavier-hämmern? Ist das nicht zum Ausschreien? (»Teleskop.»)

19 January 1827

Ignaz Moscheles’ Concert

Aachen: Redoutensaal

Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 25 Silbergroschen

Programme

Part I  
Overture  
Song  
Piano Concerto No.5 in C major: I. Allegro moderatoMr. MoschelesMoscheles
Piano Fantasia and Variations on the favourite
air ‘Au clair de la Lune’ with Orch. Accomp. (Op.50)
Mr. MoschelesMoscheles
Part II  
Overture  
Piano Fantasia, The Recollections of Ireland
with Orchestral Accompaniments 
 Moscheles
Song  
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Moscheles: If only to tell you how pleased I am to think that this tour, if nothing to speak of in the pecuniary way, will give me fresh impetus as an artist. Here, where I have been so often heard, my subscription list bears witness to the eagerness with which my concert is expected, and for such honours I gladly forfeit my London lessons. [RMM, 93.]

Moscheles: Von Brüssel aus wird über die enthusiastische Aufnahme und den glücklichen Erfolg des Concertes in Aachen berichtet, über Brüssel und die angrenzenden Städte aber eilen sie trotz vieler Aufforderungen zu Konzerten hinweg. [AML I, 136]

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Stadt-Aachener Zeitung (January 17, 1827): 4.

Mit obrigkeitlicher Bewilligung,

wird das auf den 18. Januar angekündgite Konzert

von J. Moscheles,

Kammervirtuos S. D. des Fürsten P. Esterhazy und Professor der Königl. Akademie der Musik zu London,

erst Freitag, den 19. Januar 1827,

in neuen Redouten-Saale statt finden.

Inhalt.

Erster Theil

  1. Ouverture

2. Gesangstück.

3. Erster Saß eines neuen Pianoforte-Konzerts (C dur M. S.). Hierauf Adagio und Variationen über das Französischer Bauderville: au clair de la lune, beides komponirt und vorgetragen von J. Moscheles

Zweiter Theil.

1. Ouverture

2. The Recollections of Ireland (Erinnerungen an Irland) neue Fantasie für das Pianoforte mit Begleitung des Orchesters, komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

3. Gesangstück.

4. Freie Fantasie auf dem Pianoforte, vorgetragen von J. Moscheles.

Anfang halb 7 Uhr.

Eintrittskarten zu 25 Sgr. sind zu haben in der J. A. Mayer’schen Buchhandlung.

An der Kasse kostet das Billet 1 Thaler.

Stadt-Aachener Zeitung (January 18, 1827): 4.

[Same as issued in Stadt-Aachener Zeitung on January 17]

Stadt-Aachener Zeitung (January 19, 1827): 4.

An

IGNAZ MOSCHELES.

Willkommen uns, Du Held im Reich’ der Töne,

         Sei uns gegrüßt bei’m frohen Wiedersehen.

         Wer mag dem Drang’ der Seele widerstehen,

         Zu hören das Verkündete, das Schöne!

Du bringst es uns, daß himmlisch uns versöhne

    Der Genius der Kunst; von ihren Höhen

    Laß’ über uns heut’ seinen Fittig wehen,

    Daß sich das Herz an’s Herrliche gewöhne.

Du wandt’st dich ah vom kunstgeliebten Süden,

    und eilest bein in’s Land des stolzen Britten,

    Der krieggewohnt, beherrscht die weiten Meere.

Es folge Sieg dem freigesinnten Heere,

    Des Krieges Dämon wehre seinen Schritten—

    Du, Meister, zauberst überall den Frieden!

[n.d. vii) March] 1825

[Concert]

Aachen

Programme

Piano MusicMr. Moscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Charlotte: In Bremen gab Moscheles Concert, dann in Aachen. AML I, 99]

30 August 1823

Ignaz Moscheles’ Concert

Aachen: Redoutensaal

Time: Evening, Seven o’Clock

Tickets: 24 Silbergroschen

Programme

Part I  
Overture  
Piano Concerto No.4 in E major  Mr. Moscheles  Moscheles
SceneMr. Engels; Piano Accomp.: Mr. MoschelesBeethoven
Part II  
Overture  
Piano Fantasia and Variations on the
favourite air ‘Au clair de la Lune’ with Orchestral Accompaniments (Op.50)
Mr. MoschelesMoscheles
Duet Mozart
Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Principal Vocalists: Mr. Engels        
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

———————————

Charlotte: In Aachen ging es eben so gut; dort stand ihm der Buchhändler J. A. Mayer, den er schon früher kennen gelernt, hülfreich zur Seite. Dieser, sowie seine ganze Familie blieben ihm für’s Leben befreundet, und so wurde das leichtgeschürzte Band einer vorübergehenden Bekanntschaft, hier, wie so oft in Moscheles’ Leben, zur dauernden Kette. [AML I, 78.]

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Stadt-Aachener Zeitung (August 27, 1823): 4.

Mit obrigkeitlicher Bewilligung

wird Ignaz Moscheles, Klavierspieler und Komponist, auf seine Durchreise von England, die Ehre haben, Sonnabend, den 30. August 1823, ein großes Vokal- und Instrumental-Konzert, im neuen Redoutensaale, zu geben.

Programm.

Erster Theil.

1. Ouverture.

2. Duett von Mozart.

3. Neues Pianoforte-Konzert (in E dur), komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

Zweiter Theil.

1. Ouverture.

2. Variationen für das Pianoforte über das beliebte Lied: au clair de la lune, mit Orchester-Begleitung, komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

3. Gesangstück.

4. Freie Fantasie auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

Eintrittskarten zu 24 Silbergroschen sind bei H. Laruelle und Beim Buchhändler H. Mayer zu haben. An der Kasse kostet das Billet einen Thaler Preuß. Courant.

Der Anfang ist um 7 Uhr.

Stadt-Aachener Zeitung (August 28, 1823): 4.

[Same as issued in Stadt-Aachener Zeitung on August 27]

Stadt-Aachener Zeitung (August 29, 1823): 3-4.

Mit obrigkeitlicher Bewilligung

wird Ignaz Moscheles, Klavierspieler und Komponist, auf seine Durchreise von England, die Ehre haben, Sonnabend, den 30. August 1823, ein großes Vokal- und Instrumental-Konzert, im neuen Redoutensaale, zu geben.

Programm.

Erster Theil.

1. Ouverture.

2. Neues Pianoforte-Konzert (in E dur), komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

3. Scene von Beethoven, mit Begleitung des Piano, gesungen von H. Engels, begleitet von J. Moscheles.

Zweiter Theil.

1. Ouverture.

2. Variationen für das Pianoforte über das beliebte Lied: au clair de la lune, mit Orchester-Begleitung, komponirt und vorgetragen von J. Moscheles.

3. Duett von Mozart.

4. Freie Fantasie auf dem Pianoforte von J. Moscheles.

Eintrittskarten zu 24 Silbergroschen sind bei H. Laruelle und Beim Buchhändler H. Mayer zu haben. An der Kasse kostet das Billet einen Thaler Preuß. Courant.

Der Anfang ist um 7 Uhr.

Reviews

Allgemeine musikalische Zeitung (October 1, 1823): 657.

Am 30sten August gab Hr. M. [Moscheles] in Aachen, in dem neuen Redoutensaal, Concerte. Des gepriesenen Künstlers früheres Erscheinen in dieser Stadt war den Bewohnern derselben noch in frischem Andenken und ihre Freude, ihn wieder zu sehen, drückte sich durch einen enthusiastischen Empfang desselben ans. Durch eine freye Phantasie am Schlüsse des Concerts erwarb er sich den ausgezeichnetesten Beyfall. Von hier wird er über Frankfurt a. M. gehen, wo man ihn bereits erwartet, und dann seine Reise nach Wien fortsetzen.

The Quarterly Musical Magazine and Review, vol. V (1823): 499.

On the 30th he gave a second at Aachen, at which he played an extempore fantasia, that drew from the audience the most distinguished applause.

Der Gesellschafter oder Blätter für Geist und Herz (February 23, 1824): 157.

Conzerte wurden während der Bade-Saison von Bernhard Romberg, Ignaz Moscheles, dem Flötisten Wolfram aus Wien, der Harfenistin Aline Bertrand aus Paris und dem eilfährigen Violinspieler Massart aus Lüttich gegeben; die ersteren wurden stark, die letzteren mittelmäßig besucht.

14 September 1820

Ignaz Moscheles’ Concert

Aachen: Großen Redoutensaale

Tickets: Subscription, 3 francs

Programme  

Free Piano FantasiaMr. Moscheles 
Grand Piano Variations on a Military March
with Orch. Accomp. (Alexander Variations)
Mr. MoschelesMoscheles
Piano Concerto No.2 in E flat majorMr. MoschelesMoscheles
Piano Rondo Brilliant in D major [Op.14]Mr. MoschelesMoscheles
Principal Instrumentalists: Mr. Moscheles

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Advertisement

Stadt-Aachener Zeitung (September 14, 1820): 4.

Mit obrigkeitlicher Erlaubniß wird die seiner Durchreise von Amsterdam Herr Ignaz Moscheles. Clavierspieler und Compositeur aus Wien, heute Donnerstag den 14ten September ein Konzert auf dem großen Redoutensaale geben.

Der Eintrittspreis ist 3 Francs per Subskription. Billets zum Subskriptionspreis sind bei Herrn Laurelle aufm [sic] Kompesbad und in der Buchhandlung von J. A. Mayer aufm Büchel zu haben. Der Eintrittspreis an der Rasse ist I Rt. preuß. Ct.

Der Nähere wird der Anschlagzettel bekannt machen.

Reviews

Stadt-Aachener Zeitung (September 15, 1820): 3.

Der gestrige Konzert des Hn. Moscheles erhielt den aufrichtigsten und verdientesten Beifall. Noch nie hörte Referent einen Klavierspieler mit dieser Fertigkeit, Reinheit, Präzision und mit diesem Ausdruck und musikalischem Tiefgefühle, als Hn. Moscheles; noch nie sprach er dieses sein Urtheil mit innigerer Ueberzeugung aus, als bei dieser Gelegenheit. Auch bemerkte er nie ein Auditorium mit dieser ununterbrochenen Aufmerksamkeit, von den Tönen des Künstlers, dieses zweiten Orphäus, gefesselt, nicht die mindeste Zerstreuung verrathen, möchte es dem Künstler gefallen, ein zweite Konzert zu geben, um seinem wahrhast großen Talent noch einmal unsere Bewunderung zollen zu können.

Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat (October 28, 1820): 693-694.

Musikalischer Berich aus Achen.

Den 15. September 1820.

Herr Ignaz Moscheles, dem von Wien, München, Frankfurt aus, ein glänzender Ruf voranging, ist endlich über Brüssel, wo er, wegen Abwesenheit des Hofes, für diessmahl kein Concert veranstalten wollte, in unserer Stadt angekommen und hat uns, dem allgemeinen Wunsche aller hiesigen Kunst freunde zu Folge, gestern mit einem Concerte er freuet. Wahrlich seine zahlreichen Apologeten haben von der Grösse seines Talentes nicht zu viel gesagt und seine Leistungen bekunden seinen Ruhm. Seit einiger Zeit, wir haben es leider zur Genüge erfahren, ist das Mittelmässige oft gepriesen oder das Gute überschätzt worden; um so erfreulicher war es, endlich einmahl wieder einen echten Virtuosen zu begegnen und einen Heros auf dem Pianoforte zu hören. Die seltenste Fertigkeit, welche spielend unerhörte Schwierigkeiten überwindet, Präcision, Reinheit kräftiger Anschlag, seelenvoller Vortrag, alles vereint sich hier zu einem schönen Ganzen und reisst zur Bewunderung hin. Noch nie hörte Referent einen Clavierspieler mit diesem Ausdruck and musikalischen Tiefgefühle, als Herrn Moscheles, noch nie sprach er dieses sein Unheil mit innigerer Überzeugung aus, als bey dieser Gelegenheit. Doch nicht allein als ausübender, auch als schaffender Künstler steht Herr Moscheles auf einer hohen Stufe. Ein Schüler Albrechtsbergers und Salieri’s, zeichnen sich seine Compositionen durch Fülle, Kraft und Harmonie vortheilhaft aus. Das Conzert aus Es dur, das er vorgetragen, ist tief, originell und zeugt von Kenntniss des Satzes; höchst lieblich einschmeichelnd, wenn gleich ungemein schwierig und für den Dilettanten unausführbar, sind seine sogenannten Alexander-Variationen, und ein Rondeau brillant aus D dur, welches wir ausserdem gehört, entspricht dieser Benennung in jeder Beziehung. Entzückend war jedoch vor allem seine Phantasie auf dem Piano; kühn und glücklich improvisirend, liess Herr Moscheles seinen Genius frey walten und ein lebendiger Geist sprach aus dem Instrumente. Das Bestrehen des Orchesters, Herrn Moscheles auf eine angemessene Weise zu unter stützen, blieb nicht ohne Erfolg und verdient Anerkennung. Eine ausgesuchte Versammlung, welche den Werth unseres Künstlers zu würdigen verstand, hörte ihm mit ununterbrochener Aufmerksamkeit zu und noch nie bemerkte Referent ein Auditorium, was von den Tönen dieses zweyten Orpheus gefesselt, so gespannt auf dessen Leistungen und so enthusiastisch in seinem Beyfalle gewesen wäre. Wir hofften durch diese ehrende Auszeichnung den grossen Künstler dahin zu vermögen, uns zum zweyten Mahle mit einem genussreichen Abende zu beglücken, doch gelang es uns nicht, wohl aber erhielten wir das Versprechen, dass Herr Moscheles, der heute früh nach Frankfurt wieder abgegangen ist, von wo aus er Manheim und Darmstadt besuchen will, in einem Monathe zu uns zurückkehren und uns mit einem Conzerte wieder erfreuen wird.

Le Moniteur Universel (February 5, 1821): 151.

Cet artiste est M. Moscheles, de Vienne, qui déploie sur le piano un talent d’exécution et d’improvisation vraiment extraordinaire. Il a fait ses premières études sons le fameux Salieri ; depuis, et at Vienne, il s’est formé à l’école des Bethowen et des Hummel. Ses productions gravées sont déjà an nombre de plus de soixante, parmi lesquelles on distingue le Musée des Clavecinistes, la Flore, et son concert to intitulé ; Concert des Société, M. Moscheles a déjà parcouru les principales villes d’Allemagne, Munich, Augsbourg, Francfort. Il a été entendu à Amsterdam, à Bruxelles.